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HSG siegt 34:26 gegen Verfolger TV Kirchzell

Felsberg. Die HSG Gensungen/Felsberg lässt sich weiter nicht aus dem Tritt bringen. Gegen einen der ärgsten Verfolger, den TV Kirchzell, gab es in der heimischen Kreissporthalle ein ungefährdetes 34:26 (17:13). Dabei sah es zunächst gar nicht nach einem ruhigen Samstagabend aus für die Kleinmann-Schützlinge, die neben Carsten Göbel (Kreuzbandriss) auch auf Benedikt Hütt (Risswunde an der Hand) verzichten mussten. Christian-Codrin Gherhard besetzte deshalb die halblinke Position und musste auch in der Abwehr ran.

Es dauerte einige Zeit, bis sich die Grün-Gelben sortiert hatten. Zwar sorgten Frank Eidam, Jan-Henrik Walther und Steffen Ober für eine 3:1-Führung. Die war aber eher der Verdienst des wieder einmal überzeugenden Michael Stahl im Tor, der nacheinander Bälle von Hofmann, Kirchmann und Hess parierte. Trotzdem hatte diese Anfangsphase richtungsweisenden Charakter. Wach gerüttelt von Stahl fand als erster Steffen Ober ins Spiel. Der Linkshänder traf zunächst mit jedem Versuch gegen Thomas Bolling im TVK-Kasten, was diesem schon nach zwölf Minuten einen Platz auf der Auswechselbank bescherte. Julian Lahme, Torhütertalent mit Doppelspielrecht beim Bundesligisten TV Großwallstadt, zeigte zwar einige schöne Paraden, konnte aber auch nicht für eine Wende sorgen. Die HSG, bei der Frank Eidam trotz immer noch leichten verletzungsbedingten Handicaps immer besser Regie führte, hielt ihren Vorsprung konstant bei drei Toren.

Als Michael Horn nach knapp 18 Minuten für zwei Minuten auf die Bank musste, witterten die Gäste eine Chance. Doch statt die eigenen Angriffe überlegt auszuspielen und den Rückstand zu verkürzen leistete sich die Kunz-Truppe zwei Ballverluste, die jeweils Michael Viehmann zu Erfolgen nutzte. Das brach den letzten Widerstand, ab diesem Zeitpunkt hatte die HSG relativ leichtes Spiel. Michel Viehmann vom Kreis, Michael Horn mit Sprungwurf aus neun Metern und Dragos Negovan mit Tempogegenstoß direkt im Anschluss an Stahl’s neunte Parade schraubten das Ergebnis auf 16:10, bevor sich die Grün-Gelben eine kurze „Auszeit“ nahmen und dem Gast Ergebniskosmetik erlaubten.

Auch in diesem Spiel fügte sich die Jugend wieder nahtlos in das Gensunger Spiel. Michael Horn sorgte mit vielen Aktionen in Richtung Tor immer wieder für das Herausrücken von zwei Abwehrspielern, was Michael Viehmann am Kreis viel Raum bescherte. Der bedankte sich auch regelmäßig mit Toren für die Anspiele von Horn und Eidam. Auf der rechten Seite spielte Jan-Henrik Walther souverän seinen Part herunter, erlaubte sich aber gerade bei Tempogegenstößen einige Unkonzentriertheiten. Der junge Gherhard überzeugte mit viel Einsatzwille und gutem Auge. So bei seinem Sololauf zum 21:15, nachdem er seinen Gegenspieler zum Ballverlust gezwungen hatte und sich das Leder per Hechtsprung selbst eroberte.

Nach Viehmann’s 23:16 (38.) war auf beiden Seiten Wildwest-Handball angesagt. Sechs lange Minuten überboten sich alle Akteure auf dem Feld geradezu in Sachen Hektik, Chaos und Unvermögen. In Unterzahl – Stephan Untermann musste für zwei Minuten runter – zwang Gensungen die überforderten Gäste ins passive Spiel, wusste aber selbst die besten Einwurfmöglichkeiten nicht zu nutzen. Szenen wie die in der 42. Minute, als der mittlerweile ins Kirchzeller Tor zurückgekehrte Bolling einen Tempogegenstoß von Gherhard spektakulär parierte, dann aber den schnellen Pass nach vorn genau in die Arme von Dragos Negovan warf, waren eher die Regel denn Ausnahmen.

Auch der erste Treffer nach dieser Phase passte ins Bild, denn den erzielte Rechtshänder Untermann von Halbrechts glatt „durch die Hosenträger“ von Bolling. Gleich darauf brachte Walther das Kunststück fertig, seinen schnellen Gegenstoß per Aufsetzer einen glatten Meter über das Tor zu setzen. Wiederum eine Minute später rannten sich Untermann und Gherhard gegenseitig über den Haufen und verloren das Leder. Doch so chaotisch Gensungen Mitte der zweiten Hälfte auch agierte – Kirchzell konnte kein Kapital daraus schlagen. Die Harmlosigkeit des Teams vom Untermain, gepaart mit der trotz aller Mängel im Vorwärtsspiel funktionierenden 3:2:1-Abwehr der HSG und einem immer wieder klasse reagierenden Michael Stahl zwischen den Pfosten, ließ im nordhessischen Lager keine Bedenken mehr aufkommen.

Ausgerechnet Jan-Hanrik Walther, der zuvor mehrfach Nerven gezeigt hatte, sorgte wieder für mehr Ruhe und System. Zuerst angelte er sich vorn reaktionsschnell den Abpraller nach einem weiteren vergebenen Gegenstoß von Untermann und setzte ihn eiskalt zum 26:19 ins Netz. Auch das nächste Tor ging noch auf sein Konto. Dann zeigte er hinten Übersicht und beruhigte das Spiel nach Ballgewinnen.

Die letzten zehn Minuten waren nur noch Formsache. Trainer Detlef Kleinmann verschaffte auch Fabian Meyfarth und Alexander Bärthel noch Spielpraxis, was beide mit gelungenen Aktionen dankten. Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg des Regionalliga-Spitzenreiters zu Buche, der durch den Punktverlust von Verfolger Saarlouis am Vorabend noch aufgewertet wurde.

Verständlicherweise zufrieden zeigte sich Detlef Kleinmann mit dem Spiel seiner Mannschaft. Seine Bedenken, dass nach dem erfolgreichen Kraftakt in Saarlouis vor Wochenfrist die Konzentration fehlen könnte, bewahrheiteten sich nicht. Ein Sonderlob durften sich Frank Eidam und Michael Viehmann abholen: „Ihr Zusammenspiel war eine Augenweide“, freute sich der Coach zu Recht.

Weit weniger Freude strahlte Gästetrainer Gottfried Kunz aus. „Meine Mannschaft hat sich von Anfang an nicht richtig gewehrt. Unser Torwart war der Einzige, der sich gegen die Niederlage gestemmt hat“, grantelte der 52-Jährige.

HSG: Stahl (1.-55., 19 P.), Meyfarth (55.-60., 2 P); Eidam 6, Ober 5, Hütt, Untermann 3, Bärthel, Negovan 3, Schanze, Viehmann 11, Horn 1, Gherhard 1, Walther 4

TVK: Bolling (1.-12. 28.-60., 14 P.), Lahme (12.-28., 5 P.); Hofmann 5, Brunner 3, Kirchmann 1, Hain 3, Eisenträger 6/1, Jost, Hess 3, Sandu 4, Liebald 1



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