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Freundinnen zweier Kulturen: Integrationsgruppe sagt Danke

integrationsgruppeSchwalmstadt-Treysa. „Was ist Integration? Integriert ist man, wenn man sich verständigen kann und verstanden wird – im Denken, Sprechen und Handeln.“ Dieses Ziel haben sich acht russlanddeutsche Frauen unter der Leitung von Doris Hartwig gesetzt. Sie treffen sich seit zwölf Jahren regelmäßig, bis vor kurzem im Haus Sonnenmühle in Treysa, das ihnen Hephata kostenlos zur Verfügung stellte. „Jetzt treffen wir uns reihum“, sagt Doris Hartwig, ehemalige Mitarbeiterin Hephatas: Aus der Integrationsgruppe ist ein Freundeskreis geworden.

„Die Frauen brauchen auch außerhalb der Familien Kontakt“, weiß Doris Hartwig (67). Bei einem Treffen zwischen Hephata-Mitarbeitenden und Russlanddeutschen hatte sie eine Familie aus Russland kennengelernt. Über sie kam die heute 67-Jährige mit anderen russlanddeutschen Familien in Kontakt. „Ich habe mir überlegt, wie wäre es, wenn ich in ihrer Situation wäre, skeptisch aufgenommen würde, die Sprache nicht sprechen könnte.“ Dann war klar, dass sie etwas unternehmen wollte. Ehrenamtlich und ohne finanzielle Zuschüsse initiierte sie vor zwölf Jahren die russlanddeutsche Frauengruppe, mit dem Ziel des Austausches und der Integration.

Zunächst trafen sich deren Mitglieder einmal in der Woche, später 14-tägig. Schnell bekam Doris Hartwig mit Ala Iwanow Unterstützung bei der Organisation, ein fester Kern bildete sich. Bei den Treffen ging und geht es neben dem Erlernen der deutschen Sprache auch um den Austausch von Informationen, Nachrichten und Erfahrungen bei Behördengängen oder an der Arbeit. Gemeinsam werden kulturelle Veranstaltungen oder und auch der Frauentag in Homberg besucht.

„Hephata hat uns von Anfang an kostenlos Raum zur Verfügung gestellt. Andere Menschen haben uns mit Sachspenden, Kleidung, Geschirr und gebrauchten Möbeln unterstützt“, so Hartwig. Hilfe, die gut- und nottat. Mittlerweile sind die Frauen zwischen 35 und 70 Jahren alt, in Deutschland angekommen, die meisten von ihnen gehen arbeiten, sind in Vereinen integriert. Zeit wie früher, um beispielsweise mit einem eigenen Stand beim Hephata-Weihnachtsmarkt vertreten zu sein, ist da knapp. Die Frauen treffen sich jetzt aus anderem Grund: Wir sind ein Freundeskreis geworden.“ (me)



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