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Das Hessenderby: MT gegen Wetzlar

ryan-zinglersenKassel/Melsungen. Zum neunten Mal seit der Zugehörigkeit der MT Melsungen zur 1. Handball-Bundesliga heißt es am Mittwoch: “Vorhang auf zum Hessenderby gegen die HSG Wetzlar! Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 20.15 Uhr. Ausreichend Tickets in allen Kategorien gibt es auch am Spieltag noch an der ab 18.30 Uhr geöffneten Abendkasse.

Der Spielplan der TOYOTA Handball-Bundesliga setzt die MT-Cracks derzeit mit fünf Spielen in nur 14 Tagen – davon vier Mal auswärts (!) – unter Dauerstress. Da kommt das einen Tag vor Heiligabend in heimischer Umgebung stattfindende Hessenderby mehr als willkommen. Natürlich möchte die MT liebend gerne den Fans und auch sich selbst eine vorgezogenes Weihnachtsgeschenk machen. Doch der Kontrahent aus Mittelhessen, der mit Daniel Valo und Giorgos Chalkidis gleich zwei Ex-Melsunger mitbringt, wird wohl kaum bereit sein, dazu einen Beitrag zu leisten.

Im Gegenteil: Nach drei Niederlagen in Folge ist die HSG Wetzlar mehr denn je darauf aus, diese Durststrecke zu beenden. Und so wären auch für das Roth-Team zwei Punkte in Kassel die ideale Bescherung. Gleichwohl weiß der Gästetrainer um die Schwere der Aufgabe: “ Wir dürfen uns nicht blenden lassen. Der aktuelle Tabellenplatz sagt nichts über die wahre Stärke der Melsunger aus. Das Team ist individuell besser als es derzeit dasteht. Das hat nicht zuletzt der klare Auswärtssieg der MT in Düsseldorf gezeigt“, so der 47jährige.

Genau auf diesen souverän herausgespielten Erfolg will die MT aufbauen. Dabei hat die Zinglersen-Crew im Spiel bei den Rheinländern nicht unbedingt einen Schönheitspreis erringen können. Sie hat vielmehr clever, effektiv und vor allem unter dem Strich erfolgreich gespielt und zwei wichtige Punkte mit nach Hause gebracht. “Wir waren nicht fehlerfrei, aber unsere Mannschaft hatte – auch ohne komplett zu sein – auf jedes Verhalten des Gegners die passende Antwort”, lobte MT-Sportchef Alexander Fölker den Auftritt am Samstag. Dennoch mutmaßt er, dass die Wiederholung dieser Leistung allein nicht ausreicht, um auch Wetzlar in die Knie zu zwingen. “Wir müssen darauf noch das kämpferische Element aus Spielen wie gegen die Rhein- Neckar Löwen oder Göppingen packen, dann reicht es auch für’s Hessenderby”, so Fölkers Berechnungen.

MT-Kapitän Mario Kelentric hatte als Mindestausbeute für die drei Begegnungen mit Düsseldorf, Wetzlar und Lübbecke wenigstens vier Punkte anvisiert hat. Das Minimalziel könnte also bereits am Mittwoch erreicht werden. “Gelingt uns der Heimsieg, fahren wir auch etwas entspannter nach Ostwestfalen”, denkt der Zerberus bereits über das Derby hinaus.

Trainer Ryan Zinglersen ist erst einmal froh, dass sich in Düsseldorf kein weiterer Spieler verletzt hat. So wird die MT am Mittwoch in eigener Halle wohl in gleicher Besetzung auflaufen können. Das bedeutet, wiederum ohne Vladica Stojanovic, der übrigens mittlerweile am Knie operiert wurde, ohne Savas Karipidis (Wadenbeinbruch) und ohne Dalibor Anusic (Muskelfaserriß). Unsicherheit besteht indes “nur” im Hinblick auf den Einsatz von Mikkel Holm Aagaard. Der Däne laboriert an einer Spunggelenksverletzung und saß in Düsseldorf auf der Ersatzbank. Alexandros Vasilakis, der trotz seiner noch nicht ausgeheilten Handgelenksverletzung im Spiel gegen die Rheinländer für Impulse sorgte, wird gegen Wetzlar ebenso wieder auf die Zähne beissen, wie Franck Junillon. Der französische Weltmeister, in Düsseldorf noch mit drei Treffern erfolgreich, klagte schon zuvor über Bauchmuskelprobleme.

Aber wer spielt, und wer in welcher Verfassung ist, tritt bei Derbys mitunter sogar in den Hintergrund. “Solche Spiele werden anders geführt, als sogenannte normale Begegnungen. Da ist viel Psychologie drin, die Intensität ist höher, und es ist noch mehr die Tagesform ausschlaggebend”, weiß Ryan Zinglersen, und ergänzt “Wir werden – egal in welcher Besetzung – alles daran setzen, das Spiel gegen Wetzlar zu gewinnen”.

Während die MT als Tabellendreizehnter mit zehn Punkten das Mittelfeld der Tabelle lediglich vor Augen hat, liegt Wetzlar als Elfter mit 13 Punkten genau drin. Damit stehen die Mittelhessen, die als Saisonziel “Platz 12 bis 14” heraus gegeben haben, derzeit sogar über ihrem eigenen Plansoll. Die Nordhessen hingegen, obwohl nur um einen Punkt schlechter als zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum, hinken ihrem Anspruch, im oberen Mittelfeld landen zu wollen, zur Zeit noch hinterher. Da käme der MT ein Derbysieg als Signal zur Aufholjagd gerade recht.

Schiedsrichter:
Ralf Damian, Bingen / Frank Wenz, Mainz; DHB-Aufsicht: Peter Rauchfuß

Bisherige Bundesligavergleiche
11.04.2009 MT – HSG Wetzlar 31:27
26.10.2008 HSG Wetzlar – MT 30:30
01.03.2008 MT – HSG Wetzlar 28:28
30.09.2007 HSG Wetzlar – MT 34:23
24.02.2007 MT – HSG Wetzlar 37:30
10.09.2006 HSG Wetzlar – MT 22:26
25.03.2006 MT – HSG Wetzlar 36:32
16.10.2005 HSG Wetzlar – MT 24:27



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