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Vom Mangel zum Zwang

Ernährung am Ende des Lebens – Besonderheiten beim Palliativpatienten

Homberg. Der Verein zur Förderung der Palliativmedizin Fritzlar lädt für Mittwoch, 17. März, 19 Uhr, zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion zu dem Thema: Vom Mangel zum Zwang; Ernährung am Ende des Lebens – Besonderheiten beim Palliativpatienten ein. Die Veranstaltung findet im Caritas-Altenpflegeheim „St-Marien“ (Ziegenhainer Straße 20) in Homberg statt und wird von Dr. med. Wolfgang Weber (FA Onkologie Gastroenterologie und Palliativmedizin, Homberg) moderiert. Referentin des Abends wird Frau Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik (Pflegewissenschaftlerin Universität Witten/Herdecke) sein. An der Podiumsdiskussion werden Dr. med. Axel Figge (Internist/Hausarzt aus Schwalmstadt), Richter Erhard Spanknebel (stellvertretender Direktor des Amtsgerichts Fritzlar, Richter am Vormundschaftsgericht Fritzlar a. D.) sowie Malte Crome (Jurist und Vorstandsmitglied des Diözesanverbandes Fulda) teilnehmen.

Palliativmedizin versteht sich als Lehre und Haltung zur Betreuung von  Menschen mit fortschreitender unheilbarer Erkrankung. Ein solches Leiden konfrontiert den Menschen mit der Endlichkeit seiner Lebenszeit, dem  kurz- oder mittelfristig zu erwartenden Sterben. Von nun an geht es nicht mehr um vage Vorstellungen von einem Lebensende in ungewisser ferner Zukunft. Jetzt zählt jede Stunde. Ja Minute erscheint wichtig und unersetzbar, um das Leben zu reflektieren und noch Dinge, die schon lange erledigt sein sollten oder im Argen liegen, in der verbleibenden Zeit  endlich anzugehen. Hierzu sind die Eigenständigkeit, Stärke und Würde des   Palliativpatienten unverzichtbar, werden aber durch die Leiden, Schmerzen und Nöte als Folge der unheilbaren Krankheit bedroht.

Fehlender Appetit und Auszehrung schwächen den Palliativpatienten zusätzlich. Fertigtrinkpräparate oder Ernährungsinfusionen können diesem Prozess entgegen wirken. Oft ist das Leiden zu fortgeschritten und verhindert eine Erholung durch künstliche Ernährung. Nicht selten stehen Ängste der Angehörigen: „Man darf doch niemand verhungern lassen!“ im Widerspruch zu einer Abneigung aufseiten des inzwischen schwerst kranken Patienten: „Ich möchte nicht essen, ich kann einfach nichts mehr sehen“.  Nicht selten führen unterschiedliche Einschätzungen zu Indikation und Notwendigkeit einer Zusatzernährung zu Konflikten zwischen Angehörigen, Pflegeleitung, Ärzten und Kostenträgern.  Dies zu beleuchten ist das Thema dieser Informationsveranstaltung. Der Eintritt ist kostenfrei. (red)



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