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MT und Stojanovic trennen sich vorzeitig

Melsungen. Die MT Melsungen und Vladica Stojanovic haben sich am Donnerstag einvernehmlich auf eine vorzeitige Vertragsauflösung zum 30. April 2010 geeinigt. Damit trennen sich die Wege des nordhessischen Handball-Bundesligisten und seines Regisseurs zwei Monate vor dem ohnehin zum 30. Juni auslaufenden Kontrakt. Es handelt sich also keinesfalls um eine fristlose Kündigung, wie einige Medien die Suspendierung des Spielers in der vergangenen Woche durch den sportlichen Leiter interpretiert hatten.

“Die unterschiedlichen Auffassungen zwischen sportlicher Clubführung und Spieler haben sich zuletzt verfestigt und machten diesen Schritt erforderlich”, erklärt Martin Lüdicke. “In solch einer Situation macht es keinen Sinn, auf Zeit zu spielen. Da muss man auch den Mut haben, einen Schlussstrich zu ziehen”, ergänzt der MT-Geschäftsführer. Diese Auffassung teilen auch Vladica Stojanovic selbst und dessen Rechtsanwalt Christopher Posch. “Der Spieler hat dadurch die Möglichkeit, ab sofort neue Kontakte zu knüpfen und kann sich voll und ganz auf seine weitere sportliche Karriere konzentrieren. In diesem Sinne ist das einvernehmliche Vorgehen zu begrüßen”.

Mit dieser offiziellen Stellungnahme widerspricht der Verein der Darstellung einiger Medien, die die zunächst unbefristete Suspendierung des Spielers vom Spiel- und Trainingsbetrieb durch den sportlichen Leiter als fristlose Kündigung interpretiert hatten. Diese Maßnahme wurde vielmehr ergriffen, weil Vladica Stojanovic überraschend nicht zum Spiel der MT am 21. April in Lemgo erschienen war. Er hatte zuvor an einem Lehrgang der serbischen Nationalmannschaft teilgenommen.

Schon Mitte März hatte die MT Melsungen bekannt gegeben, dass der Vertrag mit dem seit 2006 in Diensten der Nordhessen stehenden Spielmacher nicht verlängert wird. Der 60-fach serbische Nationalspieler, zu dessen Markenzeichen ansatzlose Würfe und verwirrende Finten gehören, hatte es  2008 ins Bundesliga All-Star Team geschafft und spielt seitdem wieder in der Auswahl seines Heimatlandes. “Trotz dieser vorzeitigen Trennung wollen wir nicht vergessen, dass Vladica erheblich dazu beigetragen hat, die MT nach dem Aufstieg in 2005 relativ schnell in der höchsten Spielklasse zu etablieren”, erklärt MT-Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Braun-Lüdicke. Der 28-jährige Rückraumspieler erzielte genau 434 Tore für die MT.

Durch die Trennung von Vladica Stojanovic und den verletzungsbedingten Ausfall von Allrounder Franck Junillon, der die Saison aufgrund eines Handwurzelbruchs bereits beendet hat, muss die MT Melsungen in den verbleibenden sieben Spielen gleich auf zwei ihrer Leistungsträger im Rückraum verzichten. Die nächste Bewährungsprobe steht den Nordhessen am kommenden Dienstag bevor, wenn Europapokalteilnehmer SG Flensburg/Handewitt nach Kassel kommt (20.15 Uhr, Rothenbach-Halle). Ryan Zinglersen macht indes seinem Team Mut: “Aufgrund der vielen Ausfälle im Verlauf dieser Saison ist es für uns absolut nichts Neues, wenn wir dezimiert antreten müssen”, so der MT-Coach.  (Bernd Kaiser)



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