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Positiver Konjunkturtrend in Nordhessen bestätigt

Interview mit Thomas Rudolff, Geschäftsführer Kommunikation der IHK Kassel

Kassel. Die aktuelle Konjunkturumfrage (Basis 350 Unternehmen) bestätigt die Tendenzen und Erwartungen der Jahresanfangsumfrage. Der IHK-Klimaindex (gewichteter Faktor aus gegenwärtiger Lage und zukünftiger Entwicklung) verbesserte sich insgesamt über alle Branchen hinweg erneut. Der Klimaindex stieg von 102,1 Punkten auf 108,1 Punkte. Der verantwortliche Geschäftsführer der IHK Kassel, Thomas Rudolff, erläutert die wesentlichen Ergebnisse.

Die Konjunkturaussichten der nordhessischen Wirtschaft haben sich innerhalb des Jahres 2010 zum zweiten Mal verbessert. Welche Branchen sind besonders optimistisch?

Thomas Rudolff: Ganz eindeutig der industrielle Sektor. Hier sind von den Vorleistungsproduzenten bis hin zu den Investitionsgüterproduzenten alle Bereiche positiv gestimmt.

Gibt es Gründe, warum gerade die Industrie so positiv gestimmt ist?

Thomas Rudolff: Der konjunkturelle Einbruch der Weltwirtschaft hat die Nachfrage nach Industriegütern massiv gedämpft. Die Bruttowertschöpfung 2009 ging im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um -16,1 Prozent zurück. Insofern haben wir ein gewaltiges Nachholpotenzial, welches jetzt durch eine verstärkte Auslandsnachfrage aktiviert wird.

Die Auslandsnachfrage zieht also wieder an?

Thomas Rudolff: Das Vertrauen in die Attraktivität ausländischer Märkte kehrt zurück. In Nordhessen erwarten 53,6 Prozent der Unternehmer ein ansteigendes Auslandsgeschäft. Nur 7,3 Prozent rechnen mit einem Rückgang.

Gibt es saisonale Besonderheiten?

Thomas Rudolff: Ja, das Baugewerbe vermeldet ebenfalls positive Zahlen. Dies war bei der letzten Umfrage noch anders. Der strenge Winter hatte viele Projekte im wahrsten Sinne auf „Eis“ gelegt. Jetzt kehrt in dieser beschäftigungsintensiven Branche der Optimismus zurück.

Also alles eitel Sonnenschein?

Thomas Rudolff: Leider nein. Der Einzelhandel und die Gastronomie sind eher pessimistisch eingestellt. Trotz sinkender Arbeitslosigkeit kommen beide Branchen nicht in Schwung. Ein Grund hierfür könnten steigende Energiepreise sein, die Kaufkraft entziehen.

Wie sieht es mit dem Arbeitsmarkt aus?

Thomas Rudolff: Der Arbeitsmarkt zeigt sich in Nordhessen weiterhin außerordentlich robust. Die Zahl der konjunkturellen Kurzarbeiter hat sich deutlich verringert. Ich gehe von einem Stellenzuwachs aus. Berücksichtigen muss man aber; dass sicher ein Großteil auf den konjunkturellen Vorläufer Zeitarbeit entfallen wird.

Belastet der schwächelnde Euro die Konjunktur?

Thomas Rudolff: Häufig wird ja angeführt, dass ein schwacher Euro gut für den Export sei. Hier muss man aber entgegen halten, dass Rohstoffe, die importiert werden, auf US-Dollar-Basis abgerechnet werden. Insofern sehe ich auf dem aktuellen Wechselkursniveau keine Beeinträchtigung. Wichtig ist aber; dass der Euro in ruhiges Fahrwasser zurückkehrt und die Schwankungen nachlassen. Hohe Volatilitäten sind natürlich nicht gut für das Auslandsgeschäft. Die Wirtschaft braucht planbare Wechselparitäten.



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