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Landesmeisterschaften: Vier MT-Starter holen acht Titel

Fulda/Melsungen. Darüber waren sich fast alle Teilnehmer an den Landes-Seniorenmeisterschaften in Fulda einig: Die Atmosphäre, von Sonnenschein und Wärme begünstigt, war sportlich und familiär zugleich. Genau das schätzten die älteren Aktiven und deshalb waren diese Meisterschaften von den Leistungen und der Stimmung her nicht nur für die Teilnehmer der MT 1861 Melsungen ein schönes Erlebnis. Der Standard der Senioren-Leichtathletik zeigte sich nach diesen Titelkämpfen von Fulda in einem helleren und freundlicheren Bild, denn es ergoss sich eine Flut von Jahresbestleistungen, die bis in die nationale Spitze hineinreichten. Hinzu kamen für die Melsunger Vertreter acht Meisterschaften und ein Kreisrekord.

Die diesjährigen Titelkämpfe knüpften würdig an die Meisterschaften in den 90er Jahren an, wo die erfolgsverwöhnten MT-Athleten mit zehn Siegen und vielen Medaillen nach Melsungen zurückkehrten. Da Fulda fast in jedem Wettbewerb eine Leistungssteigerung brachte, bekommt der Ausblick auf die Deutschen Seniorenmeisterschaften, die vom 2. bis 4. Juli in Kevelaer stattfinden, allmählich Konturen.

Aus Melsunger Sicht standen die mehrfachen Welt- und Europameister Hella Böker, Harry Geier und Alwin J. Wagner im Mittelpunkt dieser Titelkämpfe. Aus diesem Grund waren für diese Vorbilder für die Jugend – was Langlebigkeit in der Leichtathletik angeht –  Siege bei diesen Meisterschaften eingeplant.  Die Frage war eigentlich nur,  welche Leistungen erzielt dieses Trio?

Im Diskus- und Speerwerfen sowie im Kugelstoßen der Altersklasse W65 konnte die Siegerin nur Hella Böker heißen. Die mehrfache Seniorenweltmeisterin ließ gleich zu Beginn der Veranstaltung im Diskuswerfen ihre Sonderklasse aufblitzen, indem sie nach einer immer noch ausgezeichneten Drehung die 1kg-Scheibe auf 28,30 Meter schleuderte.  Mit dieser starken Leistung hätte sie selbst in der Altersklasse der W50 gewonnen, denn dort siegte die 15 Jahre jüngere Barbara Schlosser aus Wiesbaden mit 26,19 Meter. Auch im Speerwerfen zeigte Hella Böker mit 25,30 Meter ihre Klasse und hatte noch drei 24m-Würfe in ihrer guten Serien. Mit ihren 8,67 Meter im Kugelstoßen war sie allerdings nicht ganz zufrieden. „Mir fehlt die Sicherheit beim Angleiten und noch ein schneller Abstoß, um Weiten über neun Meter zu erzielen“, sagte sie selbstkritisch nach ihrem dritten Sieg in der Johannis-Au von Fulda.

Harry Geier, eines der DLV-Asse und ein Trumpf für den Seniorenbereich in der Wettkampfklasse der M75, stach auf allen drei Sprintstrecken. Mit 15,26 Sekunden über 100 Meter hatte er im Ziel vor Josef Zecha (Eintracht Frankfurt) 1,10 Sekunden Vorsprung. Den dritten Platz in diesem Rennen, das bei einem Gegenwind von 1,2 Meter pro Sekunde ausgetragen wurde, sicherte sich Günter Fasshauer aus Wiesbaden mit 16,75 Sekunden. Auch beim 200m-Sprint, wo die Langsprinter erneut gegen den Wind anlaufen mussten, spielte der Melsunger Vorzeigeathlet die Hauptrolle und siegte souverän in 31,56 Sekunden. Vizemeister Helmut Kaleve aus Eschhofen  (34,12 sec.) und Josef Zecha (34,38 Sek.) kamen über eine Statistenrolle nicht hinaus. Auf seiner Spezialstrecke kann man in diesem Jahr von Harry Geier sicherlich noch einiges zu erwarten, denn der Viertelmeiler spielte auf der Stadionrunde sein gutes Stehvermögen aus und lief trotz des störenden Windes die 400 Meter in 72,23 Sekunden. Damit verwies er Konrad Hemetsberger von der LG Odenwald, der für diese Strecke 93,73 Sekunden benötigte, mehr als deutlich auf Rang zwei.  „Sollte ich noch bis zu den „Deutschen“ eine Sekunde schneller werden, hätte ich sogar Chancen auf eine Medaille“  sagte Harry Geier, der sich gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe befand, nach diesem Lauf.

Nach drei Jahren Abwesenheit vom Wettkampfsport kehrte Alwin J. Wagner wieder eindrucksvoll in den Diskusring zurück und gewann eine Wette gegen MT-Abteilungsleiter Hans-Jörg Engler, der behauptete, dass man ohne Training einen Diskus nicht über 40 Meter werfen kann. Wagner, der vor zwei Jahren eine neue Hüfte bekam, nahm diese Wette an und meldete spontan für diese Landesmeisterschaften. Zwei vorsichtige Würfe beim Einwerfen reichten, um bereits im ersten Durchgang die Fronten zu klären. Mit 44,12 Meter schockte er nicht nur die Konkurrenz, sondern verbesserte auch den Kreisrekord in der M60, den Basilius Balschalarski im Vorjahr in Neukirchen mit 42,58 Meter aufgestellt hatte. Nach 42,04 Meter im zweiten Durchgang verzichtete er auf weitere Versuche, wohl wissend, dass ihn die Konkurrenz nicht gefährden konnte. Heinz Krause von der LG Rodgau (40,17 m) und Titelverteidiger Basilius Balschalarski (Tuspo Borken) mit 40,12 Meter behaupten sich erwartungsgemäß als Zweite und Dritte.  Im Kugelstoßen trat Wagner nicht an, weil ihm die Belastung für seine neue Hüfte doch noch als zu hart erschien.

Für den achten Melsunger Titel sorgte im Kugelstoßen Uwe Krah in der Altersklasse der M45. Der deutsche Senioren-Hallenmeister setzte sich mit 13,38 Meter gegen die Konkurrenz klar durch und hofft nun bei den nationalen Titelkämpfen wieder auf einen Stoß über die 14m-Marke.

„Alle vier Wettkämpfer kamen mindestens mit einer Landesmeisterschaft aus Fulda zurück. Da kann man den Athleten nur noch gratulieren, denn besser geht es nicht“, sagte MT-Abteilungsleiter Hans-Jörg Engler und meinte weiter „wir sind stolz auf unseren Nachwuchs und auf unsere Oldies, denn in Melsungen gibt es die sportlichen Erfolge auch auf Landesebene von den Schülern bis zu den Senioren!“  (ajw)



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