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Janina Rohde und Robin Hohmann siegen im Fünfkampf

Baunatal/Melsungen. Allein der Fünfkampf der dreizehnjährigen Janina Rohde bei den Landesmehrkampfmeisterschaften des Hessischen Turnverbandes wäre eine Reise nach Baunatal wert gewesen. Dieser Satz muss nicht unbedingt von den Schülerinnen und deren Betreuer aus Mittel- und Südhessen gesprochen worden sein, aber alle, die diesen Mehrkampf von Janina Rohde mit verfolgten, waren von ihren Leistungen begeistert. Die mehrfache nordhessische Meisterin in den Wurfübungen und im Blockwettkampf „Wurf“,  wurde auch in Baunatal ihrer Favoritenrolle gerecht und setzte sich im Fünfkampf der Schülerinnen B mit 49,78 Punkten souverän durch. Annik Hörster (TSV Kirchberg), die mit  40,70 Punkten auf Rang zwei landete hatte ebenso keine Chance wie Pia Rumrich  (SK Enkheim), die mit 40,39 Punkten die Bronzemedaille gewinnen konnte.

Janina Rohde, die keine Schwächen in ihren fünf Übungen hatte, hielt was man sich nach ihren Trainingsleistungen von ihr versprochen hatte und stellte zum Auftakt im Schleuderballwerfen mit 36,48 Meter eine persönliche Bestleistung auf. Dafür erhielt sie 10,42 Punkte und hatte nach der Auftaktübung 3,22 Punkte mehr als Anna Koch (TV Glauberg), die als zweitbeste Werferin 25,21 Meter erreichte. Obwohl der Wind ihr beim 75m-Sprint ins Gesicht blies, verbesserte sich das Melsunger Aushängeschild auf 11,02 Sekunden und hatte nach zwei Übungen bereits 20,14 Punkte gesammelt. Nach dem Weitsprung, wo Janina mit 4,42 Meter die Tagesbestweite bei den B-Schülerinnen erzielte, setzte sie sich mit 29,86 Punkte noch deutlicher vom Verfolgerfeld ab. Im Kugelstoßen sorgte die Dreizehnjährige dann für den absoluten Paukenschlag. Im ersten Durchgang wuchtete sie die Eisenkugel auf 10,91 Meter und baute ihre Führung in der Landesbestenliste des Hessischen Leichtathletik-Verbandes weiter aus.  Im zweiten Durchgang verpasste sie die angestrebte 11m-Marke nur um einen Zentimeter und war nach dem dritten und letzten Versuch aus dem Häuschen. Obwohl sie noch nicht so dynamisch wie im Training stieß, beförderte sie die Kugel auf die glänzende Weite von 11,45 Meter. Mit dieser Leistung hätte sie im Vorjahr in der deutschen Bestenliste bei den A-Schülerinnen einen Platz unter den TOP-Dreißig belegt. Die B-Schülerin, die am nächsten Wochenende bei den Landes-Schü-lermeisterschaften bei den A-Schülerinnen einen Medaillenplatz im Kugelstoßen anstrebt, deklassierte in Baunatal ihre Konkurrenz um mehr als vier Meter und bekam für diesen Super-Stoß 11,45 Punkte. Eigentlich hätte sie diesen Mehrkampf schon beenden und auf den abschließenden 1000m-Lauf verzichten können, denn sie hatte nach vier Übungen  41,32 Punkte gesammelt und mit vier Übungen die Qualifikationsnorm für die deutschen Fünfkampfmeisterschaften um 0,82 Punkte übertroffen. Auch ihre Konkurrentinnen hätten sie nicht mehr einholen können, zu groß war der Vorsprung nach vier Wettbewerben. Aber sie stellte sich auch im 1000m-Lauf der Konkurrenz und wurde mit 3:54,29 Minuten gestoppt. Für diese respektable Zeit erhielt sie 8,46 Punkte, so dass sie auf insgesamt 49,78 Punkte kam und sich damit auch Hoffnung auf eine Mehrkampfmedaille in Berlin machen darf.

Für den zweiten Melsunger Mehrkampfsieg sorgte erwartungsgemäß Robin Hohmann im Fünfkampf der Schüler A. Der deutsche B-Schülermeister des Jahres 2008 hatte in Baunatal 50 Punkte plus X angestrebt. Am Ende kam er auf 49,68 Punkte und war deshalb unzufrieden. Er hatte es selbst in der Hand, eine Punktzahl jenseits der 50 Punkte zu schaffen, denn als letzter Wettbewerb stand der 1000m-Lauf auf dem Programm.  R. Hohmann erzielte zwar mit 2:58,17 Minuten die schnellste Zeit aller Schüler und erhielt dafür 11,75 Punkte, aber man erwartete von ihm bei eine Zeit von 2:50 Minuten und schneller.  Vorher hatte der Schüler aus Obermelsungen die 100 Meter in 13,00 Sekunden zurückgelegt, war 5,05 Meter weit gesprungen, hatte die Kugel auf 10,39 Meter gestoßen und den Schleuderball auf 42,28 Meter geworfen. Keine Schwächen, aber auch keine Stärken…

Für eine große Überraschung sorgte nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Tobias Stang sein Trainingspartner Michael Hiob, den keiner als Medaillenanwärter auf der Rechnung hatte. Eigentlich kam Henri Alter für einen Medaillenplatz in Frage, aber Henri belegte mit 41,73 Punkten nur den fünften Rang und hatte an diesem Tag gegen Michael Hiob keine Chance. Während Michael die 100 Meter in 13,60 Sekunden lief, benötigte Henri 13,94 Sekunden.  Auch beim Weitsprung ging das Duell an Michael Hiob, der sich mit 4,82 zu 4,72 Meter durchsetzen konnte.  Im Kugelstoßen war Henri mit 8,98 Meter nur zehn Zentimeter besser als Michael, der im dritten Wettbewerb auch seine dritte Bestleistung aufgestellt hatte. Im Schleuderballwurf hatte Henri Alter im Training bereits 45 Meter erzielt, aber im Wettkampf flatterten ihm die Nerven. Nach zwei ungültigen Versuchen und einem Sicherheitswurf von 33,85 Meter, zerplatzte der Traum von einer Medaille wie eine Seifenblase.  Michael stellte mit 31,82 Meter seine vierte Bestleistung an diesem Tag auf.  Jetzt musste er nur noch eine 1000m-Zeit unter 3:10 Minuten laufen, um die Bronzemedaille sicher zu haben. Während vor ihm Robin Hohmann seine zweieinhalb Runden drehte, ließ Michael Hiob niemanden an sich vorbei und kam nach 3:04,79 Minuten als Zweiter ins Ziel. Mit 43,97 Punkten qualifizierte er sich ebenfalls für die deutschen Mehrkampfmeisterschaften, die am 19. September in Berlin stattfinden. Robin Hohmann siegte mit 49,68 Punkte vor  Alexander Fiehn aus Villmar, der auf 46,73 Punkte kam. Bronze ging an Michael Hiob. Der große Verlierer war aber Henri Alter, der die 1000 Meter in 3:27,79 Minuten zurücklegte, aber mit seinen 41,47 Punkte sogar noch David Klein (Villmar) mit 41,99 Punkten den Vortritt lassen musste.

Für eine hessische Vizemeisterschaft sorgte Robin Kästner im Fünfkampf der männlichen Jugend B. Der Obermelsunger lief die 100 Meter in 13,07 Sekunden und lag nach dem ersten Wettbewerb hinter Issam Ammour aus Gießen (11,24 Sek.) und dem Hartenroder Niklas Pfeiffer (Hartenrod) (12,75 Sek.) auf Rang drei.  Aber nach dem Weitsprung, wo er für seine 5,38 Meter 10,76 Punkte bekam, kletterte Robin Kästner auf den zweiten Platz und gab ihn bis zum Schluss nicht mehr ab. Im Kugelstoßen schaffte er mit der 5kg schweren Eisenkugel 8,78 Meter und im Schleuderballwerfen wurden für ihn als beste Weite 38,37 Meter gemessen. Im abschließenden 1000m-Lauf musste er zwar gegen Niklas Pfeifer (3:14,71 Minuten) eine Niederlage einstecken, aber seine 3:18,97 Minuten reichten am Ende für den zweiten Platz. Mit 46,06 Punkten verfehlte er die Qualifikationsnorm für Berlin allerdings um 1,94 Punkte. „Die habe ich im Weitsprung verloren, weil ich einen weiten Sprung übergetreten habe“, sagte er selbstkritisch nach der Siegerehrung.

Viktoria Mand kam im Fünfkampf der weiblichen Jugend B auf 42,68 Punkte und verpasste die Norm für die deutschen Mehrkampfmeisterschaften nur um 1,32 Punkte. Man merkte ihr an, dass sie aus gesundheitlichen Gründen in der Woche vor diesen Meisterschaften kein Training durchführen konnte. Dennoch konnte man mit ihrer Schleuderballwurfweite von 31,96 Meter zufrieden sein. Aber ein schwacher Kugelstoß von 8,30 Meter und eine noch schwächere Zeit über 1000 Meter (4:33,24 Minuten) ließen kein besseres Resultat zu

Den Abschluss dieser Landesmehrkampfmeisterschaften bildete der 1000m-Lauf der A-Schülerinnen, wo Karolin Siebert mit 3:17 Minuten die absolut schnellste Zeit aller Teilnehmerinnen lief. Nach vier Wettbewerben lag die Melsunger Mittelstrecken-Hoffnung noch auf Rang zehn, aber nach ihrem großartigen Auftritt rückte sie noch auf Rang fünf vor. Erneut zeigte sich läuferisch und kämpferisch motiviert und lief nach einem taktischen Meisterstück (die ersten acht Teilabschnitte jeweils in 20 Sekunden) die letzten 200 Meter in 37 Sekunden. „Karolin ist für die Landesmeisterschaften am nächsten Wochenende in Neu-Isenburg gerüstet und kann wieder um eine Medaille sowohl über 800 als auch über 2000 Meter mitlaufen“, sagte Trainer Alwin J. Wagner und hofft in Neu-Isenburg auf insgesamt fünf Medaillen.



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