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MT geht in Kiel baden

Kiel/Melsungen. Mit 23:36 (10:18) ging die MT Melsungen beim amtierenden Deutschen Meister THW Kiel im wahrsten Sinne baden. In der traditionell ausverkauften Sparkassen-Arena (10.250 Zuschauer) kamen die Nordhessen gleich zu Beginn zu einigen Chancen. Die aber wurden meist von Kiels Keeper Palicka vereitelt. So hatten es die Gastgeber nicht gerade schwer, schon früh den Ton auf dem Feld anzugeben. MT-Trainer Roth hatte, wie schon im Vorfeld angedeutet, auf den angeschlagenen Sanikis verzichtet und dafür Vuckovic von der Mitte auf die Königsposition beordert. Die Regie übernahm indessen Schweikardt.

Nach zwei vergeblichen Versuchen schaffte die MT zwar das 0:1 durch Vasilakis (3.), aber dies sollte gleichzeitig die einzige Führung der Nordhessen im ganzen Spiel bleiben. Innerhalb der folgenden sechs Minuten riss der THW das Spiel mit fünf Toren an sich (5:1, 9.). Dabei hatte Kiels Coach Gislason gleich auf mehrere Stammkräfte verzichtet. Auf der Bank nahmen zunächst Platz: Omeyer, Jicha, Fernandez, Ahlm, Lundström und Sprenger. Das tat der Leistung der Zebras auf dem Spielfeld allerdings kaum einen Abbruch. Der Ball lief flüssig durch die Reihen, der Gegner wurde mittels Tempowechseln ständig unter Druck gesetzt.

Auf der anderen Seite agierte die MT verhalten. Eigentlich kein Wunder für ein Auftreten auf gegnerischem Terrain. Die Ballstaffetten wurden meist bis an den Rand des „Zeitspiels“ betrieben, aber dann in Anbetracht des drohenden Schiedsrichterpfiffs nur inkonsequent abgeschlossen. Hätte Mario Kelentric in der ersten Viertelstunde nicht noch einige Großtaten im Tor gezeigt, wäre der Rückstand bedeutend höher ausgefallen, als dies beim 10:4 (16.) der Fall war.

Sechs bis sieben Tore – das war der Abstand, auf dem sich das Spiel, dann für längere Zeit einpegeln sollte. Kurz vor dem Pausenpfiff schraubte der THW dank Linksaußen Klein den Vorsprung auf 8 Treffer – mit 18:10 ging es in die Kabinen.

Zur zweiten Hälfte kamen beide Teams leicht verändert zurück aufs Spielfeld. Während die Gastgeber jetzt unter anderem Jicha, Lundström und Fernandez aufboten, durften im MT-Team Brovka und Torbica auf den Flügeln ran, im Tor Feshchanka und im linken Rückraum Sania. Und der Rumäne fügte sich gleich gut ein, war mit seinem ersten Wurfversuch in der 32. Minute zum 19:11 erfolgreich. Ansonsten aber war das Melsunger Spiel einfach zu drucklos, als dass man damit das Kieler Bollwerk hätte knacken können. Schweikardt und nachher nochmal Vuckovic mühten sich in der Mitte redlich, aber konnten ihre Nebenleute nur selten in gute Schusspositionen bringen. Entsprechend schwer war es auch für Mansson am Kreis, sich durchzusetzen. Positiv hingegen überraschte weiterhin Sania, der nicht nur die Tore zum 20:13 (35.), 24:17 (42.) und 26:19 (45.) markierte, sondern auch noch mit zwei, drei „tödlichen“ Pässen zu gefallen wusste.

In der 48. Minute trat die Verteilung der Kräfteverhältnisse dann aber auch auf der Anzeigentafel richtig zu Tage: Der THW ging erstmalig mit zehn Toren in Führung (29:19). So war es nicht verwunderlich, dass die Schlussphase zu einem Schaulaufen der THW-Stars geriet. Die MT gab sich zwar nie auf, musste aber letztlich den großen Leistungsunterschied anerkennen. Mit dreizehn Toren Unterschied fiel das Ergebnis (36:23) vielleicht eine Spur zu hoch aus. Denn der dadurch erweckte Anschein, die MT hätte sich zu wenig gewehrt, trifft nicht zu. (Bernd Kaiser)

Stimmen zum Spiel:

Michael Roth: Natürlich ist dieses Ergebnis eine Enttäuschung für uns. Wir haben es uns etwas knapper gewünscht. Aber dafür hätten wir viel aggressiver in der Abwehr auftreten müssen und vorne nicht zu viele Chancen ungenutzt lassen dürfen. Andererseits hat mir dieses Spiel in Bezug auf einige Akteure wertvolle Erkenntnisse für die unmittelbare Zukunft geliefert.
Alfred Gislason: Heute wollte ich einigen Spielern, die zuletzt wenig Anteile hatten, eine Chance geben – und diese Spieler waren heute heiß drauf, etwas zu zeigen. Das war nicht immer der Fall, wenn ich gewechselt habe. Ich bin zufrieden mit den Leistungen, deshalb konnte ich auch rotieren lassen.

Statistik
THW Kiel:  Omeyer (n.e.), Palicka (1.-60., 15 Paraden) – Lundström (2), Dragicevic (4), Sprenger (n.e.), Ahlm (n.e.), Kubes, Reichmann (5), Zeitz (5), Palmarsson (3), Ilic (10/7), Klein (2), Jicha (1), Fernandez (4).

MT Melsungen: Kelentric (1.-20., 4 Paraden), Feshchanka (21.-60., 10/1 Paraden) – Brovka (1), Schöngarth (3), Mansson (2), Klimovets (1), Schweikardt (2), Torbica, Vasilakis (4), Karipidis, Allendorf (4/2), Vuckovic (2), Sania (4).

Schiedsrichter: Ralf Damian / Frank Wenz (Bingen / Mainz)

Zeitstrafen: THW: 2 (2x Kubes, 16., 36.); MT: 2 (Karipidis, 23., Mansson, 28.).

Siebenmeter: THW: 8/7 (Feshchanka hält Jicha (38., Nachwurf verwandelt)); MT: 2/2

Spielfilm: 0:1 (3.), 5:1 (9.), 5:3, 8:3 (14.), 8:4, 11:4 (17.), 11:5, 12:5, 12:6, 13:6, 13:7, 14:7, 14:8, 15:8 (24.), 15:9, 16:9, 16:10, 18:10 (HZ); 19:10, 19:12, 20:12, 20:13 (35.), 22:13, 22:14, 23:14, 23:16 (39.), 24:16, 24:17, 25:17, 25:18, 26:18, 26:19 (45.), 29:19, 29:20, 29:22 (52.), 33:22 (55.), 33:23, 36:23 (EN).

Zuschauer: 10.250 (ausverkauft), Sparkassen-Arena-Kiel, Kiel



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