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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Feuerwerk der Narretei beim Seniorenkarneval

Borken. 50 Jahre Borkener Carneval Club galt es in der Geburtstagskampagne 2010/2011 zu feiern. Auch beim Seniorenkarneval in Kooperation mit der Stadt am Samstag vor Rosenmontag. Mit Borken Helau und Narhallamarsch begrüßten die leicht ergrauten Närrinnen und Narranesen Prinzenpaare, Elferrat und BCC-Garden beim Einmarsch in dem gut gefüllten Saal im Hotel am Stadtpark – Bürgerhaus. Bis dahin hatten schon so manche Besucher reichlich vom leckeren Kuchenbüfett genossen. Und nach der Begrüßung durch Bürgermeister Bernd Heßler und Sitzungspräsident Egon Schmidt startete ein kunterbuntes, begeisterndes Programm. Alles unter der Regentschaft des Stadtprinzenpaares Jörg II. und Stefanie I. aus dem Hause Fuchs. Eine erste Schunkelrunde gab dem Narrenschiff den nötigen Schwung zum Start in stürmische See.

Flinke Beine
Das Narrenzepter wurde geschwungen und mit dem Auftritt der „Littles“ in ihren roten Gardeuniformen, blies der Wind der Jecken in volle Segel. Oft vom Klatschmarsch aus dem Saal begleitet. Noch vor der ersten Büttenrede wirbelte Jana Gombert zu einem Medley von Pipi Langstrumpf und Pinocchio über die Bühne. Dicht gefolgt von der Sternchengarde. 34 flinke Beine, 16 Mädchen und Kenny als Hahn im Korb, überzeugten mit ihrem Marschtanz.

sDie Büttenrede von Carina Lischeid-Bracht war dem Jubiläum des BCC gewidmet. „Mit 50 voll im Saft und täglich jede Menge Kraft“.Piraten- und Seeräuber ließ die Stadtgarde bei ihrem Schautanz auferstehen. Es war die Überleitung zu einem Schwarzarbeiter. Bernhard Stirn plauderte aus dem Nähkästchen seines anstrengenden und abwechslungsreichen Lebens. Der kurzzeitige Ausfall des Mikrofons war keine Sabotage des Zoll.

Alu-Leiter und Vogelbeerbaum
Im Sextett eroberten unter Filzhüten, in Krachledern und mit Stachelbeerbeinen die Olmesbarden die Bühne im Glanz des Scheinwerferlichts. „Uff platte“ sangen sie nicht nur von dreckigen „Fissen“. Beim Refrain „Hier tut es weh, da tut es weh“ fiel spontan das Narrenvolk im Saal mit ein. Schnell hatten die Olmesbarden die Jecken an den Tischen in ihren Bann gezogen. Als Leiterakrobaten und Leitermusikanten sorgten sie für einen ersten närrischen Sturm und steckten die Gäste im Saal mit ihrem Schwung und Humor an. Und beim Vogelbeerenbaum klang es aus vielen hundert Kehlen. Ob in Zukunft alle Mädchen Elisabeth heißen?

Augenweide und Krakeeler
Verkleidet als Pipi Langstrumpf mit Hund und Pferd hüpften die „Littles“ bei ihrem Schautanz übers Parkett. Eine stürmische Augenweide war auch das Tanzmariechen Paulina Rose. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht tanzte, turnte, sprang und wirbelte sie im Licht der Scheinwerfer. Und dazu einen Handkuss für das Publikum. Energie mit jeder Menge Ausdauer – wie auch Jana Gombert.

Krach mit dem Vorstand hatte Thomas Kienzler als Vereinskrakeeler. Das Büttenverbot löste er mit einem dekorativen Bügelbrett. Leicht benebelt ging trotz Bier und Plätzchen das Versöhnungsangebot mit dem BCC-Präsidenten schief. Das Fazit: Die Sitzung gehört verboten! Der Sketch zu einem Verkaufsgespräch dürfte ein Alptraum für jeden Verkäufer sein: Ute Büttler zog Ulli Scholl voll über den Tisch und erreichte ihr gestecktes Ziel.

Voll ins Schwarze
Ganz futuristisch der Schautanz der Sternchengarde. Silber funkelnde Perücken und nachtblaue Kostüme war die  Deko der Außerirdischen. Und bei so mancher Melodie begleitete der Saal den Tanz mit spontanem Klatschmarsch. Deshalb blieben auch die Außerirdischen bei den Erdlingen.

Mit Spannung wurden die Bärensänger erwartet. Sie nahmen wie gewohnt das Geschehen in der Stadt mit spitzer Feder aufs Korn. Die Treffer gingen voll ins Schwarze: Bahnhof, Kirchenrenovierung, vergessene Wahlversprechen, kirchliche Schlafstunde, Jägervilla Becker, Apotheken-Autoschalter, fehlendes Gombether Feuerwehrauto, Lichtstraße im Industriepark und vieles mehr. Das Narrenvolk quittierte die Strophen mit befreiendem Lachen. Das Narrenschiff des BCC steuerte auf seine Höhepunkte zu. Die Wellen wurden stürmischer und so manche Lachträne wurde vergossen.

Trudchen‘s Heinz-Dieter
Unter dem Schottenrock ist doch was! Der Schottentanz des Männerballett unter Dudelsackklängen zeigte so allerhand: Disziplin, Training, Spaß, Steckenpferd, Tanz und ??? Gut gemacht. Dann hatt Trudchen, alias Gabi Töpperwein mit ihrem ausgefallenen Eheseminar ihren Auftritt. Zu spät und von hinten. Als Paar begrüßte sie Bürgermeister Bernd Heßler und den Ersten Stadtrat Friedhelm Knigge. „Fernsehreif“, lautete so mancher Kommentar an den Tischen. Eheseminar – damit auch eine Ehe durchhält. Heinz-Dieter und der verlorene Hund war die Chance für’s Trudchen. Denn: überreif, noch ledig, entfloht und geimpft. Köstlich. Ein echter Lachkracher beim Seniorenkarneval. Närrische Granaten auf Zielmitte. Das war pures Training für die Lachmuskeln. Als Bürgermeister Bernd Heßler als Jupi Heesters unter den Bürgermeistern bezeichnet wurde, platzte fast der Saal vor Lachen. Tja, Probleme vor der Lösung.

Schau- und Marschtänze der Prinzen- und Stadtgarde sowie der Ladykracher führten vor dem Finale zur Abschluss-Show „50 Jahre BCC“.

Nostalgie und Finale
67 Mitwirkende ermöglichten einen Rückblick und einen Zug durch die Vergangenheit zum 50-jährigen Bestehen des BCC. In fünfer Jahresschritten präsentierten sich Aktive des BCC, die nach mittlerweile fünf Jahrzehnten Jahr für Jahr eine Perle im Kulturprogramm der Stadt darstellen. Mit dem Finale endete ein Seniorenkarneval gespickt mit Humor, Spaß und Lachen. Respekt BCC. So vergaß zum Schluss auch noch der Verfasser dieser Zeilen mehr als eine Lachträne. (sb)



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