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Grundstein für neuen Bau der Behindertenhilfe gelegt

Neustadt/Schwalmstadt-Treysa. 40 Gäste und zukünftige Bewohner kamen zur Grundsteinlegung des neuen Wohnhauses der Behindertenhilfe Hephatas am 12. April nach Neustadt. Dort, in der Bahnhofstraße 1, sollen 16 Menschen mit Behinderungen zukünftig ein Zuhause finden. „Heute legen wir den Grundstein für ein Haus. Und zugleich legen wir damit den Grundstein für eine Hausgemeinschaft. Noch ist von dem Haus nicht zu sehen. Aber schon gibt es viele Bewerbungen für das Haus und damit für das Leben hier in Neustadt.“ Hephata-Direktorin Pfarrerin Barbara Eschen trug in ihrer Begrüßung und Besinnung besonders den zehn potentiellen künftigen Bewohnern des Hauses Rechnung, die zur Grundsteinlegung erschienen waren.

Gemeinsam mit Wohnberaterin Renate Bohnert und weiteren Mitarbeitern wollten sie sich einen ersten Überblick über das neue Haus verschaffen. „Die Bewohner sollen in diesem Haus hier heimisch werden und gute Nachbarschaft pflegen können. Sie sollen gern gesehen sein und zum Wohle aller beitragen. Deshalb werden sie den Baufortschritt genau verfolgen.“

Hephata-Direktor Diplom-Pädagoge Pfarrer Peter Göbel-Braun stellte im Anschluss das Projekt näher vor. „Hier wird ein Haus gegründet, das zum Lebensmittelpunkt für 16 Menschen werden soll, die hier aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf stammen und zurzeit noch in Häusern auf dem Kerngelände in Hephata leben. Wir freuen uns sehr, dass wir hier in der Stadt so freundlich aufgenommen werden.“ Im Haus entstehen Einzelzimmer auf vier Etagen, die erwachsenen Menschen mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung ein Zuhause bieten werden. Das sich das Objekt auch an Personen mit einem großen Unterstützungsbedarf richtet, wird es barrierefrei konzipiert. Vier der 16 Zimmer sind für Rollstuhlfahrer geeignet. Die beiden Einzelzimmer im Dachgeschoss sind für Menschen im stationär begleiteten Wohnen vorgesehen. Zielsetzung sei, so Göbel-Braun, eine möglichst selbstständige und selbstbestimmte Lebensführung der dort dann wohnenden Menschen. „Eine Kultur der Begegnung und der Geborgenheit soll ein Zuhause in einer freundlichen Atmosphäre prägen, in der so viel Eigenständigkeit wie möglich bei so viel Hilfe und Betreuung wie nötig von uns gewollt sind.“ Er dankte der Stadt Neustadt und ihren Gremien, aber auch dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der dortigen Planungskonferenz, den Verantwortlichen des Landeswohlfahrtsverbandes und allen an der Planung Beteiligten. „Wir kommen gerne nach Neustadt, wünsche gute Nachbarschaft und ein vielfältiges gemeinsames inklusives Lernen.“

Jutta Siebert, Regionalmanagerin des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, überbrachte ebenso die besten Wünsche für den Fortgang des Baus wie Bürgermeister Thomas Groll: „Wir freuen uns auf unsere neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Dieses Gebäude wird neben der Seniorenwohnanlage Wiesenhof und dem Mädchenwohnhaus das dritte Standbein Hephatas in unserer Kommune. Es wäre schön, wenn noch ein weiteres hinzukäme.“ Diplom-Ingenieur Architekt Holger Hermann Möller bereitete schließlich in seiner Rede die Grundsteinschatulle auf ihren Einsatz vor. Neben einer aktuellen Tageszeitung, Bauplänen, einem historischen Foto des Geländes und einem aktuellen Geldschein schenkte er der Grundsteinlegung auch ein Zitat des britischen Schriftstellers und Kunstkritikers John Ruskins: „Alle Baukunst bezweckt eine Einwirkung auf den Geist, nicht nur einen Schutz für den Körper.“ (me)



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