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Alkoholmissbrauch: DAK-Wanderausstellung in der Ursulinenschule

Fritzlar. Comic-Geier, Flaschen-Teufel, Beatles-Cover: Die besten Plakate gegen das „Komasaufen“ kommen nach Fritzlar. Die Ursulinenschule zeigt ab Montag, 19. September, eine neue große DAK-Wanderausstellung zum steigenden Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Unter dem Motto „bunt statt blau“ hatten sich im Frühjahr mehr als 12.000 Schüler aus ganz Deutschland mit bunten Bildern und coolen Sprüchen an einem Wettbewerb beteiligt. Jetzt gehen die 32 Motive der Landesgewinner und Sonderpreise „Junge Künstler“ auf  Tour, um über die Gefahren beim Rauschtrinken aufzuklären. So warten zum Beispiel auf dem Plakat des Bundessiegers aus Baden-Württemberg bunte große Comic-Geier vor einer Disco auf jugendliche Alkoholopfer. Auch Schülerinnen der Ursulinenschule haben an dem Wettbewerb teilgenommen und sind unter die zehn besten prämierten Plakaten aus Hessen gekommen.

Hintergrund der Kampagne: Jedes Jahr landen mehr als 26.000 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftungen im Krankenhaus. Nach einer aktuellen DAK-Studie beteiligen sich 40 Prozent der Schüler regelmäßig am Rauschtrinken. „Verbote lösen das Problem nicht“, erklärt Wilfried Knoll, DAK-Chef in  Fritzlar. „Deshalb kommen die Jungen und Mädchen selbst zu Wort. Ein Schock-Plakat von ihnen sagt oft mehr als Info-Flyer oder Vorträge.“

Schulleiterin Jutta Ramisch findet die Ausstellung einen guten Ansatz: „Beim Komasaufen sprechen die jungen Künstler eine klare und oft drastische Sprache. Die Plakate decken die dunklen Seiten beim Alkoholmissbrauch schonungslos auf.“ Die Schirmherrschaft für „bunt statt blau“ hat die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans. Es sei wichtig, dass auch in Schulen über den verantwortungsbewussten Umgang mit Bier, Schnaps und Wein gesprochen werde. Im aktuellen Drogen- und Suchtbericht wird auf die DAK-Aktion der Krankenkasse als beispielhafte Präventionskampagne hingewiesen.

Die Plakate gegen das Komasaufen sind bis Freitag, 23. September, 12 Uhr, in der Ursulinenschule Fritzlar zu sehen. Die Ausstellung ist am Montag, 19. September, von 14 bis 16 Uhr und von Dienstag, 20. September, bis Donnerstag, 22. September, von 9 bis 16 Uhr geöffnet. (red)



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