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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Kaum mehr drei Generationen unter einem Dach

Hessen. Weihnachten gilt seit jeher als Fest der Familie. Doch um mit Großeltern, Eltern und Enkeln gemeinsam feiern zu können, müssen viele Hessen die eigenen vier Wände verlassen. Denn wie das Hessische Statistische Landesamt aus den Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, lebten 2010 lediglich in 19 000 hessischen Haushalten noch drei oder mehr Generationen zusammen unter einem Dach.

Der Anteil dieser Haushalte an allen 2,96 Millionen hessischen Haushalten war verschwindend gering. Er belief sich auf weniger als ein Prozent und halbierte sich binnen der letzten 20 Jahre. Im April 1990 gab es in Hessen noch doppelt so viele Haushalte mit drei oder mehr Generationen (39 000 oder 1,5 Prozent).

Noch sehr viel häufiger waren Zweigenerationenhaushalte anzutreffen. Mit einem Anteil von rund 30 Prozent lebten in etwa jedem dritten Haushalt in Hessen Eltern mit ihren Kindern. Ihre Zahl belief sich auf 892 000. Zusammen genommen gab es 2010 in Hessen somit rund 911 000 Mehrgenerationenhaushalte. Das entsprach rund einem Drittel (31 Prozent) aller Haushalte. Zum Vergleich: Im April 1990 lag der Anteil von Mehrgenerationenhaushalten bei gut 39 Prozent von den insgesamt 2,53 Millionen Haushalten. Die Zahl der Zweigenerationenhaushalte betrug damals 944 000 oder 37 Prozent.

Mehrgenerationenhaushalte sind mittlerweile weniger verbreitet als Einpersonenhaushalte, auf die letztes Jahr 39 Prozent bzw. 1,15 Millionen aller hessischen Haushalte entfielen. Vor zwanzig Jahren waren die Größenverhältnisse noch umgekehrt. 1990 war die Zahl der Einpersonenhaushalte mit etwa 846 000 (34 Prozent) noch kleiner als die der Mehrgenerationenhaushalte.

Die verbleibenden Haushalte setzten sich 2010 zusammen aus rund 702 000 Haushalten, in denen ein Ehepaar ohne Kinder oder Enkel im Haushalt lebte. Der Anteil dieser Eingenerationenhaushalte betrug 24 Prozent. Weitere knapp sieben Prozent oder rund 192 000 Haushalte waren Mehrpersonenhaushalte, deren Haushaltsmitglieder nicht in gerader Linie oder gar nicht miteinander verwandt waren. Hierunter fallen beispielsweise Lebensgemeinschaften. Verglichen mit 1990 blieb der Anteil der Eingenerationenhaushalte konstant. Der Anteil der Mehrpersonenhaushalte mit nicht in gerader Linie oder gar nicht miteinander verwandten Personen war damals mit knapp fünf Prozent etwas geringer.

Die Zahl der Generationen im Haushalt richtet sich nach dem direkten, geradlinigen Abstammungsverhältnis der Haushaltsmitglieder zueinander. Doch können in den Generationenhaushalten noch andere verwandte, verschwägerte oder familienfremde Personen außerhalb der Generationenfolge leben. (red)



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