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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Neupärtl: Schwarz-Gelb schiebt ÖPNV ins Abseits

Schwalm-Eder. Die hessische Landesregierung kürzt in diesem Jahr und in den Folgejahren die Zuweisungen für die Verkehrsverbünde um jährlich 20 Millionen Euro. Allein für den nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) sind das jährlich acht Millionen Euro weniger. „Dies wird sich nicht nur in den Fahrpreisen niederschlagen“, erklärt Landrat Frank-Martin Neupärtl, „wir müssen davon ausgehen, dass langfristig auch die in den letzten Jahren ausgebauten Verbindungen gestrichen werden.“

„Das wird sich besonders negativ in den ländlichen Räumen auswirken, die bereits jetzt unter den demografischen Veränderungen am stärksten leiden. Solche willkürlichen Maßnahmen sind alles andere als zukunftsweisend“, so Neupärtl weiter.

Es stehe zu befürchten, dass die vom ÖPNV abgeschnittenen Dörfer weiter an Attraktivität für junge Familien verlieren, mit der Konsequenz, dass diese Orte noch schneller „altern“. Ihren Einwohnern  wird ohne ein öffentliches Mobilitätsangebot  die Möglichkeit an der gesellschaftlichen Teilhabe genommen.

„Für die Sozialdemokraten ist der ÖPNV ein wichtiger Bestandteil der Sozialpolitik. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, für den Erhalt der Finanzmittel zu kämpfen. Zu diesem Zweck werden wir eine Initiative mit allen betroffenen Nordhessischen Kreisverbänden der SPD ins Leben rufen und uns in Wiesbaden dafür stark machen, dass der ländliche Raum mit einem ordentlichen ÖPNV-Angebot versorgt bleibt“, sagt der SPD-Vorsitzende des Schwalm-Eder-Kreises weiter.

Im Übrigen lehne die SPD die aktuellen Planungen der schwarz-gelben Landesregierung für eine Zusammenlegung der beiden hessischen Verkehrsverbünde mit Sitz in Südhessen ab. Sie halte es für wenig sinnvoll, Buslinien im nördlichsten Zipfel Hessens zukünftig aus Hofheim im Main-Taunus-Kreis zu planen. (red)



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Ein Kommentar zu “Neupärtl: Schwarz-Gelb schiebt ÖPNV ins Abseits”

  1. Kurt

    Ist ja klar, dass hier mal wieder ein politisch Verantwortlicher die Schuld auf die „anderen“ schiebt.

    Für den ÖPNV im SEK ist allerdings der Herr Landrat zuständig. Die Mißstände in diesem Bereich sind ja hinlänglich bekannt. Sollen das jetzt auch die anderen verbrochen haben?

    Bei sinnlosen Haltestellen (wie in Melsungen) hätte man Geld einsparen können. Jedes Jahr eine solche Haltestelle nicht gebaut, dann sind die 8 Mio schon im Sack!

    Der Kreis ist auch nicht gerade ein Vorbild für eine solide Haushaltspolitik, oder? Wer hat da die Mehrheit?

    Lieber Herr Neupärtl, erst die eigenen Hausaufgaben machen, dann nachdenken und Schlussfolgerungen treffen. Hätten Sie diese Reihenfolge eingehalten, wäre es wohl nicht zu diesem polemischen Artikel gekommen …


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