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Longo besuchte Kinder- und Sozialeinrichtungen

Schwalmstadt. Bürgermeisterkandidat Dr. Fabio Longo hat in der vergangenen Woche Kinder- und Sozialeinrichtungen in Schwalmstadt besucht. Im Kinderhaus Rappelkiste, in der Hephata-KiTa, in der Hephata Diakonie und im Oikos Sozialzentrum hat er zahlreiche Gespräche über wichtige Lebens- und Wirtschaftsbereiche für Schwalmstadt geführt. „Für das Zusammenleben und die Wirtschaft in Schwalmstadt haben eine gute Kinderbetreuung und die starke Sozialwirtschaft in der Stadt eine große Bedeutung“, sagt Fabio Longo nach seinem Besuchsprogramm. Begleitet haben ihn die engagierten Fachsprecher der SPD-Landtagsfraktion Gerhard Merz (Familienpolitik) und Dr. Thomas Spies (Sozial- und Gesundheitspolitik).

„Die wirtschaftliche Zukunft Schwalmstadts ist zu einem großen Teil sozial. Kommunalpolitik für Schwalmstadt kann nur erfolgreich sein, wenn dies beachtet wird“, erklärt Fabio Longo. Die sozialen Berufe seien neben Mittelstand und Handwerk die tragenden Säulen der Wirtschaft in Schwalmstadt.

Herausforderungen für die Sozialwirtschaft in Schwalmstadt
Die Zukunftsthemen im Sozialbereich hat der Kandidat anlässlich seiner Besuche bei Hephata in Treysa und beim Oikos Sozialzentrum in Ziegenhain mit Hephata-Vorstand Klaus-Dieter Horchem und Oikos-Geschäftsleiterin Petra Lauer besprochen.

Im Gespräch mit dem Vorstandsmitglied der Hephata-Diakonie Klaus Dieter Horchem ging es um die bevorstehenden Herausforderungen der Inklusion, die von der Politik über den Landeswohlfahrtsverband (LWV) gefordert wird. Das heißt die Integration von Menschen mit Behinderungen in das alltägliche Wohnumfeld, zum Beispiel in Wohngruppen außerhalb Hephatas in den Gemeinden der Region. Bürgermeisterkandidat Dr. Fabio Longo erklärt dazu in Richtung LWV, dass Inklusion nicht zu einem Dogma gemacht werden dürfe. Entscheidend seien die Bedüfnisse der Menschen mit Behinderungen in jedem Einzelfall. Für manche Betroffenen sei ein Ortswechsel und mehr Eigenverantwortung im täglichen Leben eine zu große Belastung. „Inklusion darf nicht übers Knie gebrochen werden und sollte verstärkt in dem Umfeld stattfinden, an das die Menschen mit Behinderungen gewöhnt sind und wo Hilfe schnell und mit hoher Qualität geboten werden kann“, so Fabio Longo. Gerichtet an die Sozialpolitik in Hessen: „Inklusionsprojekte für Hephata-Bewohner soll daher vor allem in Schwalmstadt stattfinden, wo die Infrastruktur und das geschulte Personal zur Verfügung steht“, sagt Fabio Longo. Hephata und andere Träger müssten ihre Ressourcen für die Betreuung der Menschen bestmöglich einsetzen können. Das müsse Ziel der Sozialpolitik in Hessen sein.

Beim gemeinsamen Besuch des Oikos Sozialzentrum in Ziegenhain mit dem sozialpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Thomas Spies, bestätigte sich dieses Bild. Hier trafen Longo und Spies auf die Geschäftsleiterin Petra Lauer, die einen Einblick in die Arbeit von Oikos vermittelt hat. Als Spezialisten für betreutes Wohnnen und ambulante Unterstützung von Menschen unter anderem mit psychischen Erkrankungen besteht bei Oikos ein umfassendes Erfahrungswissen, wie sensibel man mit der Stärkung der Eigenverantwortung von Menschen umgehen muss, die große Probleme haben. Der Sozialpolitiker Dr. Thomas Spies erklärte, dass die „Aktion düstere Zukunft“ der Hessischen Landesregierung zu schweren Einschnitten in die Versorgung mit Sozialleistungen geführt habe. Die Auswirkungen seien noch heute zu spüren, weil wichtige Strukturen zerschlagen worden seien. Für eine Hochburg der Sozialwirtschaft wie Schwalmstadt habe dies nicht nur soziale Auswirkungen auf die Menschen, sondern betrifft auch die wirtschaftlichen Entwicklungschancen der Stadt, so Spies und Longo.

Kinder- und familienfreundliche Stadt
„Um als Standort zum Wohnen und Arbeiten auch in Zukunft attraktiv zu sein, muss Schwalmstadt den Ausbau der Kinderbetreuung weiter vorantreiben“, erklärt Fabio Longo. „Dabei dürfen uns Bund und Land nicht im Stich lassen.“ Der familienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Gerhard Merz, unterstützte Fabio Longo: „Die Herausforderungen für eine umfassende Kinderbetreuung sind groß und ohne neue Finanzmittel auf Dauer von den Städten und Gemeinden nicht zu bewältigen“, so der Gießener Abgeordnete, der auf Einladung von Fabio Longo in die Rappelkiste und zu Hephata gekommen ist. Die SPD-Landtagsfraktion fordert daher eindringlich, dass die Bundesregierung auf das Betreuungsgeld („Fernhalteprämie“) verzichtet und das Geld dafür in die Einrichtungen zur Kinderbetreuung steckt, wo es dringend benötigt wird.

Der SPD-Familienpolitiker wies auf die strukturelle Unterfinanzierung der frühkindlichen Betreuung, Erziehung und Bildung hin. „Sowohl der Ausbau an Plätzen als auch der klare Trend zu Ganztagsplätzen und die Notwendigkeit einer Qualitätsverbesserung der Arbeit in den Einrichtungen und in der Tagespflege bei bestenfalls gleichbleibenden Einnahmen sorgen für ein erhebliches strukturelles Defizit. Dazu hat das Land beigetragen, indem es seit Jahren bei den Betriebskostenzuschüssen das Schlusslicht in Westdeutschland bildet, indem es die Kompensation der Mehrkosten aus der Mindestverordnung verweigert hat und vor allem, indem es den Kommunen dringend notwendige allgemeine Finanzmittel entzieht“, sagt Gerhard Merz.

Das familien- und sozialpolitische Besuchsprogramm wertet Fabio Longo als sehr gelungen. „Schwalmstadt ist eine spannende Stadt, in der sich viel bewegt. Ich möchte gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und den Einrichtungen die Zukunft anpacken, damit sich Schwalmstadt als Hochburg der Sozialwirtschaft und als kinder- und familienfreundliche Stadt weiterentwickeln kann“, erklärt Fabio Longo. (red)



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