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Schlaganfall-Akutbehandlung: Hephata steht gut da

Schwalmstadt-Treysa. Die Geschäftsstelle Qualitätssicherung Hessen (GQH) hat die Qualitätssicherung von hessischen Krankenhäusern im Blick. Dafür organisiert sie Erhebungen in Krankenhäusern in Hessen in verschiedenen Bereichen, beispielsweise für Pflege, Orthopädie, Unfallchirurgie, Kardiologie und auch die Schlaganfall-Akut-Behandlung. Jetzt liegen die Zahlen für das Jahr 2011 vor. Die Hephata-Klinik hat sich als eine von hessenweit 180 Krankenhäusern an der Erhebung für die Schlaganfall-Akutbehandlung beteiligt. „Das ist ein gutes Instrument, um die Leistungen der Klinik vergleichen zu können“, sagt Dr. Bernd Schade, Oberarzt der Hephata-Klinik.

Schade leitet die Schlaganfall-Einheit der Hephata-Klinik. Hier stehen 13 Plätze für Schlaganfallpatienten zur Verfügung, 24 Stunden am Tag kümmert sich ein Team aus Ärzten, Pflegern, Physiotherapeuten, Ergo- und Logopäden um die Patienten. Behandlungsdaten muss die Klinik für den jährlichen Bericht als Selbstauskunft an die GQH senden. „Wir stehen gut da“, so Schade.

In ganz Hessen wurden im vergangenen Jahr 23.379 Menschen mit der Verdachtsdiagnose Schlaganfall in eine Klinik eingeliefert, 331 davon in die Hephata-Klinik. Im Schwalm-Eder-Kreis waren es 876 Menschen. „Wir haben rund ein Drittel der Patienten im Kreis versorgt“, sagt Schade. Die hier behandelten Patienten  waren, wie auch insgesamt in Hessen, zu 50 Prozent zwischen 65 und 85 Jahren alt, 20 Prozent über 85 Jahren. „Die Menschen werden insgesamt älter und damit auch diejenigen, die von einem Schlaganfall betroffen sind“, sagt Schade. Und: „Auch für immer mehr ältere Menschen kommt die Lyse in Frage.“ Dies ist eine Therapieform, die innerhalb der ersten viereinhalb Stunden nach einem Schlaganfall eingesetzt werden kann. Durch Medikamente wird dabei das den Schlaganfall auslösende Blutgerinsel aufgelöst. Jedoch kommt diese Art der Behandlung, die für den Patienten sehr gute Erfolgsaussichten hat, nicht für alle Patienten in Frage. Bei 10,8 Prozent konnte sowohl in Gesamt-Hessen als auch in der Hephata-Klinik lysiert werden. „Die Patienten, die zu uns in die Klinik kommen, haben also die gleiche Wahrscheinlichkeit zur Lyse wie es Patienten hessenweit haben.“ Die „door-to-needle-time“, die Zeit, die zwischen der Einlieferung und dem Beginn der Lyse vergeht, liegt hessenweit für 78 Prozent der Patienten bei einer Stunde. In der Hephata-Klinik sind es sogar 80 Prozent der Patienten.

„Wichtig ist, dass die Patienten in den ersten viereinhalb Stunden kommen, je früher desto besser“, so Schade. Ein wichtiger Faktor dabei ist eine schnelle Bildgebung. Seit März dieses Jahres verfügt die Hephata-Klinik über einen Magnetresonanztomographen (MRT). „Ein großer Anteil von Patienten erwacht morgens mit dem Schlaganfall und weiß nicht, wie lange dieser her ist. Dank des MRT können wir feststellen, wie weit fortgeschritten der Schlaganfall ist und ob eine Lyse noch möglich ist. „So können wir noch mehr Patienten helfen.“

Symptome

Bei der Schlaganfall-Behandlung gilt: „Time is brain“ (Zeit ist Gehirn). Je früher die Patienten in die Klinik kommen, desto besser sind die Behandlungschancen. Symptome – auch wenn sie nur vorübergehend auftreten – die auf einen Schlaganfall hindeuten können: Taubheit und Gefühlsstörungen von Körperteilen, Seh- und Sprachstörungen, herabhängender Mundwinkel, Lähmungserscheinungen sowie Unfähigkeit, Gesprochenes zu verstehen. (me)

 



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