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Senioren-EM: Hella Böker gewinnt Silber im Kugelstoßen

Zittau/Melsungen. Einen schöneren und auch besseren Auftakt konnte es für Hella Böker (MT Melsungen) bei der Senioren-EM in Zittau nicht geben. Zwar wurde die Russin Tamara Danilova aus Petersburg ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherte sich nach ihrem Sieg bei der Hallen-WM in Finnland nun auch in Zittau die Goldmedaille im Kugelstoßen der W70, aber Hella Böker aus Fuldabrück hielt das, was man sich von ihr nach den Ergebnissen der beiden letzten  Abendsportfeste in Dietzhölztal und Neukirchen versprochen hatte.

Danilova begann mit 9,50 Meter und ließ im zweiten Durchgang ihren besten Stoß von 9,90 Meter folgen. Damit errichtete sie eine Barriere und räumte die heimlichen Hoffnungen aller Konkurrentinnen gleich zu Beginn beiseite.  Hella Böker eröffnete ihren Wettkampf mit 9,27 Meter, ließ im zweiten Versuch 9,34 Meter folgen und verriet nach diesem Stoß ihrem Mann Winfried, der sie bei dieser EM wieder betreut,  dass sie noch eine bessere Weite stoßen würde.

Monika Bernert, die die Fachleute für Silber oder zumindest für Bronze auf der Rechnung hatten, fand überhaupt nicht in den Wettkampf und lag nach dem Vorkampf mit schwachen 8,50 Meter nur auf Rang sechs. Ingrid Holzknecht aus Emshorn stieß zum Auftakt 8,75 Meter und lag knapp hinter Karin Illgen aus Leipzig, die im Vorkampf nach den ersten drei Versuch auf 8,77 Meter kam. Elvi Korjus aus Estland erreichte 8,74 Meter und musste mit Rang fünf zufrieden sein.

Im dritten Durchgang verbesserte sich Hella Böker auf starke 9,48 Meter und stellte damit eine neue deutsche Jahresbestleistung für die Altersklasse der W70 auf. Danilova war mit diesem Stoß noch ungefährdet, aber für die anderen Athleten setzte die Melsunger Vorzeigeathletin ein großes Achtungszeichen. Mit 9,18 und 9,15 Meter blieb die MT-Sportlerin der Jahre 2010 und 11 ebenfalls über der 9 Meter-Marke. Obwohl sich Ingrid Holzknecht im fünften Durchgang auf 8,86 Meter verbessert hatte, sollte sie nicht die Bronzemedaille bekommen, da sich Karin Illgen im gleichen Durchgang auf 9,00 Meter steigerte und überraschend Rang drei einnahm. Während Danilova im vierten und fünften Versuch ungültige Stöße produzierte und sich im letzten Durchgang auch nicht mehr verbessern konnte, demonstrierte Hella Böker im letzten Durchgang noch einmal ihre Kampfkraft und erreichte wie mit ihrem dritten Versuch noch einmal die Weite von 9,48 Meter.

Sicherlich wird sich dieser Dreikampf zwischen Danilova gegen die beiden Deutschen Böker und Illgen auch im Diskuswerfen wiederholen  –  so ähnlich war es bereits vor 50 und mehr Jahren und so wird es vielleicht auch in den kommenden Jahren sein. (ajw)



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