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Gästezahlen steigen dank dOCUMENTA(13)

Gastgeber der GrimmHeimat NordHessen schicken Gäste gerne zur Kunstschau

Kassel. Endspurt für die dOCUMENTA(13): Noch bis zum 16. September ist die weltweit bedeutendste Ausstellung zur zeitgenössischen Kunst in Kassel zu sehen. Kunstinteressierte aus der ganzen Welt kommen für die dOCUMENTA(13) in die GrimmHeimat NordHessen. Vor allem die Beherbergungsbetriebe in und um Kassel spüren dank der dOCUMENTA(13) ein deutliches Plus bei den Übernachtungszahlen. Umgekehrt profitiert die dOCUMENTA(13) vom Engagement der Gastgeber in der Region: Mit besonderen Angeboten werben die Beherbergungsbetriebe in der GrimmHeimat NordHessen bei ihren Gästen für einen Besuch im „Museum der 100 Tage“.

Die Mitarbeiter bei der Tourist-Information Kassel haben in diesen Tagen alle Hände voll zu tun: Etwa viermal so viele Buchungsanfragen als sonst gilt es zu bearbeiten. Auch die Zahl der Übernachtungen ist deutlich gestiegen – um rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Wir haben im Juni und Juli 90.000 und 100.000 Übernachtungen verzeichnet“, sagt Hubert Henselmann, Bereichsleiter Tourismus bei der Kassel Marketing GmbH. Sonst seien es in den Sommermonaten etwa 70.000 Übernachtungen. Jens Radke, Tagungsleiter des Hotel Gude in der Frankfurter Straße in Kassel, bestätigt: „Wir haben einen starken Gästezuwachs verzeichnen können.“ Unter den Gästen des Hotels seien auch Prominente gewesen wie Hollywood-Schauspieler Brad Pitt, Konzernchef Arend Oetker sowie die Künstler Gates Theaster, Nedko Solakov und Khadim Ali.

Zufrieden sind auch die Betreiber der Elwe, die während der dOCUMENTA(13) in einem ehemaligen Gefängnis in der Kasseler Unterneustadt einen Hotelbetrieb eingerichtet haben: „Die Gäste nehmen unser Angebot wirklich sehr gut an, am Ende dürften wir in 100 Tagen etwa 9.000 Betten vermietet haben“, sagt Kristoffer Mathauer von der Elwe. Vor allem internationales Publikum übernachtet in den 100 ehemaligen Gefängniszellen.

Ein Großteil der Gäste, die zur dOCUMENTA(13) nach Kassel reisen, kommt allerdings nach wie vor aus Deutschland. „Etwa 85 Prozent der Gäste kommt aus Deutschland, 15 Prozent aus dem Rest der Welt. An diesem Verhältnis hat auch die Documenta nichts geändert. Allerdings hat sich die Aufenthaltsdauer der ausländischen Gäste erhöht“, sagt Hubert Henselmann.

Auch über Kassel hinaus zeigt die dOCUMENTA(13) Strahlkraft – wenn auch weniger stark als direkt in und um Kassel. Unter anderem profitiert das Mittlere Fuldatal von der Kunstschau: Es seien Besucher zu verzeichnen, die speziell zur Kunstausstellung anreisten, so die Erfahrung von Stefan Hesse, Geschäftsführer Tourismus-Service Erlebnisregion Mittleres Fuldatal in Rotenburg. Die Beherbergungsbetriebe verzeichneten ein Plus, das auch auf die dOCUMENTA(13) zurückzuführen sei. Auch der Heimat- und Verkehrsverein Breuna kann eine Zunahme bei den Übernachtungszahlen vermelden, gleiches gilt für Hann. Münden und den Naturpark Münden. Und auch beim Parkhotel Emstaler Höhe in Bad Emstal macht sich die Kunstausstellung bemerkbar: „In den vergangenen acht Wochen haben wir ein Plus verzeichnet, dass wir auf die dOCUMENTA zurückführen“, sagt Hausherrin Sabine Frankfurth. Das Hotel macht seinen Gästen einen dOCUMENTA(13)-Besuch unter anderem mit Eintrittskarten, Info-Material und einem Shuttle-Service schmackhaft.

Vielerorts nutzen die Gäste, die während des Sommers die Heimat der Brüder Grimm besuchen, die Nähe zu Kassel, um der dOCUMENTA(13) einen Besuch abzustatten. „Wir registrieren – nicht zuletzt dank eigener intensiver Marketing- und PR-Anstrengungen – ein erfreuliches Interesse der Gäste und Patienten, die sich hier aufhalten, an der dOCUMENTA(13)“, sagt Reckhard Pfeil vom Stadtmarketing Bad Wildungen. Dort tut man einiges, um das Interesse an einem d(13)-Besuch zu wecken: Von Bad Wildungen aus fährt zweimal wöchentlich ein Sonderbus nach Kassel, viele Gäste nutzten die Gelegenheit zu einem Halbtages- oder Tagesausflug. Außerdem gibt es eine Retrospektive-Ausstellung „13 x 100 Tage documenta“ des documenta-Archivs in der Bad Wildunger Wandelhalle, die zusätzlich zum Kassel-Besuch animiere. Auch das Landhotel Kern in Bad Zwesten beherbergt dOCUMENTA(13)-Gäste. Das Hotel hat eigens zur Kunstausstellung ein besonderes Arrangement entwickelt, das die Gäste gerne in Anspruch nehmen. „Die Gäste kommen durch uns zur dOCUMENTA(13), nicht umgekehrt“, sagt Sybille Kern.

Noch bis zum 16. September läuft die dOCUMENTA (13). Über 150 Künstler aus 55 Ländern stellen bei der dOCUMENTA(13) aus. Überraschendes, Skurriles, Schönes, zum Nachdenken anregendes – das alles hat das Weltmuseum der 100 Tage zu bieten. Dazu gehört ein blattloser Baum aus Bronze, dessen Äste einen großen Stein tragen. Und das „Sanatorium“ im Kasseler Skulpturenpark, in das der Künstler Pedro Reyes Therapiebedürftige einlädt. Oder die Jalousien-Installation der in Seoul geborenen Künstlerin Haegue Yang im Hauptbahnhof. Die Gastgeber der GrimmHeimat NordHessen haben sich mit besonderen Angeboten auf die kunstinteressierten Gäste eingestellt. Die Angebote sind bis zum 16. September gültig. Weitere Informationen gibt es unter www.grimmheimat.de/de/documenta. (red)



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