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Speerwurf: Alter verbessert Kreisrekord auf 57,71 Meter

Uslar/Melsungen. Eine Woche nach seinen großartigen Weiten von Bad Nauheim, wo er seinen Kreisrekord im Speerwerfen auf 56,82 Meter steigern konnte, verbesserte er sich Henri Alter (MT 1861 Melsungen) beim letzten Freiluftsportfest in der Saison 2012 in Uslar auf 57,71 Meter und unterstrich mit drei Würfen über die 55m-Marke seine großartige Form auch zum Ende der Saison.

Nach seinen guten Trainingswürfen sah man in Uslar erneut einem spannenden Duell zwischen dem hessischen Jugendmeister Karl Westphal aus Wanfried und dem vielseitigen Athleten aus Melsungen entgegen. Während bei den süddeutschen Meisterschaften Henri Alter seinen Freund mit 56,64 zu 53,69 Meter bezwingen konnte, verlor er beim letzten Aufeinandertreffen in Bad Nauheim mit  56,82 zu 58,16 Meter.  Würde es beim letzten Wettkampf in Uslar noch einmal zu einer Steigerung dieser beiden Speerwurftalente kommen?

Der Wind, manchmal störend, manchmal helfend, aber fast immer unkalkulierbar, trieb bereits beim Einwerfen sein Spielchen mit den Speeren.  Karl Westphal verriet im ersten Versuch etwas Unsicherheit und begann mit 53,85 Meter. Diese Weite musste seinen Melsunger Gegenspieler beflügelt haben, denn Henri Alter fackelte nicht lange in der Konzentration und ließ seinen Speer zum Auftakt auf 56,36 Meter fliegen. Ein feiner Auftakt des MT-Athleten, der noch Besseres erwarten ließ. Anerkennend klopfte der sympathische Jugendliche aus Wanfried seinem Freund auf die Schulter.

Im zweiten Durchgang tat der hessische Jugendmeister das, was selbstbewusste Athleten mit zuverlässigem Können zu tun pflegen.  Das große Talent aus Wanfried zeigte nicht nur  seine kämpferischen Qualitäten sondern demonstrierte auch, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Nach einem schönen Anlauf und einer idealen Flugbahn bohrte sich sein Speer bei 56,78 Meter in den Rasen, womit er sich wieder an die Spitze des Feldes setzte. Imponierend waren dabei seine letzten drei Stemmschritte, die von einem großen Auftaktschritt eingeleitet wurden.

Henri Alter bewies unmittelbar danach mit 55,75 Meter, dass er nicht klein bei geben würde. Während das Kampfgericht den dritten und vierten Wurf von Karl Westphal ungültig gaben, bestätigte der 16-Jährige aus Melsungen mit 55,47 Meter im dritten Durchgang erneut seine Zuverlässigkeit.

Im fünften Durchgang wurden für Westphal nur noch 52,75 notiert. Henri Alter hatte sich mit kurzen Sprints und gymnastischen Übungen auf seinen vorletzten Wurf vorbereitet, denn er war sich sicher, dass er noch ein bis zwei Meter zulegen konnte. Nach einer längeren Konzentrationsphase lief er beherzt an, zog voll durch und nutzte seinen Anlauf bis zum letzten Meter aus. Obwohl er das Gerät beim Abwurf nicht optimal traf, segelte sein Speer, der sich leicht anstellte und nach links flog, auf die neue Kreisrekordweite von 57,71 Meter. „Das wäre bei den deutschen Jugendmeisterschaften der neunte Rang gewesen“, sagte freudestrahlend der alte und neue Rekordhalter und hoffte auf eine weitere Steigerung im letzten Versuch. Auch nach diesem Rekordwurf merkte er, dass diese Leistung noch nicht das Ende der Fahnenstange war.

Aber der letzte Durchgang brachte keine Veränderungen mehr. Während Karl Westphal, bedingt durch eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich, nur mehr auf 52,40 Meter kam,  legte Henri Alter alles in seinen letzten Wurf, den er aber –  etwas übermotiviert – voll verzog und somit nur noch  53,45 Meter erreichte

Dass seine guten Trainingswürfe an die 60m-Marke zur Stärkung des Selbstwertgefühls beitrugen, ließ sich nach dem Wettkampf in Uslar nicht mehr bezweifeln. Trainer Alwin Wagner sagte es so:  „Es war gut anzusehen, wie alles Positive, das in den Trainingseinheiten erarbeitet wurde, in den letzten Wochen ineinander übergriff. Seine Bestleistungen im Reißen, Bankdrücken und in der Kniebeuge waren das Fundament für seine Hausrekorde im Sprint (11,9 Sekunden) und Weitsprung (6,17 Meter). Und schließlich rundeten seine 57,71 Meter im Speerwerfen beim letzten Wettkampf diesen glänzenden Eindruck, den der 16-Jährige in dieser Saison hinterließ, hervorragend ab.

Im 2000m-Lauf der U16 gab es einen weiteren Sieg für die MT 1861 Melsungen, denn Christian Schulz setzte sich mit 7:16,1 Minuten vor Malte Wodarz (LG Solling) deutlich durch. Der Schüler aus Röhrenfurth blieb aber 16 Sekunden über der geplanten Zeit, weil er die erste Runde unter 75 Sekunden anlief und somit am Ende des Rennens dem viel zu schnellen Anfangstempo Tribut zollen musste. (ajw)



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