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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Rolf Schnabel mit Pflegemedaille ausgezeichnet

Wiesbaden/Homberg. Bei einem Festakt im Schloss Biebrich in Wiesbaden überreichte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner kürzlich an 28 hessische Bürgerinnen und Bürger die Pflegemedaille des Landes Hessen. Der Staatsminister erklärte in seiner Laudatio, dass pflegende Angehörige, Freunde und Bekannte große Nächstenliebe zeigen und einen unverzichtbaren Dienst an der Gesellschaft leisten. Die Kraft und Anstrengung der Geehrten könne nicht hoch genug geschätzt werden. Mit der vom Hessischen Ministerpräsidenten gestifteten Pflegemedaille des Landes Hessen wird der Einsatz pflegender Angehöriger geehrt. Sie wird seit 2004 an Bürgerinnen und Bürger verliehen, die einen pflegebedürftigen, kranken oder behinderten Menschen weitgehend unentgeltlich zu Hause mindestens fünf Jahre gepflegt oder betreut haben.

Zu den in diesem Jahr Geehrten gehört auch Herr Rolf Schnabel (72) aus Homberg. Stadtrat Joachim Eisenberg begleitete Schnabel nach Wiesbaden und überbrachte ihm die Glückwünsche des Bürgermeisters und des Magistrats der Stadt Homberg. Dem Festakt konnten Schnabels beide Töchter aus Bonn beziejungsweise Eitorf beiwohnen.

Rolf Schnabel hat seine Frau 26 Jahre gepflegt und betreut. In den ersten Jahren war es ihm auch mit Hilfe der Töchter und stundenweise durch einen Pflegedienst möglich, die Aufgaben zu Hause zu erfüllen. Im Herbst 1993 zog das Ehepaar allein in sein Haus in Homberg um. Durch ausgedehnte Spaziergänge wurde die Beweglichkeit der unter starker Demenz leidenden Frau, deren Sprachvermögen allmählich verloren gegangen war, aufrechterhalten. In Verbindung mit Besuchen bei den Töchtern in Bonn wurde nicht nur der Kontakt zu ihnen, sondern auch die fachärztliche Betreuung fortgeführt.

Durch die ruhige Wesensart seiner Frau war es Rolf Schnabel auch möglich, ehrenamtliche Tätigkeiten für die Kirche, Nachbarschaftshilfe und jahrelange Betreuung einer früheren Nachbarin wahrzunehmen. Seine besondere Liebe zu seiner Frau, das gegenseitige Vertrauen und ein würdevolles Leben in der eigenen Wohnung lagen ihm besonders am Herzen. Dafür traten viele Annehmlichkeiten und Wünsche in den Hintergrund. Regelmäßige Gottesdienstbesuche gaben ihm die nötige Kraft, ebenso die Zuwendung vieler Menschen. Rolf Schnabel hat nie mit seinem Schicksal gehadert, er wirkt stets zufrieden und dankbar. Er hat es als seine selbstverständliche Aufgabe betrachtet, für seine Ehefrau und die beiden Töchter da zu sein und für sie zu sorgen. (red)



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