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Hessische Industrie: Umsatz sank, Beschäftigung stieg

Hessen. Die hessische Industrie hat sich 2012 in einem schwierigen internationalen Umfeld wacker geschlagen. Nach zwei Jahren mit einem zweistelligen Umsatzwachstum nahmen die Umsätze allerdings 2012 leicht ab. Trotzdem erhöhte sich die Beschäftigung nochmals. Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes beendete die hessische Industrie das Jahr 2012 mit einem vor allem kalenderbedingten Umsatzrückgang von 8,3 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro im Dezember. Die Beschäftigtenzahl lag mit 354.600 genauso hoch wie im Dezember 2011. Die Dynamik des Beschäftigungsaufbaus ist im Jahresverlauf abgeebbt.

Im gesamten Jahr 2012 erwirtschaftete die hessische Industrie einen Umsatz von 103,7 Milliarden Euro, ein Rückgang von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Inlandsumsätze nahmen um 2,6 Prozent auf 49,9 Milliarden Euro ab, die Umsätze mit ausländischen Geschäftspartnern verringerten sich um 0,9 Prozent auf 53,8 Milliarden Euro. Dabei gingen die Umsätze in die Eurozone um 2,8 Prozent auf 26,1 Milliarden Euro zurück, während die Umsätze in die Nicht-Eurozone sich leicht um 1,0 Prozent auf 27,7 Milliarden Euro erhöhten.

Entgegen dem allgemeinen Trend entwickelte sich 2012 der Chemie/Pharmabereich, der in Hessen besondere Bedeutung hat. Die Chemische Industrie verzeichnete ein Umsatzplus von 3,8 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro, die Hersteller von Pharmazeutischen Erzeugnissen steigerten ihren Umsatz um 3,6 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro. Dagegen musste der Maschinenbau einen leichten Rückgang von 0,4 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro hinnehmen und die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren verfehlten das Vorjahresniveau mit 7,5 Milliarden Euro um 2,2 Prozent. Stärker betroffen waren die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit einem Umsatzrückgang von 4,8 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit 7,1 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro.

„Gegessen und getrunken wird immer“, sagt ein alter Spruch. Im Jahr 2012 gab es auf jeden Fall bei den Herstellern von Nahrungsmitteln ein Umsatzplus von 4,5 Prozent auf sechs Milliarden Euro und bei den Getränkeherstellern von zehn Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

Nachdem es bereits 2011 wieder einen deutlichen Beschäftigungsanstieg von 3,5 Prozent gegeben hatte, erhöhte sich die Beschäftigtenzahl der hessischen Industrie im Jahresdurchschnitt 2012 um 1,3 Prozent auf 355.900. Überdurchschnittlich war der Beschäftigungsanstieg mit 2,8 Prozent auf 47.900 im Kraftwagensektor, mit 2,4 Prozent auf 31.900 bei den Gummi- und Kunststoffherstellern und mit 2,1 Prozent auf 24. 800 Personen bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen. Die Pharmahersteller erhöhten ihre Beschäftigtenzahl um 1,3 Prozent auf 19.100, die Chemische Industrie um 0,7 Prozent auf 37.400 und der Maschinenbau um 0,3 Prozent auf 38.300 Mitarbeiter. (red)



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