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Die MT reist zur „Mannschaft der Saison“

Hoffnungsträger Jonathan Stenbäcken in Aktion. Foto: Heinz HartungMelsungen. Vor drei Tagen jubelten sie ausgelassen nach der Fast-Sensation gegen die SG Flensburg-Handewitt, aber schon am Samstag wartet die nächste Herausforderung auf die Spieler der MT Melsungen. Die Nordhessen gastieren am 23. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga beim Überraschungs-Fünften TSV Hannover-Burgdorf. Anwurf in der AWD-Halle (frühere Stadionsporthalle) in Hannover ist um 19 Uhr.

So wie die dezimierte MT am Mittwoch in Kassel den Tabellendritten und klaren Favoriten Flensburg/Handewitt fast in die Knie gezwungen hat, überraschte zur gleichen Stunde in Hamburg auch der TSV Hannover-Burgdorf den dortigen HSV. Beide Spiele endeten 26:26 und in beiden Spielen stand es kurioserweise auch zur Halbzeit bereits Unentschieden. Und um die Parallelität der beiden kommenden Kontrahenten komplett zu machen: Obwohl die MT wie auch der TSV – bei etwas mehr Fortune – ihre Spiele hätten gewinnen können, konnten sich anschließend beide Trainer, Michael Roth, wie auch Christopher Nordmeyer, schnell mit dem jeweiligen Ergebnis anfreunden.

Das war es aber schon mit den Gemeinsamkeiten, wie bereits der Blick auf die Tabelle offenbart: Die MT belegt nach den 22 Spieltagen mit 24 Pluspunkten einen gewiss nicht schlechten achten Rang, hingegen beträgt die Ausbeute der Niedersachsen schon 6 Punkte mehr, was derzeit Platz fünf bedeutet. Damit sind die “Recken”, so die selbstgewählte Zusatzbezeichnung des TSV, nicht nur Jäger des Spitzenquartetts sondern sie liegen auch sehr gut im Rennen um die Europapokalplätze. Keine Frage also, für den TSV Hannover-Burgdorf, letztes Jahr als Dreizehnter durchs Ziel gegangen, ist das Attribut “Mannschaft der Saison” absolut angemessen.

Dennoch fährt die MT zwar mit Respekt, aber auch mit Selbstbewusstsein im Gepäck am Samstag nach Hannover. “Das Spiel gegen Flensburg hat gezeigt, dass wir mit den Top-Teams mithalten und sie an guten Tagen sicher auch bezwingen können. Wenn man gegen den Tabellendritten, der den zweitstärksten Angriff der Liga hat, nur 26 Tore zulässt, deutet das unser Potential an”, zeigte sich Michael Roth mit dem Auftritt seiner Schützlinge unter der Woche sehr zufrieden. “Das war auch wieder eines der Spiele”, so der MT-Coach weiter, “die zeigen, dass wir uns insgesamt weiterentwickeln. Das ist im Grunde genommen wichtiger als einzelne Ergebnisse”. Mit dem Remis vom Mittwoch im Rücken reisen Vuckovic, Danner & Co. mit gestärktem Selbstvertrauen gen Norden. Sie hoffen natürlich, dass das Zwischentief mit den Niederlagen gegen Lemgo und Wetzlar vorrüber gezogen ist und der Punkt gegen Flensburg das Signal gewesen sein möge, wieder verstärkt nach vorne zu schauen.

Ob dies schon in Hannover am Samstag mit “voller Kapelle” der Fall sein wird, ist fraglich. Von den zuletzt fehlenden Spielern wird allenfalls mit einer Rückkehr von Alexandros Vasilakis gerechnet. Den Linkshänder hatte letzte Woche ein Grippe außer Gefecht gesetzt und ihn binnen kurzer Zeit um fast fünf Kilo erleichtert. “Wenn er das Abschlusstraining mitmachen kann, wird er auch mit nach Hannover fahren”, verrät Roth. Sein griechischer Landsmann Grigorios Sanikis hingegen wird aufgrund einer Strecksehnenverletzung auf dem Fußrücken weiter ausfallen. Ebensowenig ist mit dem Comeback von Rekonvaleszent Christian Zufelde (Schulter-OP im Oktober) zu rechnen. “Es gibt derzeit keine zwingende Notwendigkeit, ihn überstürzt ins kalte Wasser zu werfen. Eventuell kann er gegen Magdeburg wieder dabei sein”, so der MT-Trainer.

So werden die Rotweißen gegen den TSV zunächst auch wieder auf die Formation bauen, die Flensburg beinahe das Wasser abgegraben hat. Dabei haben Jonathan Stenbäcken und Malte Schröder ihre ansteigenden Formkurven bestätigt und sich folgerichtig – genauso wie übrigens Abwehrchef Daniel Kubes – zuletzt ein Sonderlob von Michael Roth verdient. Apropos Kubes: Es ist die Defensive, die in Hannover funktionieren muss, um dort etwas zu reissen. Die Gastgeber haben die letzten sechs Heimspiele allesamt gewonnen und davor auch nur den Topteams Kiel, Rhein-Neckar Löwen und Hamburg vor eigenem Publikum den Vortritt lassen müssen. Gefährlichste Spieler sind die beiden Rückraumkanoniere Morten Olsen und Mait Patrail, die zusammen bislang mehr als ein Drittel aller 666 TSV-Tore erzielt haben, für die Mannschaft der Saison.

Schiedsrichter in Hannover:
Fabian Baumgart (Altenheim) / Sascha Wild (Elgersweiler); DHB-Spielaufsicht: Uwe Stemberg

(Bernd Kaiser)



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