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Luft für HSG Gensungen/Felsberg wird dünner

Logo HSG Gensungen/FelsbergFelsberg-Gensungen. Die HSG Gensungen/Felsberg steckt fest im Abstiegskampf der Dritten Liga Ost. Nach der deutlichen 34:32 Niederlage bei der Reserve des SC Magdeburg beträgt der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze bereits drei Punkte. Die Edertaler sind zum Siegen verdammt. Angesichts des schwierigen Restprogrammes müssen die nötigen Punkte wohl in eigener Halle erkämpft werden. In der heimischen Kreissporthalle empfängt die Kauffeld-Sieben am Samstag, 16. März, 19.30 Uhr, den SV Anhalt Bernburg – Zeit für eine Trendwende. Sonst könnte es allmählich zu spät sein.

Doch zunächst einmal zum Gegner. Der SV Anhalt Bernburg steht aktuell auf Tabellenposition Fünf; jenseits von gut und böse. Am Wochenende kam das Team von Trainer Christian Pöhler gegen den Aufsteiger Elbflorenz nur zu einem Remis. Mit Steffen Cieszynski verfügt Bernburg über den Torjäger der Liga. In bisher 23 Spielen traf Cieszynski 182-mal, was einem Schnitt von fast acht Treffern pro Spiel entspricht. Dazu verfügt das Team mit Martin Hoffmann und Kilian Kraft über zwei ehemalige Zweitligaspieler des ThSV Eisenach. Der Rest des Teams ist allerdings ein unbeschriebenes Blatt. Mit Ausnahme von Frank Grohmann. Der Halbrechte hat bisher 91 Saisontreffer erzielt; dem Verfasser ist der 22-Jährige aber vor allem in Erinnerung, weil er – insbesondere gegen Gensungen – so oft vom Parkett flog. Allerdings scheint sich bei dem Linkshänder eine Entwicklung vollzogen zu haben; in der aktuellen Spielzeit sah Grohmann lediglich einmal die rote Karte und bekam acht Zeitstrafen. Zum Vergleich sei erwähnt: Unfairster Akteur der Spielklasse ist Pirnas Torsten Schneider, der bisher 39 Zeitstrafen bekam, und ganze fünf Mal die rote Karte sah.

Soviel zum Gegner. Es bleibt ein wenig Raum, um einige Worte zur Gensunger Mannschaft zu verlieren. Seit nunmehr acht Spielen sind die Edertaler ohne Sieg, dabei zeigten sie in den Spielen gegen Münden und Rimpar gute Ansätze. Der frische Wind des Trainerwechsels, er scheint wirkungslos verpufft. Das Restprogramm der Edertaler ist schwierig. Neben Bernburg treten noch Cottbus, Elbflorenz und Coburg die Reise nach Gensungen an, während die Kauffeld-Sieben noch in Pohlheim, Bad Neustadt, Aschersleben und Auerbach vorstellig werden muss. Keine leichten Aufgaben. Die nötigen Punkte zum Klassenerhalt werden die Edertaler in eigener Halle holen müssen. Die Partie gegen Pohlheim, das nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt hat, sollten die Edertaler allerdings für sich entscheiden. Es ist ein Schlüsselspiel.

Die Situation in Gensungen ist aber nicht nur auf Grund des Restprogrammes schwierig. Man mag gerne die personelle Situation anführen. Mit Julius, Schanze, Ober und Torhüter Lauterbach fehlten und fehlen natürlich Spieler, die vor der Saison zu den festen Stützen des Gensunger Teams zählten. Allerdings kann es einem als Anhänger des Teams schon ärgern, wenn man nach der deutlichen „Klatsche“ in Magdeburg auch noch in der Zeitung liest, wie Trainer Kauffeld feststellen muss: „Uns fehlte die Leidenschaft.“ Die HNA spricht in ihrer Montagsausgabe noch zurückhalten von einem „Rückschritt im Abstiegskampf“, dabei kann einem dieser Satz die Zornesröte ins Gesicht treiben; ist Leidenschaft doch ein zentrales, wenn nicht „das“ zentrale Element des Abstiegskampfes. Unabhängig vom eigenen Potential ist Leidenschaft etwas, das jeder Akteur in gleichem Maße geben kann. Man denke nur an das bekannte Sprichwort, dass großer Einsatz Berge versetzen kann. Die Sportgeschichte kennt dafür unzählige Beispiele, die Rettung der Frankfurter Eintracht in einem dramatischen Saisonfinale unter dem legendären Trainer Jörg Berger im Jahre 1999 ist sicher eines der eindrucksvollsten. Verzeihen Sie mir diesen kurzen, sporthistorischen Ausflug in die Welt des Fußballs, aber er passt so wunderbar. „Ich bin optimistisch, ich bin ein Kämpfer“ hatte Berger einst über sich gesagt. Und so wollen wir es mit unserer HSG auch halten. In der Hoffnung, dass sich das Team für den Klassenerhalt aufopfern wird.

Hoffentlich bleibt so ein Saisonfinale den Edertalern beim ebenfalls Abstiegsbedrohten SV Auerbach erspart. Dazu sollten aber alle Spieler den Ernst der Lage begriffen haben. Sonst droht dem einstigen Zweitligisten der nächste Abstieg. Die Situation ist ernst, die Luft wird dünner. In Gensungen muss man den Schalter langsam umlegen – bevor es zu spät ist. (Marcel Glaser) 



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