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SPD: Hausarztberuf muss gestärkt werden

Schwalm-Eder. Auf der jüngsten Sitzung des Unterbezirksvorstands der SPD Schwalm-Eder war die hausärztliche Versorgung im Schwalm-Eder-Kreis das alles beherrschende Thema. „Hausärzte kennen und versorgen ihre Patienten über lange Zeiträume hinweg. Über 95 Prozent unserer Gesundheitsausgaben werden für die Behandlung und Heilung von Krankheiten aufgewandt. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Zahl chronisch Kranker muss die Vorbeugemedizin weiter gestärkt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass 80 Prozent aller Krankheitsfälle durch eine bessere Vorbeugung gelindert oder sogar vermieden werden könnten“, erläutert der Gesundheitsexperte Dr. Edgar Franke. Nur durch eine Stärkung der Hausärzte könne die Vorbeugemedizin verbessert werden, führte der Bundestagsabgeordnete weiter aus.

Der Kreisvorstand hat einstimmig beschlossen, dass die SPD Schwalm Eder an die Kassenärztliche Vereinigung und auch an die politischen Verantwortlichen in Hessen und im Bund appelliert, die hausärztliche Versorgung des ländlichen Raums mit derzeit 118 Ärzten auch für die Zukunft sicherzustellen. In den nächsten zehn bis 20 Jahren würden knapp die Hälfte der Hausärzte in den Ruhestand gehen. Insofern bestehe vor allem im südlichen Schwalm-Eder-Kreis erheblicher Handlungsbedarf.
Dazu müsse die Bedarfsplanung kleinräumiger an den wirklichen ambulanten medizinischen Notwendigkeiten ausgerichtet werden. Außerdem müsse eine stärkere Kooperation von niedergelassenen Ärzten mit den Kliniken, also eine deutlich stärkere Vernetzung zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor endlich erreicht werden.

„Der Bereitschaftsdienst ist eine große Belastung der Hausärzte und erschwert die Neubesitzung der Arztsitze im ländlichen Raum“, berichtet der erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker. Daher müsse ernsthaft erwogen werden, die Krankenhäuser auch am Wochenende für die ambulante Versorgung zu öffnen oder zumindest die Bereitschaftsdienstzentralen an den Krankenhäusern anzusiedeln.

Eine bessere Bedarfsplanung allein schafft keine bessere Versorgung, war sich der Kreisvorstand sicher. Der Hausarztberuf müsse aufgewertet werden, damit junge Mediziner diesen Beruf ergreifen. Deshalb werde eine Honorarregelung für Ärzte benötigt, die sowohl die sogenannte sprechende Medizin als auch die Hausärzte insgesamt aufwerte und eine Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleiste. (red)



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