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Neupärtl: Nicht hinnehmbare Verkehrsbelastung im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis

Landrat Frank-Martin Neupärtl. Foto: Archiv/nhSchwalm-Eder. Die fast sieben Kilometer lange Baustelle „Helterbachtalbrücke“ zwischen den Anschlussstellen Melsungen und Guxhagen auf der A7 stellt seit ihrer Einrichtung einen permanenten Unfallpunkt dar, häufige Vollsperrungen dieses Teilabschnitts sind die Folge.  Deshalb weicht sowohl der Pkw- als auch der Lkw-Verkehr auf das Straßennetz rund um die Autobahn aus. Für die Menschen in den Kommunen Guxhagen, Malsfeld, Melsungen, Felsberg und Homberg bedeutet dies eine unerträgliche Belastung. Dies ist für Landrat Frank-Martin Neupärtl nicht länger hinnehmbar.

Das Bundes- und Landesstraßennetz im Schwalm-Eder-Kreis ist bereits ohne den Autobahnverkehr nahezu an seinen Belastungsgrenzen angelangt. Durch die Lkw und Pkw von der Autobahn kommt der Verkehr hier regelmäßig zum Erliegen. Für die Anwohner längs der Durchgangsstraßen bedeutet dies seit Wochen immense Lärmbelästigungen und erhebliche Verkehrsbehinderungen, zumal  Ortsumgehungen nicht überall vorhanden sind. Auch sind dauerhafte Schädigungen des untergeordneten Straßennetzes durch den massiven Schwerverkehr zu erwarten.

Die Autobahnpolizei Baunatal rechnet bis Mitte November mit rund 250 Unfällen. Landrat Neupärtl hat daher das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung zum umgehenden Handeln aufgefordert, damit diese Unfallzahlen keine Realität werden.

Die jetzige Verkehrsführung in der Baustelle sorgt bei Unfällen auf der Autobahn für Engpässe bei den Fahrzeugen von Rettungsdienst und Feuerwehr. Bei Vollsperrungen auf der Autobahn sind häufig auch die Rettungswege in den angrenzenden Kommunen derart blockiert, dass eine Einhaltung der vorgeschriebenen Hilfsfristen nicht gewährleistet ist.

Durch den unmittelbar bevorstehenden Beginn der Ferienzeit steigt die Gefahr weiterer schwerer Unfälle zusätzlich an. Die zuständigen Behörden haben eine Verpflichtung, dem Verkehrsteilnehmer eine sichere Verkehrsteilnahme zu gewährleisten. Sofortige Maßnahmen sind daher unumgänglich.

Um den Verkehr im Bedarfsfall besser leiten zu können, haben die Bürgermeister der betroffenen Kommunen, die Vertreter der zuständigen Polizeistationen, Hessen Mobil und der Straßenverkehrsbehörde des Kreises in einem ersten Schritt vereinbart, die Ausweichstrecken hinsichtlich der Beschilderung zu überprüfen. Insbesondere soll der Schwerverkehr auf mögliche Engstellen wie Viadukte und Kreisel hingewiesen werden. (red)



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