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Auf Traumstart folgt Albtraum – MT in Lübbecke deklassiert

malte-schroeder130902Lübbecke/Melsungen. Auf den Traumstart am Mittwoch in Kassel folgte vier Tage später der Albtraum in Lübbecke. Nach dem fulminanten 28:23-Heimsieg gegen die Füchse Berlin erlebte die MT Melsungen am Sonntag in Ostwestfalen geradezu ein Debakel. Die Mannschaft von Trainer Michael Roth fing sich nach einem 8:17-Halbzeitrückstand eine deftige 22:32-Klatsche ein. Beste Torschützen vor 1.910 Zuschauern in der Merkur-Arena für die MT waren Michael Allendorf und der Ex-Lübbecker Malte Schröder mit jeweils fünf Treffern, für die Gastgeber waren Dennis Wilke (8) und der Ex-Melsunger Jens Schöngarth (7) am erfolgreichsten.

Der TuS N-Lübbecke, für den dieses Spiel der Saisonauftakt bedeutete, nahm vom Anpfiff an das Heft in die Hand. Nach einem kurzen Abtasten setzte der frühere Melsunger Jens Schöngarth in der 3. Minute den ersten Treffer, kurz darf markierte Arne Niemeyer das 2:0. Es sollte fast bis zur 6. Minute dauern, ehe Felix Danner nach einem Zuspiel von Philipp Müller den Knoten für die MT platzen ließ. Während die hellwachen Lübbecker zusehends wirbelten und Tor um Tor erzielten – allein Linksaußen Remer war in der Anfangsviertelstunde drei Mal erfolgreich – mühten sich die MT-Cracks dran zu bleiben. Ohne Erfolg allerdings, wie der Zwischenstand von 7:2 nach gut zehn Minuten deutlich macht.

Anteil daran hatte nicht zuletzt TuS-Schlussmann Blazicko und dessen Vorderleute, die u.a. Würfe von den Müller-Brüdern und von Sellin zunichte machten. Auf der anderen Seite bekam Appelgren – gegen Berlin noch Vater des Triumphes – keine Hand an den Ball. Logische Konsequenz: Trainer Roth beorderte mit Sandström einen frischen Mann zwischen die Pfosten. Aber auch der konnte das Blatt nicht wenden. Die Gastgeber zogen über 10:3 (15. Min.) und 12:5 (20.) auf und davon. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff stellte Niemeyer mit einem Distanzwurf aus der Mitte erstmalig einen Zehn-Tore-Abstand her (17:7). Weil im Gegenzug Stenbäcken traf und der wieder zurück gekommene Appelgren einen Schöngarth-Wurf vereitelte, ging es mit 17:8 in die Pause.

Die zweite Halbzeit war nahezu eine Doublette der ersten. Die MT erwischte durch einen Treffer von Allendorf nach guter Vorarbeit seines Pendants auf rechts, Sellin, zwar den besseren Einstieg, aber die Ostwestfalen beeindruckte dies nicht. Mit dem 21:11 in der 37. Minute war der alte Abstand wieder hergestellt. Diesem Rückstand liefen Vuckovic & Co. in der Folge ständig hinterher. Und das auch, weil es schlichtweg an Toren mangelte. So ging aus dem Rückraum fast nur noch von Malte Schröder echte Gefahr aus. Der Linkshänder markierte an seiner alten Wirkungsstätte in der zweiten Spielhälfte vier seiner fünf Tore.

Aber selbst als die MT dadurch knapp sieben Minuten vor Schluss auf sieben verkürzen konnte (27:20), machte sich keine ernsthafte Hoffnung mehr breit, die Partie noch kippen zu können. Dafür war das Lübbecker Übergewicht an diesem Tage einfach zu deutlich. Den Beuchler-Schützlingen gelang beinahe alles, den MT-Cracks jedoch fast nichts. Trainer Roth hatte zwischenzeitlich mit Umstellungen der Abwehrformation versucht, nochmal neue Impulse zu setzen, aber der Gegner war mit einer 5:1-Variante ebensowenig zu stoppen, wie mit der noch etwas offensiveren 4:2-Aufstellung.

So geht das Endergebnis von 23:22 für die an diesem Abend in allen Belangen klar besseren Gastgeber vollauf in Ordnung. Die MT indes ist nach dem tollen Aufgalopp zuhause gegen Berlin in Lübbecke arg gestolpert. Nun gilt es sich schon am Mittwoch, im Heimspiel gegen Gummersbach (20.15 Uhr, Rothenbach-Halle Kassel), wieder aufzurappeln. (Bernd Kaiser) 

MT-Stimmen zum Spiel

Trainer Michael Roth: Wir sind heute hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. So etwas passiert im Sport. Wichtig ist nur, dass wir daraus die richtigen Lehren zieht. Vielleicht war ja der Gedanke in den Köpfen, dass es nach dem Sieg gegen Berlin heute in Lübbecke einfach so weiter gehen würde. Keine Frage, über ein solches Spiel muss man intern reden, es analysieren und die entsprechenden Schlüsse ziehen. Fakt ist, wir haben gegen die heute sehr starke Lübbecker Mannschaft zu Recht verloren, da gibt es nichts zu beschönigen. Aber ein gutes Team steckt eine solche Niederlage schnell weg und steht wieder auf. Das ist unser Ziel für das nächste Spiel am Mittwoch. Schon nach dem Sieg gegen Berlin habe ich gesagt, wir dürfen jetzt nicht schon, nach nur einem gewonnen Spiel, in Euphorie verfallen, genauso wenig, wie wir nach einer Niederlage im Frust versinken dürfen. Gegen Gummersbach wird sich zeigen, was wir aus dem Spiel in Lübbecke gelernt haben.

Vorstand Axel Geerken: Die alte Weisheit, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann, und dass sich keiner zu sicher sein darf, hat sich für uns heute leider in negativer Weise bestätigt. Alles was noch im ersten Saisonspiel gegen Berlin geklappt hat, ist heute misslungen. Wir hatten keine Abwehr, keine Torhüter und eine hohe Unsicherheit im Angriff. Wir sind alle ziemlich enttäuscht. Warum das so gelaufen ist, kann ich nicht erklären. Bekanntlich werden Spiele ja nicht zuletzt im Kopf entschieden, sowohl in die eine, wie auch in die andere Richtung. Wenn also die Mannschaft nach dem Sieg gegen Berlin gedacht hat, ihr könne in Lübbecke nichts passieren, hat sie sich eindeutig geirrt. Ich bin gespannt darauf, wie sie sich am Mittwoch gegen Gummersbach präsentiert und ob die Umkehr gelingt. Dann werden wir womöglich auch wissen, ob die Niederlage in Lübbecke ein Warnschuss zur rechten Zeit war.

TuS N-Lübbecke – MT Melsungen 32:22 (17:8)

TuS: Blazicko (13/1 Paraden), Semisch – Gustafsson, Løke, Vukovic (2), Wilke (8/6), Langhans, Tauabo, Pajovic (2), Niewrzawa, Schubert (2), Niemeyer (6), Schöngarth (7), Remer (5) – Trainer Beuchler.

MT: Appelgren (5 Paraden), Sandström (1 Paraden) – Stenbäcken (4), Mansson, Sellin (1), Kubes, Fahlgren (1), Schröder (5), Hildebrand (n.e.), Danner (2), Müller P. (2), Zufelde, Allendorf (5), Vuckovic, Müller M. (2) – Trainer Roth.

Siebenmeter: 6/6 – 1/0 (Allendorf scheitert an Blazicko (25.)

Strafminuten: 10 Min. – 8 Min. (Gustafsson (6./28./55.), Pajovic (16.), Schöngarth (33.) — M. Müller (4.), Danner (12.), Vuckovic (35.), P. Müller (55.).

Disqualifikation: Philipp Müller (55. nach Foulspiel) – Gustafsson (55. nach 3. Zeitstrafe).

Schiedsrichter: Fabian Baumgart und Sascha Wild (Berlin).

Zuschauer: 1.910, Merkur-Arena Lübbecke.

Spielfilm: 1:0 (2.), 2:0 (4.), 2:1 (6.), 4:1 (8.), 5:2 (10.), 7:2 (11.), 9:3 (13.), 11:4 (16.), 11:5 (20.), 12:6 (22.), 14:6 (25.), 15:7 (27.), 17:7 (29.), 17:8 (HZ), 18:9 (32.), 19:11 (35.), 21:11 (37.), 22:12 (38.), 23:13 (42.), 25:15 (45.), 27:17 (48.), 27:18 (50.), 27:19 (52.), 28:20 (55.), 30:20 (57.), 32:22 (59.), 32:22 (EN)



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