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30:32 – MT unterliegt Gummersbach

mt130905Kassel/Melsungen. Nur drei Tage nach dem Debakel in Nettelstedt setzte es für die MT Melsungen den nächsten Dämpfer. Beim 30:32 (13:14) vor 2.235 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle blieb das Team von Trainer Michael Roth erneut den Nachweis schuldig, schon bereit zu sein für den Kampf um einen einstelligen Tabellenplatz. Auch 14 Tore von Johannes Sellin reichten nicht, den Gast zu besiegen, bei dem Barna Putics als bester Schütze neun Treffer dagegen setzte.

Wie schon gegen Berlin erwischten die Hausherren keinen guten Beginn. Gleich der erste Angriff endete im passiven Spiel und einem Notwurf von Michael Müller, der für Carsten Lichtlein im Gästetor kein Problem darstellte. Den zweiten Versuch setzte Philipp Müller glatt über das Gehäuse, bevor ein Anspiel von Patrik Fahlgren auf Felix Danner völlig misslang. Ganz anders die Oberbergischen. Joakim Larsson setzte sich geschickt am Kreis ab, bekam den Ball mustergültig von Barna Putics zugespielt und ließ Mikael Appelgren keine Abwehrchance. Aus der zweiten Reihe zeigte Putics dann selbst seine Wurfkraft – 0:2, der Fehlstart war wieder da.

Ebenfalls wie gegen die Füchse war es wieder ein Siebenmeter zum 1:2, der die MT-Fans erstmals jubeln ließ, verwandelt von Johannes Sellin. Ein Treffer aber ohne große Wirkung, wie sich schnell zeigte. Das Melsunger Spiel blieb fehleranfällig und ermöglichte es Gummersbach, eine knappe Führung zu halten. Weiter absetzen konnten sie sich aber auch nicht, weil Mikael Appelgren besser ins Spiel fand. Und so entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Duell, dem es über weite Strecken allerdings auf beiden Seiten an spielerischer Klasse fehlte.

Und in dem die Gastgeber selbst aus drei Überzahlsituationen kein Kapital schlagen konnten. Zu allem Überfluss vergaben Johannes Sellin und Michael Allendorf auch noch je einen Siebenmeter gegen Carsten Lichtlein. Was angesichts des stets knappen Gummersbacher Vorteils zwar bedeutete, dass die Nordhessen den ansehnlicheren Handball spielten, aber im Abschluss mangelte es. Eine Disziplin, in der sich der VfL als klar besser präsentierte und dem entsprechend den Vorteil mit in die Pause nahm. Wie auch eine Überzahl, denn Felix Danner kassierte eine doppelte Bankstrafe, weil er nach seiner Hinausstellung noch diskutierte.

Die Gummersbacher vermochten aus diesem Startvorteil in die zweite Hälfte auch kein Kapital zu schlagen. Zwar traf Florian von Gruchalla, aber mit nur vier Spielern auf dem Parkett antwortete Mannschaftskapitän Nenad Vuckovic sofort mit dem Anschluss. Dem kurz darauf Jonathan Stenbäcken sogar den Ausgleich folgen ließ. Das Melsunger Spiel wirkte mit Nenad Vuckovic und Jonathan Stenbäcken druckvoller als zuvor. Wie insgesamt die Mannschaft wesentlich aufmerksamer war. Den besten Beleg dafür lieferte wieder Sellin, der sich einen Ball aus dem Gummersbacher Kombinationsspiel pflückte und den daraus resultierenden Tempogegenstoß selbst zum 17:16, der ersten Hausherren-Führung des Abends, abschloss.

Endlich schienen die Bartenwetzer voll im Spiel und auf einem guten Weg zum zweiten Saisonsieg. Der nächste gewonnene Ball in der Defensive, der nächste Gegenstoß von Vuckovic, die erste Führung mit mehr als einem Tor – 19:17 (40.). Doch die Freude währte nur kurz. Malte Schröder musste für zwei Minuten runter, Putics glich mit einem Doppelschlag aus. Nur fünf Minuten später die gleiche Situation: Melsungen mit zwei vor, Gummersbach schlägt entsprechend zurück. Und nicht nur das, sondern ging durch einen Tempogegenstoß über Raul Santos sogar in Führung. Was wiederum Johannes Sellin auf den Plan rief, der zwei Konter am mittlerweile eingewechselten Borko Ristovski vorbei ins Netz setzte.

Doch Gummersbach holte sich den Vorteil zurück. Vor allem Barna Putics drehte mächtig auf und erzielte drei Treffer in Folge zum 26:28 (55.). Im Spiel blieb die MT aber durch den ebenfalls glänzend disponierten Jonathan Stenbäcken, der sich ein ums andere Mal durch die blaue Deckungsreihe schlängelte und einnetzte. Letztlich vergebens, weil die Gäste hochkonzentriert blieben. Was Stenbäcken und Sellin vorn versenkten, gab die ganz und gar nicht sattelfeste Abwehr hinten wieder her. Auch von den Torhütern kam in dieser Phase keine Hilfe mehr. Und die Umstellung auf eine 5:1-Formation mit Michael Allendorf auf vorgezogener Position verpuffte. Michal Kopco brachte den Ball mit viel Glück am zurückgekehrten Appelgren vorbei zum 30:32, Malte Schröder scheiterte an Borko Ristovski. Die nüchterne Wirklichkeit hat die MT nach dem begeisternden Auftakterfolg gegen die Füchse wieder eingeholt. (Bernd Kaiser) 

Stimmen zum Spiel

Michael Roth: Gummersbach hat als Auswärtsmannschaft heute verdient gewonnen. Es war klar, dass wir nach der herben Niederlage in Nettelstedt über den Kampf ins Spiel kommen mussten. Aber was wir über 60 Minuten abgeliefert haben war in fast allen Mannschaftsteilen nur Krampf. Einige Leistungsträger waren Ausfälle. Als wir nach dem Wechsel trotzdem rangekommen waren, fielen uns die Torhüter aus und brachten in den letzten 15 Minuten keine Hand mehr an den Ball. Da sieht man, wie es kommen kann: letzte Woche war noch alles prima, dann kam der Rückschlag in Nettelstedt, und heute haben wir es nicht geschafft, das Spiel gegen den VfL noch zu drehen und naivste Fehler gemacht. Jetzt müssen wir versuchen, die Blockade gegen Emsdetten zu lösen und in Lemgo nachzulegen, um Schadensbegrenzung zu betreiben.

Emir Kurtagic: Zu diesem Spiel gäbe es eine Menge zu sagen. Es war eine Partie mit ganz vielen Höhen und Tiefen – auf beiden Seiten. Wir haben am Ende gewonnen, weil wir unsere Leistung über die komplette Spielzeit abrufen konnten. In der ersten Halbzeit haben wir unsere Angriffe lang ausgespielt und in Carsten Lichtlein einen guten Rückhalt gehabt. Nach dem Wechsel kam Melsungen zwar zurück und konnte sogar mehrfach in Führung gehen, aber im Gegensatz zur Partie in Lemgo hatten wir diesmal das Happy End für uns.

Statistik

MT Melsungen: Appelgren (6 Paraden / 17 Gegentore), Sandström (5 P. / 15 G.); Stenbäcken (7), Mansson, Sellin (14/6), Kubes, Fahlgren (2), Schröder, Hildebrand, Danner (2), P. Müller, Zufelde, Allendorf, Vuckovic (3), M. Müller (2)

VfL Gummersbach: Ristovski (3 P. / 10 G.), Lichtlein (9 P. / 20 G.); Schröter, Mladenovic, Kopco (4), Putics (9/1), J. Larsson (2), Heyme, F. Larsson (2), Gaubatz, von Gruchalla (6), Bult (4), Schröder, Santos (5)

SR: Nils Blümel (Berlin) / Jörg Loppaschewski (Berlin)

Zeitstrafen: 4 – 4 (2x 2 Min. Danner, 30:00; Kubes, 37:06; Schröder, 40:20 – J. Larsson, 9:48; F. Larsson, 20:34; Schröder, 29:36; Kopco, 22:16)

Strafwürfe: 8/6 – 1/1 (Sellin scheitert an Lichtlein, 16:35 Min.; Allendorf scheitert an Lichtlein, 19:22 Min.)

Zuschauer: 2.235 in der Rothenbach-Halle, Kassel

Spielfilm:0:2 (3.), 1:2 (6.), 3:3 (9.), 5:5 (12.), 6:8 (15.), 8:9 (18.), 9:10 (21.), 10:10 (24.), 10:12 (27.), 13:14 (HZ), 13:15 (31.), 16:16 (36.), 17:17 (39.), 19:19 (43.), 21:19 (45.), 22:23 (48.), 24:23 (51.), 26:27 (54.), 27:29 (57.), 29:31 (59.), 30:31 (60.), 30:32 (60.), 30:32 (EN)



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