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9.000 Besucher bei den 21. Hephata-Festtagen

Marianne und Michael auf den 21. Hephata-Festtagen. Foto: Artur WorobiowSchwalmstadt. „Wann fangt denn endlich d’Musi an?“ Marianne und Michael sangen mit ihrem Einstiegslied den rund 1.200 Fans im und um das große Festzelt der Hephata-Festtage aus dem Herzen. Das Volksmusik-Duo hatte die Schirmherrschaft und damit auch das Abschlusskonzert der 21. Hephata-Festtage übernommen. Ihr Live-Benefiz-Konzert am Sonntagnachmittag war einer der Höhepunkte des zweitägigen Festes auf dem Hephata-Stammgelände in Schwalmstadt-Treysa.

Das große Festzelt auf dem Hephata-Gelände war schnell voll besetzt, die Fans standen bis auf den Festplatz, um Marianne und Michael zu sehen und zu hören. Das Duo, das seit 1973 privat und auf der Bühne zusammen ist, präsentierte eine gute Stunde lang bekannte und neue Lieder. Da durften nachdenkliche Klassiker wie „Die Zeit der Gummibärchen“ und „Du warst, Du bist, Du bleibst“ genauso wenig fehlen wie die Stimmungsmacher „Der Bua passt nur in d’Lederhos‘n nei“ und „Germany is schee“. Aus letzterem Stück machten Marianne und Michael kurzer Hand ein „Hessen is schee“ und hatten damit ihr Publikum voll auf ihrer Seite. Eine Polonaise durch das gesamt Festzelt war der Höhepunkt des Konzerts, an das sich eine Autogrammstunde anschloss.

Landespfarrer Horst Rühl, Hephata-Direktorin Pfarrerin Barbara Eschen, Thomas Bade, Hephata-Direktor Pfarrer Peter Göbel-Braun und Hephata-Direktor Klaus Dieter Horchem (von links). Foto: nhInsofern glichen sich die Bilder des frühen Sonntagabends mit denen des späten Samstagabends. Denn den Abend vor Marianne und Michael war Newcomer Roman Lob im großen Festzelt aufgetreten. Auch wenn Marianne und Michael Volksmusik und Roman Lob Pop präsentierten, war die Begeisterung der Fans bei beiden Konzerten ähnlich groß. Insgesamt wollten rund 1100 Menschen am Samstagabend Roman Lob und seine fünfköpfige Band hören. Roman Lob ist seit seiner Teilnahme für Deutschland am Eurovision Song Contest 2012 in Baku bekannt. Für „Standing Still“, mit dem er in Baku Platz acht belegte, hat der 23-Jährige in diesem Jahr den Radio-Echo bekommen.“ Auch Lob kam nach anderthalb Stunden Konzert und 16 gespielten Titeln nicht so einfach von der Bühne. Nachdem er Hits wie „Changes“, „Call out the sun“, „Boy and his guitar” und „Standing Still“ aneinander gereiht hatte, wollten mehr als 200 Fans noch gerne ein Autogramm oder ein Foto von ihm ergattern. Und Roman Lob kam mit dem Schreiben der Karten gar nicht nach.

Doch nicht nur musikalisch, auch wissenschaftlich ging es bei den Hephata-Festtagen zu. Die Auftaktveranstaltung am Samstagmorgen im Hephata-Kirchsaal hatte Thomas Bade unter dem Motto „Universal Design? Machen wir es unsichtbar“ gestaltet. Thomas Bade ist Gründungsmitglied des „transdiziplinären Vereins Universal Design Germany“ und Geschäftsführer der IF-Universal Design Service GmbH. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Produkte, Dienstleistungen und Architektur so zu beeinflussen, dass diese von allen Menschen genutzt werden können. Dabei stützt er sich genauso auf eine wissenschaftliche Begleitung als auch auf Erfahrungswerte. In seinem, wie Bade sagte, „erstem Berufsleben“, war er Heilerziehungspfleger, studierte anschließend Sozialwesen, bevor er sich dem Universal Design zuwandte. Bade griff mit seinem Vortrag das Jahresmotto Hephatas: „MitMenschen aktiv – unbehindert leben“ auf, in dem er viele kleine Alltagsdinge vorstellte, die dank ihres Universal Designs von vielen Menschen nutzbar und somit barrierefrei sind. Im Gepäck hatte Bade neben seinem Vortrag viele Anschauungsobjekte. Beispielsweise Vorratsdosen aus Plastik, die sich mit einer Hand öffnen lassen. Einen Essteller, dessen Boden so konzipiert ist, dass sich Suppe oder Soße in einer kleinen Mulde zum einfacheren Löffeln sammelt. Oder der Stecker, der sich dank eines verlängerten Griffs viel leichter aus der Steckdose ziehen lässt. Rund 110 Zuhörer waren in den Hephata-Kirchsaal gekommen, um Bade zu hören. Viele von ihnen probierten die Alltagsgegenstände gleich auch begeistert aus.

Probieren, einander näher kommen – das kann generell als ein Motto der Hephata-Festtage gelten. Mit mehr als 120 Ständen, an denen es kreative und handwerkliche Kleinigkeiten zu kaufen gab, mit vier Bühnen, auf denen Bands, Chöre, Entertainer, Comedians und Zauberer standen sowie mit vielen Bewegungs- und Spielangeboten für Kinder und Jugendliche boten die Hephata-Festtage ein Erlebnis für die ganze Familie. (me)



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