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Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft trafen sich zum Austausch in der IHK

Hoch- und Fachhochschulen: Standortfragen diskutiert

ihk131115Kassel. Repräsentanten aus Wissenschaft und Wirtschaft haben während eines Expertengesprächs im November über die Standorte von Hoch- und Fachhochschulen in peripheren Räumen diskutiert. Der Austausch fand in der IHK Kassel-Marburg statt. „Die Herausforderung für die Zukunft liegt vor allem darin, den Kontakt der Hoch- und Fachhochschulen gerade zu den mittelständischen Unternehmern zu intensivieren und nachhaltige Netzwerke aufzubauen“, fasst Ulrich Spengler, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, ein Ergebnis zusammen.

Als Experten vor Ort waren Dr. Oliver Fromm (Geschäftsführer UniKasselTransfer, UNIKIMS Management School GmbH, Science Park Kassel GmbH), Prof. Dr. Harald Danne, (Leitender Direktor des ZDH, Technische Hochschule Mittelhessen, Campus Wetzlar), Klaus Gantner (Geschäftsleitung Viessmann Werke, Allendorf/Eder), Dirk Trompeter (Geschäftsführer horizont group gmbh, Korbach), Dr. Harald Bommhardt (Geschäftsführer Gebrüder Bommhardt, Bauunternehmung, Holz und Baustoffhandlung GmbH & Co.KG, Waldkappel-Bischhausen), Axel Mensch (Senior Manager Human Resources, GLS Germany GmbH & Co. OHG), Dr. Christian Berthold (CHE Consult GmbH, Berlin) sowie Christine Neumann und Ulrich Spengler (beide IHK).

„Die Nähe zu Universitäten und Fachhochschulen ist für viele Unternehmen ein wichtiges Standortargument, wenn es darum geht, neue Fachkräfte zu gewinnen“, erläutert Spengler. Nordhessen sei jedoch in weiten Teilen stark ländlich geprägt und die räumliche Entfernung der Unternehmen zu den Hochschulen dadurch oft groß. Universitätsstandorte fänden sich in den Oberzentren Kassel und Marburg sowie eine Außenstelle in Witzenhausen. Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) biete an drei Außenstellen in Nordhessen ein Duales Studium an: das sogenannte Studium Plus.

Die Unternehmensvertreter berichteten über ihre Erfahrungen mit dem dualen Studium. Durch den starken Praxisbezug sei dieses auch für junge Menschen eine Option, wenn ein Hochschulstudium nicht in Frage komme. Trotz der demografischen Entwicklung und der sinkenden Zahl an Jugendlichen nimmt die Studienneigung der Schulabgänger laut Experten beständig zu.

Die Repräsentanten aus der regionalen Wirtschaft stimmten überein, dass statt neuer Hochschulstandorte eher ein besseres Netzwerk aufgebaut und bestehende Möglichkeiten besser vermarktet werden sollten. Das Angebot der Hoch- und Fachhochschulen solle sich direkter nach dem Bedarf der regionalen Unternehmen richten. Dafür sei ein guter Informationsfluss notwendig.

Prof. Dr. Harald Danne (THM) wies darauf hin, dass die Bildungslandschaft sich aktuell im Umbruch befinde. Statt der Gründung neuer Hochschulen konzentriert sich die THM auf mögliche neue Standorte für eine Außenstelle der bestehenden Hochschule. Diese Standorte würden rein nachfrageorientiert ausgewählt und die Studiengänge direkt an die Bedürfnisse der dort ansässigen Unternehmen angepasst. Eventuell solle eine weitere Außenstelle in der Region eröffnet werden.

Die Universität Kassel arbeitet hinsichtlich des Angebots ebenfalls daran, sich nach dem Bedarf der regionalen Unternehmen zu richten, berichtete Dr. Oliver Fromm. So wurde vor Kurzem ein neuer Studienfachschwerpunkt Gießereitechnik in Kooperation mit einem Unternehmen ins Leben gerufen. Fromm betonte, dass für Kooperationen wie das duale Studium ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Hochschule und Unternehmen wichtig sei, was über Jahre wachsen müsse. (red)

Bildunterschrift:
Der Bedarf der Unternehmen spielt eine wichtige Rolle: (von links) Christine Neumann (IHK), Klaus Gantner (Viessmann), Axel Mensch (GLS), Prof. Dr. Harald Danne (THM), Ulrich Spengler (IHK), Dr. Harald Bommhardt (Gebr. Bommhardt), Dr. Christian Berthold (CHE Consult), Dirk Trompeter (horizont group) und Dr. Oliver Fromm (Universität Kassel) vor der Diskussion.



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