Startseite


Ihre Werbung hier!

Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Hephata engagiert sich für neues Projekt

rumaenienhilfe-hephata140205Schwalmstadt-Treysa. Hephata engagiert sich seit diesem Jahr in einem neuen Hilfsprojekt in Rumänien. Dieses wird von Diakon und Erzieher Jörg Georgi (42) geleitet und ist in Trägerschaft des gemeinnützigen Vereins „Johannes Falk Rumänien“. Das Projekt fördert Menschen mit Behinderungen. Jörg Georgi kam eigentlich nur für sein Anerkennungsjahr nach Rumänien. Er arbeitete zunächst in einem staatlichen Kinderheim in Ineu. Mittlerweile lebt und arbeitet der 42-Jährige seit 18 Jahren in Rumänien, ist mit einer Rumänien verheiratet, Vater eines 16-jährigen Sohnes und hat sich der Integration von Menschen mit Behinderungen verschrieben.

„Während meines Anerkennungsjahres bin ich schnell an Grenzen gestoßen. ,So ist es halt in Rumänien‘, habe oftmals die Antwort gelautet, wenn es um Veränderungen gehen sollte. Georgi wurde schnell klar, dass der Großteil der insgesamt 600 Bewohner des staatlichen Kinderheims Kinder mit Behinderungen waren, die dort „einfach verwahrt“ wurden. „Eine Differenzierung gab es nicht. Keine Integration oder Teilhabe, keine Förderung oder Beschäftigung.“ Noch schlechter sei es dann geworden, wenn die Bewohner mit Erreichen der Volljährigkeit ganz aus dem staatlichen Hilfssystem fielen: Sie mussten das Heim verlassen, ohne weitere Hilfen angeboten zu bekommen. Deswegen gründete Georgi 2004 mit den Partnern Diakonische Brüder- und Schwesternschaft Johannes Falk Eisenach, Diakonisches Bildungsinstituts Johannes Falk Eisenach, Diako gGmbH Westthüringen, Kolpingwerk Erfurt und Aktion Mensch den gemeinnützigen Verein „Johannes Falk Rumänien“.

Der Verein unterhält mehrere Hilfsprojekte für erwachsene Menschen mit Behinderungen in Ineu: ein Integrationszentrum, Arbeit und Begleitung,  eine Integrationsfirma, eine mobile Schule und ambulantes Wohnen mit Betreuung. Eine staatliche Förderung gibt es dafür nicht.

Das Integrationszentrum ist seit 2012 die zentrale Anlaufstelle des Vereins. Außerdem werden hier Klienten auf einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt vorbereitet. Das Zentrum hat eine eigene kleine Holzwerkstatt, einen Nähraum, ein Gewächshaus und eine Plastikteilmontage. Hier arbeiten zwölf Menschen mit Behinderungen. Weitere 36 Klienten werden von hier aus in ihren sozialversicherungspflichtig-en Arbeitsplätzen auf dem ersten Arbeitsmarkt betreut. Hinzu kommt  die eigene Integrationsfirma „Falk & Friends“, die sich noch im Aufbau befindet und vor allem Reinigungsdienste für Firmen und Schulungen anbieten wird. Der letzte Baustein ist das ambulante Wohnen für zwölf Menschen mit Behinderungen. Diese leben in sechs über den Verein angemieteten Wohnungen und werden ambulant begleitet. Eine erste eigene Wohnung konnte der Verein im vergangenen September kaufen, die nach der Renovierung für das ambulante Wohnen genutzt werden soll. Und genau hier, im ambulanten Wohnen, sollen die Spenden eingesetzt werden, die von oder über die Hephata Diakonie gesammelt werden. Sie sollen es ermöglichen, dass auch Menschen mit einem erhöhten Betreuungsbedarf dort aufgenommen werden können, was bislang noch nicht möglich ist.

„Der Verein ,Johannes Falk Rumänien‘ leistet Pionierarbeit für Rumänien. Das kann Ausstrahlungskraft auf das ganze System haben: Wie kann man soziale Arbeit auch leisten!“, sagt Diakon Björn Keding, Geschäftsführer der Diakonischen Gemeinschaft Hephata. Keding hat Jörg Georgi bereits im vergangenen Oktober vor Ort besucht. Und sich einen Eindruck verschafft. Die meisten Menschen mit Behinderungen lebten in Rumänien noch in Komplexeinrichtungen und unter Bedingungen, wie sie in Deutschland in den 1960er Jahren Standard gewesen seien. „Die Diakonischen Gemeinschaft, Hephata werde den Verein „Johannes Falk Rumänien“ unterstützen“, so Keding. Dazu sei als erster Schritt eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden.

Ebenso wie die Hephata-Gemeinde: Die Kollekte aus den Gottesdiensten in der Hephata-Kirche in Schwalmstadt-Treysa wird von Mitte Februar bis nach Ostern für den Verein gesammelt werden. Nähere Informationen erhält man bei Diakon Björn Keding; bjoern.keding@hephata.com. Wer für den Verein „Johannes Falk Rumänien“ spenden möchte, kann dies unter folgender Bankverbindung tun: Stichwort: Freundeskreis Rumänienhilfe, Stadtsparkasse Schwalmstadt, BLZ: 52053458, Konto-Nr.: 4242. (me)



Tags: , , , , ,


Ähnliche Beiträge

Bisher keine Kommentare


Einen Kommentar schreiben

© 2006-2017 SEK-News • Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS)Impressum + DatenschutzAGB





Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com