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Tagung der Ortslandwirte im Schwalm-Eder-Kreis

orstlandwirte-tagung140224Fritzlar. Die moderne Landwirtschaft steht im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Anforderungen und wirtschaftlichen Zwängen. Diesem Thema widmete sich am 18. Februar die Ortslandwirtetagung im vollbesetzten „Haus an der Eder“ (Soldatenheim) in Fritzlar, die vom Fachbereich Landwirtschaft und Landentwicklung des Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises und dem Kreislandwirt veranstaltet wurde. Die Veranstaltung eröffnete der stellvertretende Kreislandwirt Rainer Kehl. Neben dem besonderen Stellenwert der Landwirtschaft im Schwalm-Eder-Kreis ging er auf aktuelle agrarpolitische Themen ein und gab einen umfassenden Überblick zur Lage der Landwirtschaft. Der Leiter des Fachbereichs Landwirtschaft und Landentwicklung, Heinz-Dieter Ohm, zeigte sich über den sehr guten Besuch dieser Veranstaltung erfreut – von ihm wurde diese Tagung auch moderiert.

In seinem Grußwort hob der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker die Bedeutung der Landwirtschaft in den Dörfern der Region hervor. Die Höfe bräuchten für ihren Fortbestand und künftige Weiterentwicklung eine Planungssicherheit. Die Neuregelung der GAP sei bereits überfällig. Das Streitthema „Greening“ sei glücklicherweise auf 2015 verschoben, so dass unklare Punkte noch geklärt werden könnten. Winfried Becker dankte den Ortslandwirtinnen und Ortslandwirten für ihr ehrenamtliches Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit mit der Verwaltung.

Der Leiter der Abteilung für Verkehr, Planung, ländlicher Raum, Verbraucherschutz im Regierungspräsidium Kassel, Reinhard Otto, überbrachte die besten Grüße des Regierungspräsidenten Dr. Lübcke. Reinhold Otto und hob die gute Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort hervor.

Unter dem Motto „Zukunftssicherung – ist größer immer effizienter?“ spann Professor Dr. Enno Bahrs von der Universität Hohenheim den Bogen von der individuellen zur kollektiven Zukunftssicherung.  Dazu zähle aus nationaler und internationaler Perspektive neben dem Umwelt-, Natur- und Klimaschutz auch die ausreichende Versorgung der Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln und Energie. Damit machte der Professor die besondere Verantwortung der Landwirte deutlich, betonte aber, dass nach wie vor eine lebhafte Diskussion bestehe, welche Betriebsgröße für diese Aufgaben die effizienteste sei. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht seien im Durchschnitt die größeren Betriebe effizienter, bezüglich der ökologischen Effizienz könne jedoch kein Pauschalurteil abgegeben werden.

Betriebsgröße und Wachstum seien kein Selbstzweck, sondern auch wichtig, um den landwirtschaftlichen Nachwuchs bei der Stange zu halten. Bahrs schränkte jedoch ein, dass Wachstum in einzelnen Regionen Nordwestdeutschlands auch aus ökologischen Gründen schwierig bleibe, so dass die Bedeutung von strategischen beziehungsweise organisatorischen Partnerschaften insbesondere für die Viehhalter im Nordwesten Deutschlands noch weiter zunehmen könne.

In seinen Bann zog Professor Dr. Bahrs das Publikum, indem er aus seinem Vortrag ein interaktives Seminar machte. Die Besucher konnten dabei mit einem TED-Abstimmungsgerät ihre Herangehensweise bei einigen per Powerpoint gezeigten Marktsituationen kundtun. Dabei zeigte sich Prof. Dr. Bahrs überrascht, dass scheinbar viele Landwirte zu risikofreudigen Entscheidungen neigen.

Die zuständigen Mitarbeiter des Fachbereichs Landwirtschaft und Landentwicklung in Fritzlar erläuterten in ihren Vorträgen den aktuellen Stand der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass die Auseinandersetzung zur Ausgestaltung der technischen Einzelheiten, insbesondere des Greenings, auf EU-Ebene in vollem Umfang weiter gehe. Dort gebe es ferner über wichtige Punkte differenzierte Meinungen: Definitionen für aktive Landwirte und Junglandwirte, Gewichtungsfaktoren für die Anrechnung des Anbaus von Stickstofffixierern als ökologische Vorrangflächen. (red)



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