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MT will Höhenflug auch im Hessenderby fortsetzen

mt140304Kassel/Melsungen. Ein Handball-Knüller jagt den nächsten: Nach dem erfolgreichen Pokalspiel gegen Göppingen und dem Sensationssieg gegen Tabellenführer Kiel, steht der MT Melsungen und ihren Fans nun mit dem Hessenderby ein weiteres Highlight bevor: Am 25. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga kommt die HSG Wetzlar. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist am Samstag, 8. März, um 20.15 Uhr. Karten in allen Kategorien gibt es noch im Vorverkauf.

Welch eine Woche für die MT Melsungen. Drei Spiele, drei Siege, lautet die makellose Bilanz! Zuerst erledigte der Tabellensechste seine “Pflichtaufgabe” gegen den abstiegsbedrohten Bergischen HC und gab sich beim 34:29 keine Blöße. Vier Tage später folgte der Pokal-Coup gegen Frisch Auf Göppingen. Mit einem 30:27-Sieg sicherten sich die Nordhessen zum zweiten Mal in Folge die Teilnahme am Endrundenturnier um die Deutsche Pokalmeisterschaft.

Weitere drei Tage danach landeten die Schützlinge von Trainer Michael Roth eine echte Sensation gegen den amtierenden Meister THW Kiel: 149 Sekunden vor Schluss liegt die MT mit einem Tor zurück und kassiert eine Zeitstrafe. Trotz Unterzahl biegen Fahlgren und Schröder mit ihren Treffern das Spiel wieder zu den eigenen Gunsten. Und weil hinten Keeper Appelgren sein Gehäuse längst zugenagelt hat und 16 Sekunden vor dem Abpfiff auch noch Sellin trifft, behält der Außenseiter beide Punkte in der an diesem Abend aus allen Nähten platzenden Rothenbach-Halle.

Inzwischen gilt wieder der normale Wettkampfrhythmus und das MT-Team hat eine ganze Woche Zeit, um sich auf das kommende Schmankerl gegen den hessischen Rivalen HSG Wetzlar vorzubereiten. Allerdings muss Michael Roth bis zur Wochenmitte auf die beiden Nationalspieler Michael Allendorf und Felix Danner verzichten. Die beiden MT-Cracks bestreiten mit der DHB-Auswahl am Dienstag in Österreich ein weiteres Vorbereitungsspiel auf die WM-Qualifikation. Für alle übrigen Akteure gilt: Volle Konzentration aufs Hessenderby!

Die HSG Wetzlar steht derzeit zwar sechs Tabellenplätze hinter der MT, aber genau diese Tatsache wird Trainer Roth erst recht zum Anlass nehmen, seine Mannschaft entsprechend einzustellen. Denn nichts wäre in der derzeitigen Phase dieses fulminanten Höhenfluges fahrlässiger, als einen vermeintlich schwächeren Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Im Falle Wetzlar verbietet sich das allein schon wegen des gut bestückten Kaders, aus dem seit August letzten Jahres ein Name besonders herausragt: Ivano Balic.

Der Weltmeister, Olympiasieger und zweifacher Welthandballer, wurde kurz vor Rundenstart blitzverpflichtet. Das war eine echte Sensation. Zukeinerlei Interesse an der deutschen Eliteliga gezeigt. Bis ausgerechnet der  HSG Wetzlar der Transfercoup des Jahres gelang. Wesentlichen Anteil daran hatte offenbar sein Mannschaftskamerad aus gemeinsamen Tagen bei Atletico Madrid, Magnus Dahl. Der norwegische Nationaltorwart hatte kurz zuvor bei den Mittelhessen angeheuert. Hintergrund: Der spanische Pleiteclub hatte im Sommer allen Spielern die Freigabe erteilt.

Für die MT wird es am Samstag aber nicht nur darauf ankommen, auf Regisseur Balic zu achten, der an guten Tagen zugegebenermaßen eine gegnerische Abwehr ganz allein durcheinander wirbeln kann. Auch Akteure, wie die aktuellen deutschen Nationalspieler Steffen Fäth (RL), Kevin Schmidt (LA) oder Tobias Reichmann (RA), oder auch Jens Tiedtke (KM) und der Norweger Kent Robin Tönnesen (RR) erfordern die volle Aufmerksamkeit der MT-Hintermannschaft.

Die hat übrigens zuletzt ganze Arbeit geleistet. Vor allem in der 6:0-Formation mit Felix Danner und Daniel Kubes im Innenblock und den beiden Müllers, Philipp und Michael, auf den Halbpositionen, scheinen die Bartenwetzer jetzt wieder zur Form der Hinserie zurück zu finden. Das haben sie zuletzt gegen Meister Kiel eindrucksvoll bewiesen. Zusammen mit Keeper Mikael Appelgren wurde hinten förmlich “Beton angerührt”. Nur 12 Gegentore zur Halbzeit gegen Jicha, Vujin & Co sprechen für die bärenstarke Leistung.

Auf das Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Club freuen sich übrigens gleich beide Müller-Brüder. Sie spielten direkt vor ihrem Wechsel zur MT eine Saison lang gemeinsam bei den Grünweißen, nachdem Philipp Müller bereits zwei Jahre zuvor zu den Mittelhessen gestoßen war.

Zusätzliche Motivation, am Samstag möglichst einen weiteren Erfolg einzufahren, hat die MT aber auch deshalb, weil sie nach den eigenen Siegen und der aktuellen Niederlage der Füchse Berlin gegen Flensburg/Handewitt jetzt statt acht nur noch vier Punkte vom Hauptstadtclub entfernt ist. Damit könnten die Rotweißen jetzt sogar einen Angriff auf den Europapokalplatz in Erwägung ziehen. Aber nur, wenn sie ihren Höhenflug auch im Hessenderby fortsetzen. (Bernd Kaiser)

Bisherige Erstligavergleiche:
17 Spiele, 10 Siege MT, 4 Siege Wetzlar, 3 Remis. Das Hinspiel der laufenden Saison in Wetzlar gewann die MT mit 30:25.

Schiedsrichter in Kassel:
Matthias Brauer / Kay Holm (Hamburg / Hagen, Schleswig-Holstein); DHB-Aufsicht: Frank Wenz



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