Startseite

Ihre Werbung hier!

Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

MT muss gegen “Gallier von der Alb” hellwach sein

mt140422Kassel/Melsungen. Im ersten Heimspiel nach vier Wochen empfängt die MT Melsungen den HBW Balingen-Weilstetten. Diese Partie des 30. Spieltages der DKB Handball-Bundesliga steigt am Samstag, 26. April, um 19 Uhr, in der Kasseler Rothenbach-Halle. Karten gibt es noch in allen Kategorien im Vorverkauf. Beim Auswärtsauftritt am Ostermontag in Minden kam die MT beim 28:28 glücklich, aber nicht unverdient zum einfachen Punktgewinn. Im kommenden Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten “Gallier von der Alb”, so deren selbstgewählter Nickname, soll es jedoch etwas mehr werden. Um es klar zu sagen, und ohne dem Tabellensechzehnten zu nahe treten zu wollen: Alles andere als ein MT-Sieg wäre aus heimischer Sicht eine böse Überraschung. Denn wer wie die Nordhessen, den Anspruch hat, den aktuellen sechsten Rang zu verteidigen, muss solche Gegner schlagen – noch dazu vor eigenem Publikum.

Aber im Sport ist bekanntlich nicht alles planbar. Wächst der vermeintliche Underdog über sich hinaus und der Favorit findet keinen Rhythmus, bleibt der Wunsch Vater des Gedanken. In Minden hat die MT wieder einmal gezeigt, dass sich die Mannschaft weiter entwickelt hat und dass sie mehr ausmacht, als die so genannte “Erste Sieben”. Vor eins, zwei Jahren hätte man dort einen Vier-Tore-Rückstand wohl nicht mehr egalisiert.

Fakt ist, die MT ist inzwischen auch in der Breite besser besetzt, Spieler aus der “Zweiten Reihe” knüpfen in der Regel nahtlos an das Niveau der ansonsten als Leistungsträger im Rampenlicht stehenden Akteure an. Bezeichnend dafür war gegen die Ostwestfalen der entscheidende Treffer zum 28:28 durch Malte Schröder, der sich einen Wimpernschlag vor dem Abpfiff ein Herz fasste. Zudem herrscht ein viel ausgeprägterer Teamspirit, gepaart mit einer top-kämpferischen Einstellung. Es gibt immer wieder Antreiber, die ihre Nebenleute mitreissen, egal, ob im Angriff oder in der Abwehr.

Darauf baut Trainer Michael Roth gerade in einer Partie wie gegen Balingen-Weilstetten. Da bekommt es die MT mit einem Gegner zu tun, der stets über den Kampf zum Spiel findet und auch bei scheinbar aussichtslosen Rückständen nie vorzeitig aufgibt. Gefährlich macht die Mannschaft aus dem Zollern-Alb-Kreis die Tatsache, dass sie mit nur einem Punkt Rückstand auf den rettenden 15. Tabellenplatz noch gute Chancen hat, den Klassenverbleib zu sichern. Dabei verfügt der Club über reichlich Erfahrung im Abstiegskampf. Unter ihrem früheren Trainer Dr. Brack gelang es den “Galliern” schon desöfteren, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Der Trainerfuchs musste zwar nach fast zehnjähriger Tätigkeit beim HBW im Dezember letzten Jahres vorzeitig den Hut nehmen, aber sein Nachfolger Markus Gaugisch, einstiger Bundesligaspieler in Pfullingen und Neuhausen, hat das Erbe gut angenommen.

Der HBW scheint im neuen Jahr neuen Schwung entfacht zu haben. Er startet mit einem Sieg gegen Lübbecke, holte in Emsdetten einen Zähler, gewann gegen Hannover und trotzte dem HSV sensationell ein Remis ab – wohlgemerkt in Hamburg! Beinahe hätte man drei Wochen später vor eigenem Publikum sogar den THW in Knie gezwungen, musste aber am Ende den Kielern mit drei Toren den Vortritt lassen. Mit dem Heimsieg klappte es dann aber am Osterwochenende, als man das “Vier-Punkte-Spiel” gegen Eisenach  mit 29:22 klar zu den eigenen Gunsten entschied.

Mehr Respekt erzeugende Fakten muss sich die MT vor dem Aufeinandertreffen am Samstag gar nicht vor Augen führen, um den Sechzehnten sehr ernst zu nehmen. Auch, wenn Balingen rein statistisch betrachtet, zu den Lieblingsgegnern der Nordhessen zählt. Von den bislang 15 Bundesliga-Duellen entschieden die Nordhessen 11 für sich, einmal trennte sich die beiden Clubs unentschieden. Es war beim 28:28 im Hinspiel im November. Keine Frage also, die MT muss am Samstag gegen die “Gallier von der Alb” hellwach sein. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Kassel:
Christian Moles (Heddesheim) / Lutz Pittner (Karslruhe); DHB-Spielaufsicht: Lars Schaller.



Tags: , , , ,


Ähnliche Beiträge

Bisher keine Kommentare


Einen Kommentar schreiben

© 2006-2019 SEK-News • Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS)ImpressumDatenschutzAGB