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Celine Kühnert sammelt kompletten Medaillensatz

celine-kuehnert140528Kassel/Melsungen. Bei den Regionalmeisterschaften der Leichtathleten im Kasseler Auestadion gab es auch für die Frauen und die U18-Athleten der MT 1861 Melsungen ein eindrucksvolles sportliches Fazit – kennzeichnend für die Güteklasse der Melsunger Leichtathletik-Abteilung. Celine Kühnert, die in diesem Jahr in der Frauenklasse starten muss, beeindruckte mit zwei persönlichen Bestleistungen auf den Sprintstrecken und holte sich zudem noch einen souveränen Sieg im Dreisprung. Aber auch Christian Schulz, Lorenz Funck, Aaron Werkmeister und Franziska Ebert brauchen sich mit ihren Leistungen nicht zu verstecken, denn auch ihr Leistungsbarometer hatte eine steigende Tendenz. Der mehrfache Senioren-Weltmeister Harry Geier, der im November sein 79. Lebensjahr vollendet, zeigte im Meisterschaftslauf über eine Stadionrunde, dass es auch mit knapp 80 Jahren noch möglich ist, diese Strecke unter 80 Sekunden zurückzulegen.

Pünktlich auf die Minute begann diese Meisterschaft, die als Standortbestimmung für die Landestitelkämpfe dienen sollte. Die Anlagen befanden sich in einem glänzenden Zustand, und auch das Wetter war ausgezeichnet. Nur der Wind wirkte störend, weil er sich ständig drehte. Zu spüren bekamen es besonders die Sprinter sowie die Weit- und Dreispringer. Aber es zeigte sich wieder einmal, dass Meisterschaften, egal auf welcher Ebene, besondere Kräfte freilegen können, die zu persönlichen Bestleistungen führen.

christian-schulz140528bCeline Kühnert, die in den letzten Wochen ein intensives Training durchführte, spielte im Dreisprung der Frauen die erhoffte Hauptrolle. Aber die 19-Jährige verriet in den ersten beiden Versuchen kleine Unsicherheiten im Anlauf. Man musste nämlich bei den sich ständig ändernden Windverhältnissen an der Ablaufmarke flexibel sein und beim Anlauf, je nach Windstärke und Windrichtung, ein wenig vor oder zurückgehen, um einigermaßen den Absprungbalken zu treffen. Die frühere hessische Jugendmeisterin in dieser Disziplin trat ihre ersten beiden Sprünge über, denn einmal kam der Wind von vorn, das das Mal von hinten, so dass alle gespannt auf ihren dritten Sprung warteten. Sara Grunwald vom SSC Vellmar hatte im ersten Durchgang 9,59 vorgelegt und sich danach auf 9,76 Meter verbessert. Obwohl sie im dritten Durchgang bei 9,87 Meter landete, zog Diana Lutz aus Hessisch Lichtenau mit 9,90 Meter an ihr vorbei. Celine konnte bei ihrem dritten Versuch die Kraft der drei Sprünge mit der Spannkraft ihres Körpers vereinen und landete bei einem Gegenwind von 1,9 m/sec bei 10,35 Meter. Das war die Führung und hätte schon zum Sieg gereicht.

Im vierten Durchgang verbesserte sich Sara Grunwald auf 9,90 Meter, aber Diana Lutz konterte und sprang vier Zentimeter weiter. Bei zulässigen Rückenwind näherte sich Celine im vierten Versuch bis auf 17 Zentimeter der 11m-Marke und blieb in ihrem ersten Freiluftwettkampf bereits zwanzig Zentimeter über ihrer Vorjahresbestweite. Eine weitere Steigerung gab es für sie im fünften Durchgang. Mit ihren kraftvollen Sprüngen untermauerte sie mit 10,87 Meter nicht nur ihre guten Trainingsleistungen, sondern machte auch deutlich, dass sie bei den Landesmeisterschaften am 21. Juni in Wetzlar mindestens das Finale im Dreisprung der Frauen anpeilt.

Den richtigen Vorgeschmack auf ihre großartige Form hatte die 19-Jährige unmittelbar vorher im 100m-Finale präsentiert, als mit persönlicher Bestzeit hinter den beiden Reinhardswälder Sprinterinnen Mackewitz und Lehnebach mit 13,37 Sekundenden dritten Platz belegen konnte.

Im Finale über 200 Meter sicherte sie sich hinter Janine Mackewitz den zweiten Platz, so dass sie bei diesen Meisterschaften den kompletten Medaillensatz mit nach Hause nehmen konnte. Alwin J. Wagner hatte für sie eine 27er Zeit vorausgesagt, nachdem die Dreisprungmeisterin bei der Bahneröffnung in Eschwege schon 28,28 Sekunden vorgelegt hatte und damals schon über eine Sekunde schneller war als ihre Bestzeit aus dem Vorjahr. Nach einem guten Start rannte sie unaufhaltsam der Ziellinie entgegen, die sie nach 27,78 Sekunden überlief und eine neue Jahresbestzeit für die Frauen im Schwalm-Eder-Kreis aufstellte.

lorenz-funck140528Der Vorjahresschüler Aaron Werkmeister, Jahrgang 1998, der sich vor drei Monaten der Trainingsgruppe von Alwin J. Wagner anschloss, lief im ersten von zwei 800m-Zeitläufen ein taktisch kluges Rennen und hatte nach der Hälfte der Strecke eine Zwischenzeit von 70 Sekunden vorzuweisen. Auf der zweiten Runde baute er seinen Vorsprung unter dem Beifall der Zuschauer aus und siegte im ersten Zeitendlauf mit 2:15,32 Minuten. Das bedeutete in der Endabrechnung – knapp hinter Nils Wolkonski aus Niederelsungen (2:15,04 Min.) – den fünften Rang.

Im zweiten Zeitendlauf kam der mit Spannung erwartete Auftritt von Christian Schulz, denn mit ihm wächst wieder ein hoffnungsvolles Mittelstreckentalent heran. Der Jugendliche aus Röhrenfurth besitzt nicht nur Mut zum Tempolaufen, sondern hat auch das Talent, in der U20 die 800 Meter unter zwei Minuten zu laufen. Im Vorjahr konnte er sich bereits um fast zehn Sekunden steigern und stand am Ende des Jahres mit 2:13,6 Minuten in der Bestenliste. In Kassel lieferte er Felix Hildebrand, der im Vorjahr bereits 2:10 Minuten gelaufen war und von HLV-Trainer Lehrer trainiert wird, ein starkes Rennen. Nach 62,5 Minuten für die ersten 400 Meter, entbrannte auf den letzten 200 Metern ein spannender Kampf, der erst 50 Meter vor dem Ziel zugunsten von Felix Hildebrand entschieden wurde. Mit 2:05,06 Minuten sicherte sich das Mittelstrecken-Ass aus Bad Sooden-Allendorf vor Christian die Meisterschaft. Mit seiner Steigerung auf sensationelle 2:06,89 Minuten verdrängte er selbst die Laufspezialisten aus Niederelsungen auf die Plätze drei und vier.

90 Minuten später stand der 400m-Lauf auf dem Plan, bei dem es schon vor dem Startschuss eine Überraschung gab. Felix Hildebrand hatte sich beim 800m-Rennen so verausgabt, dass er zum Meisterschaftsrennen über die Stadionrunde nicht mehr antreten konnte. Rene Persch, der für den TSV Niederelsungen startet und im Vorjahr als 14-Jähriger die 2000 Meter unter 6:30 Minuten zurückgelegt hatte, nutzte die Gunst der Stunde und siegte in 55,24 Sekunden. Christian Schulz legte ein mörderisches Tempo vor, denn die Uhr zeigte für die halbe Distanz nur 27 Sekunden an. Als Sven Persch und Christian Schulz auf die Zielgerade einbogen, lag auch noch Marco Göbel aus Gudensberg gut im Rennen. Man merkte, dass die Konkurrenten von Christian ausgeruht an den Start gingen, denn dem Röhrenfurther wurden die Beine immer schwerer. Während Persch sein Tempo halten konnte, hatte Christian keine Kraft mehr. Dennoch resignierte er nicht und gab auf den letzten Metern noch einmal alles. In der neuen Bestzeit von 56,46 Sekundne holte er sich seine zweite Vize-Meisterschaft an diesem Nachmittag. Marco Göbel sicherte sich in 57,57 Sekunden Rang drei vor Clemens Radke von der LG Reinhardswald (58,83 Sek.).

aaron-werkmeister140528Als letzter Laufwettbewerb stand der 1500m-Lauf auf dem Programm. Mit Tilmann Garthe und Abdulkadir Sabonna (beide LG Eder) gingen zwei absolute Spitzenläufer des Verbandes an den Start. Lorenz Funck, das Melsunger Langstrecken-Ass, wollte seine läuferischen Qualitäten und seine gewonnene Schnelligkeit auf dieser Mittelstrecke testen. Er hatte sich vorgenommen, seine Siegerzeit von den Kreismeisterschaften (4:49,69 Min.) um mindestens fünf Sekunden zu verbessern. Während Garthe und Sabonna ein höllisches Tempo vorlegten, lief Lorenz seine Runden so gleichmäßig wie ein Uhrwerk. Bisher stand seine 1000m-Bestzeit bei 3:15 Minuten, doch nach zwei Drittel der Strecke hatte er 3:06 Minuten als Zwischenzeit vorzuweisen. Auf der letzten Runde wurde er von seinen Teamkollegen, die sich im Stadion verteilt hatten, angefeuert. Obwohl er am Ende für seine schnellen Runden etwas Tribut zollen musste, erreichte er nach 4:42,39 Minuten die Ziellinie und wurde mit dem fünften Platz belohnt. Obwohl er erschöpft auf dem Boden lag, sah man ein Lächeln in seinem Gesicht, denn im Vorjahr stand seine Bestzeit auf dieser Strecke noch bei 4:54,57 Minuten.

Franziska Ebert (Jahrgang 2000) überzeugte als jüngste Teilnehmerin im 100m-Lauf der U18. In einem stark besetzten Feld liefen 16 Teilnehmerinnen um den Titel. Die 14-Jährige aus Röhrenfurth hatte sich als Kreismeisterin der U16 auf 13,65 Sekunden verbessern können. Im Auestadion überraschte sie erneut und belegte mit der neuen Bestzeit von 13,57 Sekunden einen unerwarteten siebten Platz. Dabei ließ sie die zwei Jahre älteren und auch höher eingeschätzen Antonia Schell von der LG Alheimer, im Vorjahr schon 13,24 Sekunden sowie Anne Meister (LAV Kassel), im Vorjahr 13,55 Sekunden, hinter sich. (ajw)



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