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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Inflationsrate sinkt im Juli auf 0,6 Prozent

Hessen. Das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen lag im Juli 2014 um 0,6 Prozent höher als vor einem Jahr. Dies ist der niedrigste Wert seit Juni 2010 (plus 0,5 Prozent). Im Juni 2014 betrug die Inflationsrate 0,9 Prozent und im Mai 2014 0,7 Prozent. Der Rückgang der Inflationsrate im Juli ist vor allem durch sinkende Preise für Energie verursacht. Ohne Energie gerechnet lag die Inflationsrate im Juli wie schon im Juni bei 1,0 Prozent. Binnen Monatsfrist stieg das Verbraucherpreisniveau um 0,1 Prozent. Mit Beginn der Sommerferienzeit verteuerten sich insbesondere Pauschalreisen (plus 11,6 Prozent gegenüber Juni 2014).

Das Preisniveau für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) sank im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent und lag 2,0 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert (Juli 2013). Die Preisentwicklung der einzelnen Energieprodukte verlief unterschiedlich. Billiger gegenüber dem Vormonat wurden Mineralölprodukte darunter Heizöl (minus 2,8 Prozent gegenüber Juni 2014), Diesel (minus 1,8 Prozent) und Benzin (minus 1,2 Prozent). Die Preise für Strom und Erdgas blieben unverändert. Autogas war 0,2 Prozent teurer als im Vormonat. Binnen Jahresfrist sanken die Preise für Diesel (minus 6,2 Prozent gegenüber Juli 2013), Heizöl (minus 6,1 Prozent), Benzin (minus 4,1 Prozent) und Autogas (minus 3,5 Prozent). Erdgas kostete soviel wie vor einem Jahr, Strom wurde 2,2 Prozent teurer.

Der Rückgang des Preisniveaus für Nahrungsmittel (minus 0,5 Prozent gegenüber Juni 2014) ist vor allem durch sinkende Preise für Speisefette und -öle (minus 3,9 Prozent) sowie Gemüse (minus 2,4 Prozent) verursacht. Aber auch Obst (minus 0,9 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (minus 0,8 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (minus 0,2 Prozent) wurden binnen Monatsfrist billiger. Die Preise für Fisch stiegen um 0,8 Prozent, die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse um 0,1 Prozent. Gegenüber Juli 2013 waren Nahrungsmittel insgesamt um 0,2 Prozent billiger. Die Preisentwicklung der einzelnen Produktgruppen verlief sehr unterschiedlich. Besonders deutlich sanken binnen Jahresfrist die Preise für Gemüse (minus 10,1 Prozent gegenüber Juli 2013) sowie Speisefette und -öle (minus 6,3 Prozent). Ebenfalls billiger waren Obst (minus 1,4 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (minus 0,4 Prozent). Dagegen zahlten die Verbraucher für Molkereiprodukte und Eier (plus 5,9 Prozent) sowie Fisch (plus 3,3 Prozent) höhere Preise.

Das Preisniveau für alkoholfreie Getränke lag im Juli 2014 etwa auf Vorjahresniveau (minus 0,1 Prozent), alkoholische Getränke waren 1,2 Prozent teurer.

Die Preise langlebiger Gebrauchsgüter lagen im Juli 2014 um 0,5 Prozent unter dem Niveau von Juli 2013, die Preise von Gebrauchsgütern mit mittlerer Lebensdauer um 0,2 Prozent über ihrem Vorjahresniveau. Billiger wurden insbesondere Produkte der Unterhaltungselektronik (minus 5,0 Prozent gegenüber Juli 2013), darunter vor allem Fernsehgeräte (minus 12,2 Prozent), USB-Sticks und Speicherkarten (minus 8,8 Prozent), Notebooks einschließlich Tablets (minus 8,7 Prozent) sowie Camcorder (minus 8,6 Prozent). Entgegen dem Trend sinkender Preise in dieser Produktgruppe wurden Tintenstrahldrucker (plus 7,9 Prozent) und Computerzubehör wie Joystick und Gamepad (plus 3,9 Prozent) binnen Jahresfrist teurer. Das Preisniveau für Haushaltsgeräte lag 0,4 Prozent und für Schuhe 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bekleidung war 0,6 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) verteuerten sich im Juli binnen Jahresfrist durchschnittlich um 1,5 Prozent. Höhere Preise zahlten die Verbraucher u. a. für Flugtickets (plus 4,8 Prozent gegenüber Juli 2013), Verbundfahrkarten (plus 3,5 Prozent) sowie für Sport- und Erholungsdienstleistungen (plus 2,9 Prozent). Die Wohnungsmieten, deren Gewicht im Verbraucherpreisindex gut ein Fünftel beträgt, lagen im Juli 1,2 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. (red)



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