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GL kritisiert Verwirrspiel um Trassenalternativen für SuedLink

Malsfeld. Die Gemeinschaftsliste Hochland-Fuldatal spricht von einem gezielten Verwirrspiel des Netzbetreibers TenneT. Dieser hatte kürzlich eine Vielzahl von neuen Trassenalternativen für die geplante Höchstspannungsverbindung „SuedLink“ ins Spiel gebracht. Einer der neuen möglichen Trassenverläufe durchschneidet  jetzt, von Felsberg kommend, auch das Gebiet der Gemeinde Malsfeld in den Gemarkungen Mosheim-Ostheim-Sipperhausen. Eine andere Variante orientiert sich am Verlauf der BAB 7, wie den neuen Planungen  zu entnehmen ist. Lothar Kothe, Fraktionsvorsitzender der GL bemängelt insbesondere, dass die Planung über die Köpfe der betroffenen Kommunen und Kreise vorgenommen werde und die Information und Einbindung der Bürger absolut unzureichend sei.  Die GL fordert eine Offenlegung aller Planungsgrundlagen durch den Netzbetreiber. Bei der Trassenplanung seien die Auswirkungen auf Menschen und Umwelt zu priorisieren und zu bewerten.

Die bisher nur geringen Erfahrungen mit Gleichstromtrassen dieser Stärke, bedeuten für die Menschen und die Natur im Trassenverlauf Risiken die noch nicht abschließend beurteilt werden könnten. Es sei daher insbesondere der Abstandhaltung zur Wohnbebauung eine hohe Bedeutung beizumessen.
Zudem würden Strommasten mit einer Höhe von über 70 Metern einen wesentlichen Eingriff in das Landschaftsbild bedeuten, auch deshalb bedürfe die Trassenplanung einer besonderen Sensibilität.

Zunehmend stellt sich für die Gemeinschaftsliste auch die grundsätzliche Frage, ob denn diese Stromtrasse überhaupt erforderlich sei oder ob im Rahmen der Energiewende nicht auch über eine dezentrale Energieerzeugung auf den Bau kostenintensiver und umweltgefährdender  „Stromautobahnen“ verzichtet werden könne. In Bayern seien die weiteren Planungen für die Trasse aus diesen Gründen vorerst eingestellt worden.

„Da bereits die in Planung befindliche 380 kV-Leitung durch die Gemeinde Malsfeld führen wird, ist eine weitere Megatrasse, wie die geplante 4 GV- Gleichstromtrasse für die Bürger der Gemeinde Malsfeld nicht zumutbar“, so Lothar Kothe.

Edgar Janassek von der Malsfelder GL-Fraktion begrüßt ausdrücklich die Initiative verschiedener Bürgermeister aus dem Kreisgebiet sich gemeinsam in den Planungsprozess einzubringen und die Interessen der betroffenen Kommunen gegenüber dem Netzbetreiber TenneT zu vertreten. Die GL fordert den Gemeindevorstand mit Bürgermeister Herbert Vaupel  auf, sich dieser Initiative anzuschließen und die Gemeindevertretung, sowie die Bürger über die Ergebnisse der Gespräche zeitnah zu informieren. (red)



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