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Karolin Siebert verbessert sich über 400 Meter

ajw150105aDortmund/Melsungen. Zum ersten großen Kräftemessen im Jahr 2015 kamen 863 Leichtathleten aus 197 Vereinen in die Helmut-Körnig-Halle nach Dortmund. Mit Karolin Siebert, Christian Schulz, Michael Hiob und Marie Wagner waren auch vier Athleten der Melsunger Turngemeinde am Start. Neben den vielen außerordentlichen Leistungen dieser internationalen Veranstaltung war das absolute Highlight der Veranstaltung aus Melsunger Sicht leicht auszumachen: Karolin Siebert, seit Wochen in einer guten Form, verbesserte bei ihrem letzten Testrennen vor den Landesmeisterschaften der Frauen sogar ihre Freiluftbestzeit von 59,73 Sekunden und setzte mit 59,53 ein weiteres Ausrufezeichen. Was für ein Einstand ins neue Jahr!

Weil sich Karolin Siebert und Henderyke Wonink aus Groningen einen packenden Zweikampf lieferten, begeisterte dieses 400m-Rennen der weiblichen Jugend U20 mit angenehmen Qualitäten: Tempo, Initiative und Spannung waren angesagt. Die Niederländerin, die in dieser Hallensaison bereits mit 58,60 Sekunden gestoppt worden war, musste bis ins Ziel alles geben, um die Viertelmeilerin aus Melsungen zu bezwingen. Karolin lief couragiert, mutig und gut. Als beide die erste Runde passiert hatten, lagen sie mit 27,50 Sekunden gleichauf. Auf dem zweiten Teil der Strecke wurden sie etwas langsamer, aber die Zuschauer honorierten diese großartige Leistung mit viel Beifall. Auf der Zielgeraden schob sich die Niederländerin Schub wenige Zentimeter an Karolin vorbei und setzte sich auf den letzten Metern mit einem Schritt Vorsprung durch. Karolin Siebert verbesserte sich auf 59,56 Sekunden, so dass am Ende die Siegerin von der Zweiten nur 0,20 Sekunden trennten. Wer hätte das gedacht?

ajw150105b„Ich fühle mich augenblick topfit und bin voll im Plan. Mit dieser Zeit bin ich natürlich auch sehr zufrieden, denn im Training haben wir nicht auf dieses Rennen hingearbeitet. Mein Trainer sagte mir schon zu Beginn der Hallensaison im November, dass ich bei den Jugend-Hallenmeisterschaften in Frankfurt die 400 Meter zum ersten Mal unter 59 Sekunden laufen werde. Ich glaube fest daran!“  Mit einer Zeit unter 59 Sekunden eröffnet sich für 18-Jährige sogar noch die Möglichkeit, die Norm für die deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Neubrandenburg zu erfüllen. Man braucht auch kein Prophet zu sein, um für die ehrgeizig Athletin in der Freiluftsaison eine 400m-Zeit um 58 Sekunden vorherzusagen.

Während sich Karolin Siebert über ihre neue Bestzeit und den zweiten Platz richtig freute, kam bei Christian Schulz nach seinem zweiten Platz über 800 Meter keine rechte Freude auf. „Ich hatte auf der dritten Runde zwei Sekunden liegen lassen, die am Ende nicht mehr aufzuholen waren“, sagte der 17-Jährige kritisch, der sich vorgenommen hatte, zum ersten Mal die vier Hallenrunden unter 2:05 Minuten zu laufen. Christian Schulz, der altersbedingt seit Jahresbeginn in der U20 starten muss, legte die erste Runde in 30 Sekunden zurück und ließ anschließend 31 Sekunden folgen, so das er nach der Hälfte der Strecke 61,5 Sekunden vorzuweisen hatte. Bis dahin hielt er gegen Tim Thiesbrummel von der SG Wenden, der im Vorjahr die 1000 Meter in 2:35 Minuten lief, sehr gut mit. Warum der Jugendliche aus Röhrenfurth plötzlich einen Gang runter schaltete, wird sein Geheimnis bleiben. Während Thiesbrummel sein Tempo hielt, wurde Schulz sichtbar langsamer. Nach 500 Meter hatte ihn die Konkurrenz, die mit Zeiten unter 2:05 Minuten gemeldet war, eingeholt. Nach drei Runden wurden für Christian 1:35,4 Minuten notiert. Somit war sein Ziel, die 800 Meter unter 2:05 Minuten zu laufen, in weite Ferne gerückt.

ajw150105cajw150105dDie letzte Runde spurtete er in 31 Sekunden herunter und lief, bis auf den enteilten Thiesbrummel, allen davon. Während der Jugendliche aus Wenden souverän in 2:02,87 Minuten siegte, sicherte sich Christian Schulz mit 2:06,73 Minuten vor den Niederländer Jelte ter Braake (Hilversum, 2:07,21) und Lauridis Koster (Ergste, 2:08,01) den zweiten Platz. „Ich ließ mich in der dritten Runde einkeilen und kam nicht schnell genug aus dem Pulk heraus, so dass ich in dieser Phase die entscheidenden Sekunden verlor“, sagte der Geschwister-Scholl-Schüler selbstkritisch und hat seine Hoffnung, bei den Jugend-Hallenmeisterschaften unter 2:05 Minuten zu laufen, noch nicht begraben.

Allein der Blick auf das Teilnehmerfeld der 400m-Läufer zeigte, dass sich in Dortmund hochkarätige Athleten eingefunden hatten. Mit 46,49 und 47,92 Sekunden standen die beiden Niederländer Bjorn Blauwhof und Olaf van den Berg an der Spitze der 40-köpfigen Meldeliste. Michael Hiob startete im dritten Zeitlauf auf der engen Bahn zwei gegen Torben Junker, Patrick Müller (LAZ Rhein-Sieg) und den Niederländer Richard Meulemann. „Ich kann in der Halle wegen meiner Körpergröße nicht maximal in die Kurve laufen und verliere somit schon viel Zeit“, sagte Michael Hiob.

ajw150105eJunker wechselte am Jahresende von der LG Warendorf zu LG Olympia Dortmund und hatte als Sechster der deutschen Jugendmeisterschaften in Jena die 400 Meter in 49,18 Sekunden zurückgelegt. Auch Patrick Müller hatte mit 49,30 Sekunden eine gute Visitenkarte abgegeben. Aber Michael Hiob, gerade der Jugendklasse entwachsen, ließ sich davon nicht beeindrucken. Er knüppelte in seinem ersten Männerrennen die erste Runde in 24,56 Sekunden mutig an und ließ sich von den beiden 49-Sekunden-Läufern nicht abschütteln. Während Junker und Müller ihr Tempo halten konnten, war Hiob nach 300 Meter mit seiner Kraft am Ende. „Einhundert Meter vor dem Ziel kam der Mann mit dem Hammer und meine Beine fingen an zu brennen und ich bekam Schwierigkeiten mit der Luft. Mehr als 53,58 Sekunden und Platz zwanzig war nach diesem schnellen Beginn nicht drin“, erklärte Michael Hiob völlig ausgepumpt nach dem Lauf. Auf die Frage, welche Zeiten er in der Hallensaison über 400 Meter noch zu laufen gedenke, antworte er: „Ich hoffe, dass es nächstes Wochenende bei den Hallenmeisterschaften in Hanau eine Bestzeit gibt“.

ajw150105fMarie Wagner, die vierte MT-Starterin in Dortmund, sollte im letzten Moment noch auf den Zug in Richtung „Landes-Jugend-Hallenmeisterschaften aufspringen, für den die Meldefrist am 6. Januar abläuft. Alwin J. Wagner verlangte von seinem Schützling eine 400m-Zeit unter 64 Sekunden. Die hessische Jugend-Staffelmeisterin über 4 x 400 Meter fühlte sich gut und lief die erste Runde in 30,20 Sekunden an. Auch bei der 300m-Marke lag sie noch gut im Rennen und ihre Zwischenzeit deutete auf klar auf die Erfüllung der vorgegebenen Norm hin. Aber auf dem letzten Viertel der Strecke konnte Marie Wagner den Sack nicht zumachen, sprich eine Zeit unter 64 Sekunden laufen. Mit 64,36 Sekunden belegte sie am Ende den sechsten Platz. (ajw)



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