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Hessenderby: MT muss zum (Tabellen-)Nachbarn Wetzlar

Foto: Heinz Hartung Wetzlar/Melsungen. Es ist ein Nachbarschaftsduell in doppelter Hinsicht: Geografisch und derzeit auch tabellenbezogen liegen die MT Melsungen und die HSG Wetzlar sehr nah beieinander. Beste Voraussetzungen also für ein spannungsgeladenes Derby. Das Aufeinandertreffen der beiden hessischen Rivalen am 23. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga steigt am Mittwoch, 18. Februar 2015, um  20.15 Uhr in der Wetzlarer Rittal-Arena. Radio HNA berichtet live.

Mental gut gerüstet geht sowohl die MT Melsungen als auch die HSG Wetzlar in dieses 20. hessische Erstligaderby. Die Kontrahenten trennt derzeit nur ein einziger Punkt, die MT rangiert aufgrund des um 22 Treffer  besseren Torverhältnisses einen Platz vor der HSG. Beide Teams haben ihr jeweils vorhergehendes Spiel gewonnen: Die Nordhessen besiegten im EHF-Cup den schwedischen Vertreter Eskilstuna GUIF mit 31:27 und die Mittelhessen in der DKB Handball-Bundesliga den HSV Handball mit 32:25. Dabei sorgte der Wetzlarer Heimerfolg in dieser Höhe sogar noch für etwas mehr Furore als der der MT.

So darf sich die HSG darf sich durchaus mit dem Attribut “Mannschaft der Stunde” schmücken. Denn die Truppe von Trainer Kai Wandschneider holte aus den letzten fünf Spielen sechs der 10 möglichen Punkte, darunter die beiden Remis gegen Flensburg und in Lemgo sowie die Heimsiege gegen Minden und eben gegen Hamburg. “Keine Frage, Wetzlar hat eine starke Mannschaft beisammen und derzeit einen guten Lauf. Das wird für uns am Mittwoch ein ganz schweres Auswärtsspiel”, ist sich Michael Roth sicher. Dabei hofft der MT-Coach, dass Felix Danner seine Muskelverletzung soweit auskuriert hat und mehr als nur sporadisch eingesetzt werden kann. Allerdings ist auch festzustellen, dass Marino Maric, der weitere Kreisläufer im MT-Team, seine Sache in den letzten Spielen jeweils sehr gut machte.

Die besondere Herausforderung für die MT Melsungen besteht derzeit auch darin, möglichst schnell den Hebel zwischen internationalen und nationalen Spielen umzulegen. In den beiden Monaten Februar und März bestreiten die Rotweissen im Schnitt alle drei Tage einen Wettkampf. Neben den sieben Ligabegegnungen stehen in diesem Zeitraum noch sechs Europapokalauftritte auf dem Plan. Hinzu kommen die zeitaufwändigen Reisen zu den Auswärtsspielen nach Kroatien, Schweden, und Ungarn. Dass das schnelle Umschalten aber gelingt, davon ist Michael Müller (Hartung-Foto) überzeugt. Der Nationalspieler, jüngst bei der WM in Qatar im Einsatz, sagt dazu: “Seitdem wir wissen, dass wir im Europapokal spielen, ist uns klar, welche Belastungen uns bevorstehen und in welcher schnellen Abfolge wir dann Spiele absolvieren müssen. Mit der kurzen Vorbereitungszeit auf den jeweils nächsten Gegner werden wir aber zurechtkommen”.

Apropos Qatar: Dort war auch der jüngste Neuzugang der Wetzlarer aktiv: Dejan Manaskov, Linksaußen im mazedonischen Nationalteam, wurde von den Mittelhessen nach der WM blitzverpflichtet, nachdem aufgrund des Kreuzbandrisses von Maximilian Holst mit Christian Rompf nur noch ein Linksaußen zur Verfügung stand. Der Mazedonier lief für die Grünweissen das erste Mal am Samstag gegen den HSV auf und feierte mit vier Toren gleich einen guten Einstand. Dabei konnte Trainer Wandschneider sogar auf den Einsatz eines frischgebackenen Weltmeisters verzichten: Der Franzose Guillaume Joli pausierte zugunsten seines Stellvertreters Tobias Hahn.

Derzeit gehen die Gastgeber davon aus, am Mittwoch, bis auf den Langzeitverletzten Jens Tiedtke, alle Mann an Bord zu haben. Umso wichtiger wird es für das MT-Team, des Trainers Forderung nach einer stabilen Abwehrlesitung umzusetzen: „Wir müssen in der Defensive vor allem die Abstimmung zwischen dem Mittelblock und den Torhütern wieder besser hinbekommen, hatte Michael Roth bereits nach der deutlichen Niederlage vor einer Woche gegen Kiel angemahnt. Das hat zwar danach gegen Eskilstuna GUIF schon etwas besser geklappt, aber den MT-Coach noch nicht restlos zufrieden gestellt. Um in Wetzlar eine Chance zu haben, wird sich die Hintermannschaft also nochmals steigern müssen.

Bisherige Bundesligavergleiche:
19 Spiele, 10 Siege MT, 5 Siege Wetzlar, 4 Unentschieden. Das letzte Spiel: MT – HSG 28:28 (27.09.14).

Schiedsrichter in Wetzlar:
Andreas Pritschow / Marcus Pritschow (Leinfelden / Echterdingen); Spielaufsicht: DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß

Liveberichterstattung:
Jens Nähler berichtet ab 20.15 via Livestream auf radiohna.de

Splitter rund ums Spiel:
Mit den Trainern Michael Roth und Mile Malesevic sowie den Spielern Christian Hildebrand, Philipp und Michael Müller und Michael Allendorf kehren gleich sechs MT-Akteure an ihre frühere Wirkungsstätte zurück. Alle drei MT-Fanclubs “Bartenwetzer”, “Trommler” und “Supporter” werden sehr zahlreich das MT-Team in Wetzlar unterstützen. (Bernd Kaiser)



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