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MT für Auswärtsspiel gerüstet – muss aber ohne Trainer Roth auskommen

Michael Roth. Foto: Heinz HartungMinden/Melsungen. Die DKB Handball-Bundesliga biegt auf die Zielgerade der Saison ein, nur noch sechs Spiele hat die MT Melsungen zu absolvieren. Den Auftakt zum Endspurt bildet das Auswärtsspiel am Freitag beim TSV GWD Minden. Anwurf in der Mindener Kampa-Halle ist um 19.45 Uhr. Dabei müssen die Nordhessen auf ihren Chefcoach Michael Roth verzichten, der wegen eines Virusinfekts vom Arzt strikte Ruhe verordnet bekommen hat. Somit werden sich das Coaching von der Seitenlinie Co-Trainer Mile Malesevic und der eigentlich als Backup für den verletzten Patrik Fahlgren kurzfristig verpflichtete Heiko Grimm teilen.

Die Vorbereitung auf das Spiel in Ostwestfalen verlief bei den Rotweissen noch nach Plan. Michael Roth hat seine Schützlinge von Wochenbeginn an physisch und taktisch auf die Begegnung mit den abstiegsgefährdeten Mindenern eingestellt, ehe er ab Donnerstag wegen eines Infekts alle weiteren Tätigkeiten ruhen lassen muss. Neben der Schonung ihres Trainers ist es den MT-Verantwortlichen wichtig, gerade in dieser heissen Saisonphase auch mögliche Ansteckungsgefahren in Richtung Mannschaft zu vermeiden.

“Ich kann mich nicht erinnern, wegen eines Virusinfekts als Trainer mal ein Spiel versäumt zu haben, aber in diesem Fall ist es angebracht, dem ärztlichen Rat zu folgen”, gibt Michael Roth einigermaßen geknickt zu. “Mile und Heiko kennen natürlich unsere  Ausrichtung für dieses Spiel und ich denke, dass sie mich gut in Minden vertreten werden”, so der Chefcoach.

Dass mit Heiko Grimm, der auf der Spielmacherposition Nenad Vuckovic entlasten soll (Patrik Fahlgren fehlt wegen Kreuzbandriss),  gleichzeitig ein weiterer gestandener Trainer im Kader steht, ist angesichts des Ausfalls von Michael Roth ein glücklicher Zufall. Grimm, der seit zwei Jahren den schweizerischen Erstligisten HC Kriens-Luzern verantwortlich coacht und davor auch schon bei zwei weiteren Clubs in der Schweiz als Spielertrainer gearbeitet hat, freut sich auf seinen “Aushilfsjob” bei der MT. Wobei er aber schon gesagt hat, dass er kein Problem damit hätte, nur wirklich dann auf die Platte zu gehen, wenn es unbedingt sein muss. Angesichts der neuen Konstellation dürfte ihm nun auch an der Seitenlinie nicht langweilig werden, wenn er nicht spielt.

Die Hauptverantwortung auf der Bank in Minden aber wird Mile Malesevic haben. Er folgte Michael Roth 2011 nach Melsungen, nachdem beide zuvor schon in Wetzlar zusammengearbeitet hatten.  Für den gebürtigen Serben, der seit einigen Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, ist Handball wie Schachspielen: „Man muss sein Gegenüber immer wieder vor neue Herausforderungen stellen und möglichst dessen nächsten Zug voraus ahnen“, so seine Philosophie. Der 58-jährige kann dabei aus einem reichhaltigen Fundus an Erfahrungen schöpfen. Bereits seit über 15 Jahren ist er in verschiedenen Funktionen im Frauen-, Männer- und Jugendbereich tätig. Unter anderem zwei Jahre lang als Mitglied im Trainerstab des Hessischen Handballverbands und bei den früheren Frauen-Bundesligisten Lützellinden und Kirchhof.

MT-Gegner Minden verpflichtete in der WM-Pause Frank Carstens als Trainer für den glücklosen Goran Perkovac, um auf der Zielgeraden der Saison doch noch das rettende Ufer zu erreichen. Als Tabellensechzehnter stehen die Grünweissen derzeit noch auf einem Abstiegsplatz. Das macht das Spiel für die MT nicht einfacher. Nichtsdestotrotz fahren die Nordhessen mit dem festen Vorsatz nach Ostwestfalen, dort doppelt zu punkten. Der Anreiz erfolgreich zu sein, ist schließlich groß. Denn die MT hat – bei einem Spiel weniger – zwei Punkte Rückstand auf den Tabellensechsten Füchse Berlin. Mit einem Sieg in Minden wäre sie wieder zurück auf Platz sechs. Und auch Platz fünf ist für die Nordhessen noch realistisch, denn die derzeit dort weilenden Göppinger sind nur drei Punkte weg, müssen aber noch bei der MT antreten. (Bernd Kaiser)

Bisherige Bundesligavergleiche MT – GWD: 15 Spiele, 8 Siege MT, 5 Siege GWD, 2 Remis.

Schiedsrichter in Minden: Christoph Immel (Tönnisvorst) / Ronald Klein (Ratingen); DHB-Spielaufsicht: Jutta Ehrmann-Wolf



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