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Windenergie: FWG fordert sorgfältige Prüfung

Anhörung zum Teilregionalplan hat 32.000 Stellungnahmen gebracht

Schwalm-Eder. Die 2. Anhörung zum Teilregionalplan Windenergie, die am 15.Mai 2015 abgeschlossen wurde, hat 32.000, meist negative Stellungnahmen gebracht. So gibt es zirka 2.000 Einzelstellungnahmen und rund 30.000 Massenstellungnahmen auf Unterschriftslisten. Im Schwalm Eder Kreis gibt es 150 Einwendungen und 50 Unterschriftenlisten. Hier sind vor allem Jesberg, Neuental und Gilserberg betroffen.

Nach Auffassung des Fraktionsvorsitzenden der FWG Schwalm-Eder und Mitglieds der Regionalversammlung, Willi Werner, Edermünde, sei dies ein Ausdruck großen Interesses aber auch der Sorge der Mitbürger über die angedachten Planungen zum
Thema Windenergie im Regierungsbezirk Kassel.

Diese Eingaben sind nach Auffassung der Freien Wähler sorgfältig zu prüfen und die Argumente der Einwender ernsthaft zu diskutieren. Eine Abwägung zwischen den Notwendigkeiten der Energiewende, der dezentralen Energieversorgung sowie den Ängsten  und Nöten der Mitbürger ist für die FWG unumgänglich. Deshalb sei es nötig, die Stellungnahmen zu sichten und auch im Einzelfall zu bewerten. Hier sei die Verwaltung des Regierungspräsidenten gefordert. Die entsprechenden Unterlagen würden erst im Herbst vorliegen. Damit gebe es ein enges Zeitfenster für die Verabschiedung des Teilregionalplans in diesem Jahr. Sollten die aufbereiteten Stellungnahmen der Regionalversammlung in diesem Jahr nicht vorliegen, sei eine Verabschiedung des Teilregionalplans Windenergie in dieser Legislaturperiode nicht mehr möglich.

Durch die nach der Kommunalwahl am 6. März 2016 zu wählende Regionalversammlung, die sich konstituieren und zunächst in die Materie einarbeiten müsse, könnte nach Auffassung der Freien Wähler der Plan frühestens im Herbst 2016 beschlossen werden. Dieser Zeitverzug werde den Ausbau der Windenergie in der Region verzögern, obwohl weiterhin Baugenehmigungen nach Baurecht erteilt werden könnten.

Die FWG sieht die Anliegen der betroffenen Menschen als wichtigstes Kriterium. Dem Eindruck, dass die Tierwelt, die es gewiss zu achten gelte, höher eingeschätzt werde als die Bedürfnisse der Menschen müsse entgegengetreten werden. So müssten die Abstände von der Wohnbebauung überdacht, die Umzingelung von Dörfern und die Massierung und Verdichtung von Windenergieanlagen verhindert werden. Denn nur mit der Akzeptanz der Mitbürger könne die dezentrale Energieversorgung sichergestellt werden.

Die nordhessischen Kreise würden durch die 380 KV-Leitung Vahle-Mecklar, durch die unsinnige Suedlink, die Bayern braucht, aber bei sich nicht duldet und durch massive Windenergieplanung dreifach belastet.

Deshalb müssen die Menschen schon bei den Planungen, aber auch bei deren Ausführungen „mitgenommen“ werden, betonte Willi Werner abschließend. (red)



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