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Katharina Wagner sprintet 200 Meter in 26,65 Sekunden

Kati Wagner überzeugte über 200 Meter mit 26,65 und ließ Karolin Siebert (ganz rechts) keine Chance. Foto: nhAlsfeld/Melsungen. Nicht nur der 800m-Lauf der weiblichen U20 mit Karolin Siebert und Marie Wagner sowie der Meilenlauf der beiden Jugendlichen Christian Schulz und Lorenz Funck sollte aus Melsunger Sicht im Mittelpunkt des Feriensportfestes im niedersächsischen Alfeld im Mittelpunkt stehen. Auch der 200m-Lauf mit Michael Hiob und dem Jugendlichen Dennis Horn versprach Spannung und ein gutes Ergebnis. Aber es kam anders als man dachte, denn für die beste Melsunger Leistung sorgte die 20-jährige Katharina Wagner im 200m-Lauf der Frauen. Die Kunststudentin, die zu Beginn der Veranstaltung im strömenden Regen die 100 Meter in 13,08 Sekunden zurückgelegt hatte, überzeugte auch über die doppelt so lange Strecke mit 26,65 Sekunden. „Schade, dass die Bedingungen nicht so gut waren, sonst hätte ich zwei persönliche Jahresbestzeiten aufgestellt“, war sich Katharina Wagner sicher.

Nach ihren 2:19 Minuten über 800 Meter, die sie beim PSV-Meeting in Kassel erzielt hatte, war Karolin Siebert ein glänzender Wiedereinstieg nach monatelangen Schwierigkeiten gelungen. Die Hessische Jugend-Hallenmeisterin musste sich zu Beginn der Freiluftsaison mit gesundheitlichen Problemen herumschlagen und hatte danach das Pech gepachtet. Auch Marie Wagner war in der letzten Woche gesundheitlich angeschlagen. In Alfled sollten beide im 800m-Lauf mit Patrizia Spanke (Molbergen) messen, die beim PSV Meeting mit 2:16,64 Minuten eine starke Zeit lief und sich weiter in der Bestenliste nach vorn schieben. Aber sowohl Karolin und Marie verzichteten auf einen Start über die beiden Stadionrunden. Dafür stellten sie sich über 100 und 200 Meter der Konkurrenz.

Bei strömenden Regen sprintete Michael Hiob die 100 m in 11,71 Sekunden. Foto: nhNachdem bei strömenden Regen ihre Zeiten (Siebert, 13,89) und (Wagner, 13,91) schon enttäuschend waren, hatte Trainer Alwin J. Wagner nach den guten Eindrücken beim Bergsprint mit 200m-Bestzeiten gerechnet. Aber auch auf dieser Distanz blieben Karolin Siebert (28,46) und Marie Wagner (28,90) vieles schuldig und weit hinter den Erwartungen zurück.

Da Dennis Horn und Michael Hiob etwa gleich stark einzuschätzen waren, ihre Jahresbestzeiten (23,46, Horn) und (23,49, Hiob) lagen nur 0,03 Sekunden auseinander, war der Ausgang des 200m-Rennens völlig offen. Beim 100m-Sprint genoss der Jugendliche Horn einen Vorteil, weil er noch bei strahlenden Sonnenschein laufen durfte und deshalb die Möglichkeit hatte, eine gute Zeit vorzulegen. Mit 11,56 Sekunden setzte sich der Sportstudent in der U20 souverän vor Steffen Schlender (LG Weserbergland, 11,95) und den Bestzeit laufenden Christian Schulz (12,49 Sek.) durch. Kurze Zeit später, als Michael Hiob und Mario Nadler an den Start gingen, regnete es Bindfäden, so dass man etwa 0,2 Sekunden von den erzielten Zeiten abziehen muss, um einen gerechten Vergleich zu bekommen. In diesem Rennen holte sich Hiob bei den Männern hinter Adam Hess (Oldenburg, 11,21) und Julien Karn (VfL Wolfsburg, 11,71) mit 11,71 Sekunden den dritten Platz. Mario Nalder blieb mit 12,99 Sekunden trotz der schwierigen Bedingungen unter den anvisierten 13 Sekunden.

In der Führung der völlig ausgepumpte Christian Schulz, der sich im Ziel des Meilenlaufs gerade noch vor seinem Trainingspartner Lorenz Funck retten konnte. Foto: nhEine Stunde später sicherte sich der zweifache nordhessische Jugendmeister seinen zweiten Sieg diesem Nachmittag, denn auch im 200m-Lauf war er mit 23,73 Sekunden nicht zu bezwingen. Michael Hiob, der unmittelbar vorher nur 24,09 Sekunden vorgelegt hatte, wirkte auf der Zielgeraden wieder verkrampft. „Meine Kraftwerte sind gut, aber meine Schnelligkeit in den Beinen ist noch nicht ausreichend“, so Hiob, der in Alfeld zweimal gegen Dennis Horn den Kürzeren zog. Mario Nadler, der mit 26,76 Sekunden fast an seine Bestzeit von Bebra heranlief, verlor das Privatduell gegen Katharina Wagner um 0,11 Sekunden.

Der abschließende Höhepunkt aus Melsunger Sicht sollte der Meilenlauf über 1.609,344 Meter werden. Der Veranstalter stoppte für alle Läufer offziell die 1500m-Zeiten heraus. Christan Schulz und Lorenz Funck hatten sich vorgenommen, die selten gelaufene englische Meile unter 4:40 bzw. 4:50 Minuten zurückzulegen. Damit wollte man ein weiteres Ausrufezeichen für die nächsten Wettkämpfe setzen. Aber am Ende kam es für Christian Schulz, wie es kommen musste. Nachdem er die 1000 Meter nur in 3:02 Minuten anlief, obwohl dafür 2:55 vorgesehen waren und die 1500m-Marke mit fast acht Sekunden Rückstand (4:30,7) erreicht hatte, stand fest, dass er sein erstes Meilenrennen nicht unter 4:40 Minuten beenden und auch keine zehn Sekunden gegen Lorenz Funck herauslaufen würde.

Der Jugendliche aus Obermelsungen, der sich drei Tage vorher über 5000 Meter auf 16:11 Minuten verbessert hatte, und diesen anstrengenden Lauf noch in den Beinen spürte, merkte schon bald, dass sein Trainingspartner nicht mit den frischesten Eindruck nach Alfeld angereist war und nicht so frisch wirkte. Funck, der locker das angeschlagene Tempo von Schulz mitlaufen konnte, hing vier Runden wie eine Klette an dem Mittelstreckenläufer aus Röhrenfurth und lag bei den festgelegten Zwischenmarken nie mehr als eine Sekunde zurück. So lief es von Beginn an nach dem Plan von Funck, der die vier Runden in 72 Sekunden zurücklegen sollte. Schulz hatte den Auftrag, alle vier Teilabschnitte knapp unter 70 Sekunden zu laufen.

Die Melsunger Leichtathleten trafen in Alfeld die Olympiasiegerin im Kugelstoßen von 1984, Claudia Losch. Foto: nhBereits beim PSV-Meeting im Kasseler Auestadion wurde Christian Schulz im 800m-Lauf ein Opfer seiner falschen Taktik, weil er zu langsam die erste Runde anlief. Im Ziel schrammte er am Mittwoch nur um 0,04 Sekunden an einer Zeit unter 2 Minuten vorbei. In Alfeld war er aber nicht in der Lage, das vom Trainer empfohlene Tempo zu laufen. Alwin J. Wagner war deshalb von seinem Schützling enttäuscht. „Christian hat das Potenzial, die 1000 Meter nicht nur unter 2:38 Minuten zu laufen, er ist auch ín der Lage über 1500 Meter eine Zeit unter 4:15 Minuten hinzulegen. Aber wenn man, wie einige andere Athleten aus Melsungen, noch weit nach Mitternacht bei der Kirmes in Röhrenfurth noch „richtig dabei“ ist, darf man sich auch nicht wundern, wenn man am nächsten Tag nicht fit ist und die guten Trainingsleistungen und die guten Trainingsergebnisse in unerreichbare Ferne rücken. Das gilt nicht nur für Christian, auch die anderen MT-Starter, die ausgiebig feierten, sollten sich diesen Schuh anziehen“, betonte Alwin J. Wagner sichtlich verärgert.

Für Lorenz Funck, der wieder sehr couragiert lief und sich für dieses Jahr noch Ziele gesetzt hat, wurde als 1500m-Zeit 4:31,60 Sekunden notiert. Mit diesem Ergebnis verfehlte er seine Bestleistung von 4:31,24 Minuten, die er bei den Kreismeisterschaften in Melsungen erzielt hatte, nur ganz knapp. Christian Schulz, der sich bei den Kreismeisterschaften mit 4:26,64 Minuten den Titel in der Männerklasse geholt hatte, blieb dagegen vier Sekunden hinter seinem Hausrekord zurück. Aber noch scheint nichts verloren zu sein, denn die Freiluftsaison der Leichtathleten geht noch bis Anfang Oktober. (ajw)



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