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Franziska Ebert lief 800 Meter in 2:26 Minuten

Start zum 800m-Lauf der Schülerinnen, wo es für die beiden Melsunger Vertreterinnen - ganz rechts - einen Doppelsieg gab. Foto: nhHeiligenrode/Melsungen. Mit persönlichen Bestzeiten und zwei Doppelsiegen kehrten die Leichtathleten der MT Melsungen vom ersten Teil der Laufserie aus Heiligenrode sehr erfolgreich zurück. Christian Schulz und Karolin Siebert über 1500 Meter der U20 sowie Franziska Ebert über 800 Meter der U16 liefen sich mit ihren guten Zeiten sogar in die TOP-TEN des Hessischen Leichtathletik-Verbandes.

Im 1500m-Lauf der Mittelstrecken-Asse kam man wegen des sehr großen Teilnehmerfeldes zunächst in Verlegenheit, sich richtig zu orientieren. Aber vor der ersten Kurve hatte jeder Läufer seinen entspechenden Platz gefunden und konnte somit sein Rennen laufen. Christian Schulz aus Röhrenfurth legte die erste Runde in sehr schnellen 66 Sekunden zurück, nahm dann aber auf dem zweiten Teilabschnitt das Tempo heraus, so dass er erst nach 2:20 Minuten bei der 800m-Zwischenmarke ankam. Lorenz Funck, der drei Tage vorher noch an den deutschen 10km-Straßenlaufmeisterschaften teilgenommen hatte, sorgte in diesem Rennen für die große Überraschung. Der 18-Jährige mischte in der Spitzengruppe mit, als sei es die selbstverständlichste Sache der Welt. Nur zwei Sekunden hinter seinem Trainingspartner passierte er die 1000 Meter in 2:58 Minuten. Christian Schulz vertraute auf seinen Endspurt und somit noch auf eine Zeit unter 4:20 Minuten. Aber der Versuch, auf der Zielgeraden zum Sturm zu blasen, war dieses Mal kein Erfolg beschieden. Der Vierte der HLV-U20-Meisterschaften über 800 Meter konnte sich nicht mehr von Lorenz Funck lösen. Dennoch siegte souverän in 4:23,80 Minuten. Obwohl sich Schulz um fast drei Sekunden verbessert hatte und sich mit dieser Zeit in die TOP-TEN der Landesbestenliste lief, zeigte er sich unzufrieden. „Heute wollte ich unter 4:20 Minuten laufen, aber mir scheint, dass die Strecke zu lang für mich ist. Bei einem hohen Tempo fehlt mir auf der letzten Runde das Stehvermögen“, sagte der 18-Jährige, der nun auf eine gute Hallensaison hofft.

Karolin Siebert überzeugte auch über 1500 Meter. Foto: nhSarah Langheld und Alessia Oglialoro beim 800m-Lauf der W10. Foto: nhLorenz Funck, der selbst auf den letzten 200 Meter nicht wankte und im Endspurt gegen Christian nicht an Boden verlor, steigerte sich als Zweiter von 4:31,24 auf 4:25,52 Minuten. Nach diesem guten Lauf der beiden Melsunger Vetreter gab es den ersten Doppelsieg für die MT in der U20. Den dritten Platz erlief sich Nils Wolkonski aus Niederelsungen mit 4:34,68 Minuten. Auf den Plätzen vier bis sechs folgten die Jugendlichen vom PSV Grün-Weiß Kassel, dem selbst ernannten TOP-Laufverein in Nordhessen: Andebrhan Teklhamanet (4:35,77), Konrad Lang (4:37,59) und Leon Kollenbach (4:56,13).

Es war auch ein Genuß Karolin Siebert über 1500 Meter laufen zu sehen. Die Jugendliche, die zum ersten Mal diese Strecke lief, sorgte dafür, dass der Gedanke an ein langsames Rennen mit allmählicher Steigerung nicht aufkam. Die erste Runde legte sie in 75 Sekunden zurück, so dass sich hinter ihr ein großer Zwischenraum auftat. Selbst die mitlaufenden Senioren konnten diesem Tempo nicht folgen. Nach zwei Runden zeigte die Uhr 2:42 Minuten; die 1000 Metermarke passierte Karolin nach 3:25 Minuten, und die letzte Runde lief sie noch einmal unter 80 Sekunden. An ihrem Sieg wurde nie gezweifelt. Aber dass sie sich mit 5:09,72 Minuten so deutlich gegen Jana Raufenhaus (TSV Eschwege, 5:28,11) durchsetzen konnte, war doch überraschend. Ihre Trainingspartnerin Julia Klute verriet ebenfalls aufsteigende Form und verbesserte sich von 5:56,40 auf 5:45,96 Minuten. Damit blieb sie als Dritte vor Marie Wilhelm aus Eschwege, die nach 5:49,24 Minuten die Ziellinie passierte. „Dieser 1500m-Lauf hat mir nicht nur Spaß gemacht, er war vor allem auch nicht so anstrengend wie ein 400m-Lauf“, sagte die Siegerin, die mit ihrer Zeit von 5:09,72 in der aktuellen Landesbestenliste auf Rang sieben zu finden ist.

Lorenz Funck lief nach seinem guten 10 km-Rennen nun auch Bestzeit über 1500 Meter. Foto: nhFür einen weiteren MT-Sieg zeigte sich Marvin Knaust im 800m-Lauf der U16 verantwortlich. Der 14-Jährige scheint zur Zeit in seiner Altersklasse keinen Gegner im Schwalm-Eder-Kreis und auch in der Region Nord zu haben, denn sowohl beim Nordhessen-Cup als auch in Heiligenrode erreichte er mit großem Vorsprung als Erster das Ziel. Der vierfache Nordhessenmeister zog mit lockeren großen Schritten unmittelbar nach dem Start auf und davon und hatte nach der ersten Runde bereits über fünf Sekunden Vorsprung. Auf der zweiten Hälfte baute er seine Führung weiter aus und siegte in 2:18,21 Minuten vor drei Schülern aus Heiligenrode. Hendrik Holzhauer (2:27), Friedrich von Uckro (2:32) und Niklas Holzhauer (2:35 Minuten) belegten die Plätze zwei bis vier. In der M13 belegte Till Steuber mit 2:49,45 Minuten den fünften Platz. Besser machte es der zwei Jahre jüngere Nico Dörfel. Nach einer forschen Anfangsrunde (79 Sekunden) kämpfte er bei nachlassenden Kräften mit dem Mut der Verzweiflung. Aber auf der Zielgeraden musste er Elias Koch (LG Eder) vorziehen lassen. Dennoch stellte der Elfjährige mit 2:46,25 Minuten einen neuen Hausrekord auf und verbesserte die Jahresbestzeit im Schwalm-Eder-Kreis, die Florian Bahlburg (Borken) mit 2:59,71 Minuten inne hatte, um über 13 Sekunden.

Im 800m-Lauf der Schülerinnen gab es den erwarteten Melsunger Doppelsieg durch Franziska Ebert und Lynn Olson. Allerdings hatte man Lynn Olson als Erste im Ziel erwartet, aber Franziska machte ihr mit einem unwiderstehlichen Spurt einen Strich durch die Rechnung. Die beiden Melsunger TOP-Läuferinnen ergriffen nach dem Startschuss die Flucht nach vorn und rissen das 14-köpfige Feld sofort auseinander. Die erste Runde legte Lynn in 70 Sekunden zurück und lag damit fast drei Sekunden vor ihrer Verfolgerin. Die 14-Jährige aus Adelshausen forcierte nach der dritten Kurve noch einmal ihr Tempo und versuchte ihre Trainingspartnerin abzuschütteln. Aber es gelang ihr nicht. In dem lang auseinander gezogenen Feld wurde es ausgangs der letzten Kurve richtig spannend. Lynn lief mit einem kleinen Vorsprung in die Zielgeraden hinein, aber hinter ihr mobilisierte Franziska ungeahnte Kräfte und kam mit langen Schritten immer dichter an die großartig kämpfende Lynn Olson heran. Diese musste wieder einmal den Tribut für ihr flottes Anfangstempo zollen und hatte nach ihrem mutigen Tempolauf nichts mehr entgegenzusetzen. Franziska zog 50 Meter vor der Ziellinie an ihr mühelos vorbei und lief sich mit glänzenden 2:26,57 Minuten auf Rang acht der Hessischen Bestenliste. Mit ihrer Bestzeit verdrängte sie Laura Weigel (Breidenbach, 2:26,96) einen Platz nach hinten. Lynn Olson verpasste ihren Hausrekord, den sie eine Woche vorher im Alleingang in Uslar mit 2:29:45 Minuten aufgestellt hatte, nur um 0,25 Sekunden. Platz drei in diesem spannenden Rennen ging an Hanna Grosshennig vom TSV Ihringshausen, die über 200 Meter zurücklag.

Nach der ersten Runde hatte sich Lynn Olson einen Vorsprung vor Franziska Ebert herausgelaufen. Foto: nhEine Augenweide war auch der 800m-Lauf der jüngsten Teilnehmerinnen. Die 9-jährige Alessia Oglialoro hielt in ihrem ersten Lauf über diese Strecke glänzend mit und sicherte sich mit einem schönen, lockeren Laufstil nach 3:10,03 Minuten hinter Anna-Lena Lenz (Niederelsungen, 3:07,54) den zweiten Platz. Hinter Louisa Kollenbach (GW Kassel, 3:13,33) holte sich Sarah Langheld mit 3:17,02 Minuten Rang vier.

Obwohl Aaron Werkmeister seine persönliche 1500m-Bestzeit, die er als Kreismeister der U18 mit 4:51,03 Minuten aufgestellt hatte, nach einem fluminanten Schlussspurt um genau acht Sekunden verbessern konnte, wurde er in einem sehr starken Feld nur Sechster. „Diese Zeit zeigt mir aber, dass ich wieder im Kommen bin und mich in der Hallensaison für die Landesmeisterschaften über 800 Meter qualifzieren werde“, sagte der 17-Jährige voller Zuversicht.

Im 1500m-Lauf der M55 verbesserte sich Bernd Gabel, der am Wochenende bei den süddeutschen Mehrkampfmeisterschaften in Nieder-Olm im Fünfkampf an den Start gehen wird, auf 6:22,92 Minuten und zeigte sich damit zufrieden.(ajw)



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