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Jobcenter und Oikos Sozialzentrum beraten Arbeitssuchende

Elke Sinning (rechts)  bei der Durchführung der Beratung. Foto: Markus NeumannSchwalmstadt. Seit Juli 2014 bietet das Jobcenter Schwalm-Eder an seinen Standorten Schwalmstadt, Homberg, Fritzlar und Melsungen in Kooperation mit dem Oikos Sozialzentrum Schwalmstadt soziale Beratung für Arbeitssuchende mit psychischen und sozialen Problemen an.  „Ausgehend davon, dass es vielen der von uns betreuten Menschen nicht gelingt, sich vor dem Hintergrund großer persönlicher Probleme auf eine tragfähige Zusammenarbeit einzulassen, wird deutlich, dass es einen psychosozialen Beratungsbedarf über die Angebote des Jobcenters hinaus gibt“, erklärt Hans-Gerhard Gatzweiler, Geschäftsführer des Jobcenters Schwalm-Eder.

Auf dieser Grundlage wurde die Kooperation mit dem Oikos Sozialzentrum ins Leben gerufen. Zunächst geht es um das Erkennen und Bearbeiten von Hemmnissen, die eine Rückkehr in das Arbeitsleben besonders erschweren. Diese können beispielsweise in psychischen Erkrankungen oder besonderen sozialen Problemen begründet sein. Aufgabe der sozialen Beratung ist es dann, nach Unterstützungsangeboten zu suchen, die bei der grundlegenden Verbesserung der persönlichen Situation helfen können. Im Vordergrund steht dabei die Freiwilligkeit:

„Die Soziale Beratung im Jobcenter richtet sich an Menschen, die diese Hilfe wünschen. Sie wird angeboten, nicht angeordnet“, ergänzt Elke Sinning, Mitarbeiterin des Oikos Sozialzentrums. Wichtig sei dabei, dass es zu einer guten Gesprächsatmosphäre komme, die es erlaubt, eine respektvolle und annehmende  Basis zu schaffen. Zwar sei es Auftrag der Sozialen Beratung, den Hilfesuchenden und dem Jobcenter konkrete Vorschläge zur Bearbeitung der vorliegenden Probleme zu unterbreiten, „aber die Vertraulichkeit des Beratungsgespräches bleibt gewahrt“, so Elke Sinning weiter.

Seit Aufnahme der Kooperation im vergangenen Jahr konnten bereits 50 Beratungen zu Ende geführt werden. Aktuell wurde das Angebot auf mehr als 50 neue Fallübernahmen erweitert. „Die ist Bilanz ist sehr gut. Sowohl die Meisten der beratenen Teilnehmer als auch die zuständigen Arbeitsvermittler äußern eine hohe Zufriedenheit“, berichtet Hans-Gerhard Gatzweiler.

Daher wird es auch zukünftig das Bestreben sein, arbeitssuchenden Menschen mit besonderer Problemlagen ergänzende Beratungshilfe anzubieten. Nicht zuletzt hat auch die Politik erkannt, wie hemmend sich gesundheitliche und soziale Probleme auf die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen auswirken. Schlimmer noch, Langzeitarbeitslosigkeit kann solche Probleme erst verursachen. Elke Sinning und Hans-Gerhard Gatzweiler sind sich daher einig: „Der Bedarf für Soziale Beratung im Jobcenter ist da, daher werden wir dieses Projekt auch in Zukunft gemeinsam fortführen.“

Hintergrund:
Die Soziale Beratung in den Jobcenterstandorten Schwalmstadt, Homberg, Fritzlar und Melsungen ist für die Teilnehmer ein freiwilliges und kostenfreies Angebot. Das Projekt finanziert sich aus Mitteln des Jobcenters Schwalm-Eder. Zielgruppe sind Menschen im Hartz IV – Leistungsbezug, die Beratung und Hilfe bei der Bewältigung sozialer und gesundheitlicher Probleme benötigen. Der Vorschlag und die Vermittlung in die Beratung erfolgt über den zuständigen Arbeitsvermittler.

Zielsetzung der Beratung ist eine individuelle Gesprächsbegleitung, das Erkennen von besonderen Vermittlungshemmnissen und die Erarbeitung von gemeinsamen Vorschlägen zu deren Bewältigung. Hierzu steht ein Gesamtumfang von 10 Stunden pro Teilnehmer zur Verfügung. Die Beratung findet nach persönlicher Vereinbarung in den Räumen der vier Jobcenterstandorte statt. Die Teilnehmer bekommen anfallende Fahrtkosten durch das Jobcenter erstattet.

Die Beratungen werden durch Elke Sinning (Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin und Systemische Familientherapeutin) und Friedhelm Oehler (Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge) durchgeführt. (red)



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