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MT im DHB-Pokal: Nach Hamburg über Ludwigshafen

Auf die Defensive wird es ankommen, so wie in dieser Szene mit (v.l.) Villadsen, Danner, Maric (verdeckt) und P. Müller. Foto: Alibek KäslerLudwigshafen/Melsungen. Der Weg nach Hamburg führt nur über Ludwigshafen. Anders ausgedrückt: Wenn die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen am Endrundenturnier um den DHB-Pokal teilnehmen wollen, müssen sie die Rhein-Neckar Löwen ausschalten, die zu diesem Spiel in die Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle ausweichen. Anwurf zu diesem Viertelfinale ist am Mittwoch, 16. Dezember, um 20 Uhr. Das Spiel wird live übertragen von Radio HNA und Sport1.

Jetzt, in den letzten Wochen des Jahres, in denen schon der normale Ligakalender dicht gedrängt ist, steht auch noch eine DHB-Pokalrunde auf dem Programm. Dabei geht es um nicht weniger als um den Einzug ins FinalFour, also die Endrunde der vier besten Pokalmannschaften Deutschlands. Wer am 30. April nächsten Jahres in Hamburg dabei sein will, muss sich am Mittwoch in den Viertelfinals durchsetzen. Neben der Begegnung der MT beim aktuellen Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen stehen sich noch Magdeburg und Göppingen, Kiel und Flensburg/Handewitt sowie der Bergische HC und als einziger Zweitligist GWD Minden gegenüber. Damit ist klar: Von den beiden Traditionsteilnehmern aus dem Norden wird diesmal nur einer dabei sein und mit dem Bergischen HC oder GWD Minden gibt es einen FinalFour-Debütanten.

„Macht’s noch einmal Jungs!“
Die MT-Anhänger wünschen sich natürlich sehnlichst “Macht’s noch einmal, Jungs!” Die Nordhessen brachten dem Tabellenführer bekanntlich die einzige Niederlage in der bisherigen Saison bei. Vor gut drei Wochen entzauberte die Mannschaft von Trainer Michael Roth in einem begeisterten Match in der ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle die Rhein-Neckar Löwen mit 25:23. Aufbauend auf einer bärenstarken Abwehr mit einem im zweiten Durchgang über sich hinauswachsenden Johan Sjöstrand schafften die Rotweissen die Sensation. Es war zweifelsfrei die beste Leistung, die das MT-Team in seiner 10-jährigen Bundesligageschichte gezeigt hat.

Doch das ist, wie gesagt, gut drei Wochen her. Seitdem ringen Müller & Co. um ihre Form. Die anschließenden Bundesligaspiele gegen Kiel, den HSV und Wetzlar wurden nämlich allesamt verloren. Jedesmal zwar erst in der Schlussphase, aber Niederlage bleibt Niederlage. Und ausgerechnet jetzt kommt das Pokalspiel gegen den stärksten Gegner, den man sich in diesem Wettbewerb vorstellen kann. Schon gleich nach der Auslosung Anfang November hatte Trainer Roth sein Bedauern, aber gleichzeitig auch eine gewisse Zuversicht deutlich gemacht: “Das ist schon etwas frustrierend, denn es ist das schwerste und damit schlechteste Los, was wir bekommen konnten. Erst recht natürlich, wenn man so dicht vor dem FinalFour steht. Wenn es wenigstens ein Heimspiel gewesen wäre. Andererseits: Im Pokal ist vieles möglich und auch dieses Spiel muss erst gespielt werden. Wir werden auf alle Fälle unser Bestes geben, um den Traum von der vierten Endrundenteilnahme in der Vereinsgeschichte wahr werden zu lassen”.

MT mit guten Erinnerungen an die Friedrich-Ebert-Halle
Ob es für die MT ein Vor- oder ein Nachteil ist, dass die Rhein-Neckar Löwen dieses Spiel nicht in ihrem “Wohnzimmer”, der 13.000 Zuschauer fassenden SAP-Arena austragen, sondern in der mehr als sechs Mal kleineren Friedrich-Ebert-Halle (2.034 Plätze), wird sich zeigen. Der Umzug ist notwendig geworden, weil die Arena am Mittwoch mit dem Konzert “Night of the Proms” belegt ist. Die Halle in Ludwigshafen, exakt 10 Kilometer von der Mannheimer Arena entfernt gelegen, ist der MT noch bestens aus den Spielen gegen die Friesenheimer Eulen bekannt, die dort ihre Heimstatt haben. Vielleicht ist das letzte dort erzielte Ergebnis ja ein gutes Omen. Das war der 35:29-Sieg am 28. März diesen Jahres, also in der vergangenen Saison, in der die TSG noch zur 1. Bundesliga gehörte.

Im DHB-Pokal messen sich die MT und die Löwen am Mittwoch übrigens schon zum fünften Mal. In den vier vorangegangenen Begegnungen zogen die Nordhessen jeweils den Kürzeren. Während die MT in 1996, 2013 und 2014 jeweils im FinalFour stand, blicken die Löwen bereits auf acht Endrunden-Teilnahmen zurück. Davon standen die Gelbhemden dreimal im Finale, allerdings ohne den Pokal bislang zu gewinnen.

Roth: “ Durststrecke nach fünf Monaten Sonnenschein“
Ob die MT zum vierten Mal in ihrer Vereinsgeschichte Hamburg buchen kann, wird nicht zuletzt davon abhängen, wie gut die Defensive funktioniert. “Es ist richtig, dass wir gerade das, was uns fast die ganze Hinrunde über ausgezeichnet hat, zuletzt etwas vernachlässigt haben”, räumt Michael Roth ein. “Das ist aber nicht mit Absicht passiert, sondern eher dem Kräfteverschleiss geschuldet. Fast fünf Monate lang hat die Sonne auf uns geschienen, jetzt erleben wir eine Durststrecke. Mit dem 4. Platz zur Halbzeit der Saison sind wir mehr als zufrieden. Das Pokalspiel ist jetzt mal ein ganz anderes Thema. Gegen eine Top-Mannschaft wie die Rhein-Neckar Löwen können wir nicht viel verkehrt machen. Gleichwohl muss die Gelegenheit, das FinalFour erreichen zu können, jeden Spieler noch einmal beflügeln. Wenn wir einen guten Tag erwischen, ist gegen jeden Gegner etwas drin”, so der MT-Coach.

In Ludwigshafen wird Roth wieder in der gleichen Besetzung antreten lassen, wie zuletzt in Wetzlar. Das heißt, Nenad Vuckovic fehlt verletzungsbedingt, weiterhin auch Malte Schröder, während Patrik Fahlgren an Bord ist. “Aber”, so Roth, “wir dürfen von Patrik noch keine Wunderdinge erwarten. Er hatte einen guten Einstand in Wetzlar, braucht nach achtmonatiger Verletzungspause jedoch noch etwas Zeit”.

Berichterstattung aus Ludwigshafen: Das Pokal-Viertelfinale am Mittwoch wird ab 20 Uhr live übertragen von Radio HNA auf radiohna.de, Reporter vor Ort ist Patrick Schuhmacher. Sport1 schaltet unmittelbar nach dem Ende des Pokalspiels Kiel gegen Flensburg/Handewitt, das um 18.45 Uhr angepfiffen wird, von der Sparkassen-Arena in die Ludwig-Ebert-Halle um.

Schiedsrichter: Matthias Brauer (Hamburg) / Kay Holm (Hagen, Schleswig/H.); DHB-Aufsicht: Thorsten Zacharias.

Die DHB-Pokal Viertelfinalpaarungen (alle am 16.12.15):
THW Kiel    – SG Flensburg-Handewitt, 18:45 Uhr, Sparkassen-Arena Kiel
SC Magdeburg – FRISCH AUF! Göppingen, 19:00 Uhr, GETEC-Arena Magdeburg
Rhein-Neckar Löwen – MT Melsungen, 20:00 Uhr, Fr.-Ebert Halle Ludwigshafen
Bergischer HC – TSV GWD Minden, 20:15 Uhr, Uni-Halle Wuppertal

Die Sieger sind für das Final Four-Endrundenturnier in Hamburg qualifiziert, das am 30.4. und 1.5.2016 ausgetragen wird. (Bernd Kaiser)



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