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JAV-Wahlen: Die Jugend wählt ihre Vertreter im Betrieb

Bis Ende November sind 2.500 junge Beschäftigte aufgerufen, ihr Votum abzugeben

Jörg Lorz, Jean-Marc Sippel und Matthias Ammer. Foto: Martin Sehmisch

Jörg Lorz, Jean-Marc Sippel und Matthias Ammer. Foto: Martin Sehmisch

Nordhessen. Rund 2.500 junge Beschäftigte werden im Oktober und November in 50 nordhessischen Metallbetrieben an die Wahlurnen gerufen, darunter auch die Volkwagen- und Daimler-Werke in Kassel und Baunatal. Gewählt werden dann die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV). „Die gewählten JAV-Mitglieder sind für die jungen Beschäftigten im Betrieb wichtige Ansprechpartner“, erklärt IG Metall-Jugendsekretär Matthias Ammer. „Sie kümmern sich um die spezifischen Interessen und Probleme der jungen Belegschaft.“ Gemeinsam mit der IG Metall haben die JAV-Gremien etwa die Ausbildungsqualität ebenso im Blick wie die Übernahme nach erfolgreicher Abschlussprüfung von Azubis. Die Größe der Gremien orientiert sich an der Zahl der Beschäftigten unter 18 und der Auszubildenden unter 25 Jahren. Im Daimler-Werk in Kassel etwa besteht die JAV aus fünf gewählten Jugendvertretern. Knapp 150 Wählerinnen und Wähler dürfen hier am 18. November deshalb bis zu fünf Kreuze machen. Unter den Kandidaten befindet sich auch der bisherige JAV-Vorsitzende Jean-Marc Sippel (21). Zusammen mit seinen Mitstreitern hofft er auf eine hohe Wahlbeteiligung. Zuletzt betrug sie rund 70 Prozent – ein guter Wert. Wahlberechtigt sind jugendliche Beschäftigte unter 18 und Auszubildende unter 25.

Themen: Übernahme, Ausbildungsqualität
Die JAV bei Daimler arbeitet eng mit Betriebsrat und IG Metall zusammen. „Wir haben eine Menge Themen auf dem Zettel“, sagt Jean-Marc Sippel. „Das reicht von der Übernahme der Ausgelernten über die Verbesserung der Ausbildungsqualität bis hin zum Wunsch nach einer besseren Versorgung mit Getränken«, berichtet er. Einen neuen Kaffeeautomaten konnte die JAV relativ schnell organisieren. „Wir haben mit dem Ausbildungsleiter gesprochen und die Zusage erhalten, dass der Betrieb sich kümmern wird“, berichtet Sippel. Andere Themen sind indes nur auf der Ebene der Gesamt-JAV (GJAV) zu regeln, die bundesweit für alle Daimler-Standorte agiert – eine Besonderheit größerer Unternehmen. Erfolgreich war die GJAV bei Daimler etwa bei der schrittweisen Reduzierung der Befristungen bei einem kleinen Teil der ausgelernten Azubis. „Wenn ein ganzer Jahrgang gut oder sehr gut abschneidet, dann ist eine Befristung einfach nicht fair“, sagt Jean-Marc Sippel. Auf entsprechenden konzernweiten Druck habe das Unternehmen bereits reagiert. „Es gibt jetzt weniger Befristungen und wir arbeiten daran, dass dieser Trend fortgesetzt wird“, sagt er. Besonders gut klappt JAV-Arbeit, wenn sie Hand in Hand mit dem Betriebsrat geleistet wird. „Wir sind bei Jugendthemen häufig gemeinsam aktiv“, sagt IG Metall-Betriebsratsmitglied Jörg Lorz. „Es lohnt sich für die jungen Beschäftigten, eine JAV zu haben, die sich um ihre Interessen kümmert“, sagt IG Metall-Jugendsekretär Matthias Ammer. „Da laufen viele Sachen einfach besser.“ Die Gewerkschaft ist gerne behilflich bei der erstmaligen Wahl einer JAV, sagt Ammer. „Wir sind jederzeit ansprechbar und helfen bei Anlaufschwierigkeiten im Betrieb“, kündigt er an.

Internet: igmetall-nordhessen.de/jugend (red)



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