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Auf Augenhöhe zusammenarbeiten

An der Melanchthon-Schule gestalteten die Schüler eine alte Tür künstlerisch zum Thema Gerechtigkeit. Foto: nh

An der Melanchthon-Schule gestalteten die Schüler eine alte Tür künstlerisch zum Thema Gerechtigkeit. Foto: nh

Schwalmstadt. Was haben Förderschüler mit Schülern eines Gymnasiums gemeinsam? Dieser Frage gehen die Hermann-Schuchard-Schule und die Melanchthon-Schule Steinatal seit mehreren Jahren nach. Die beiden Schulen veranstalten eine gemeinsame Sommerwerkstatt, um den Schülern Begegnungsmöglichkeiten und Raum für Austausch zu bieten. Insgesamt vier Bereiche standen in diesem Jahr zur Auswahl. Die Schüler konnten sich einwählen – dabei gab es sowohl die Möglichkeit, gemeinsam an musischen oder künstlerischen Projekten zu arbeiten oder sich eher handwerklich zu betätigen, etwa auf dem Hofgut Richerode.

Auf diesem großen Bio-Bauernhof, der zum Hephata-Geschäftsbereich Soziale Rehabilitation gehört, arbeiten rund 40 Menschen mit Unterstützungsbedarf. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden bewirtschaften sie rund 250 Hektar Fläche und züchten unter anderem Rinder und Schweine.

In Richerode konnten die Schüler einen Einblick in die moderne Bio-Landwirtschaft bekommen und durften auch selbst mitarbeiten – eifrig schwangen sie die Mistgabel und halfen bei der Fütterung.

An der Melanchthon-Schule gestalteten die Schüler eine alte Tür künstlerisch zum Thema Gerechtigkeit. In Kleingruppen überlegten die Schüler, was sie unter dem das Thema Gerechtigkeit verstehen und malten und bastelten anschließend gemeinsam. Dabei lernten sie, auch mit den Beeinträchtigungen ihrer Mitschüler umzugehen und diese in den Schaffensprozess einzubinden, indem sie zum Beispiel die Rollstuhlräder eines Jungen mit Gehbehinderung mit Farbe bestrichen und dieser damit dann über eine Leinwand fuhr.

Auf dem Hephata-Stammgelände wurden zwei musisch-künstlerische Workshops angeboten: Im „Orchester“ stand der Spaß am gemeinsamen Musizieren im Vordergrund. Im Beisein von erfahrenen Musikern konnten sich die Schülerinnen und Schüler kreativ ausleben und viel Neues lernen: „Beim gemeinsamen Musizieren fühlt man sich frei und alle Unterschiede werden nichtig“, berichtete eine der Bläserinnen.

Der zweite Workshop fand in der Theaterwerkstatt „Black Box“ statt. Hier werden Theaterstücke im Schwarzlicht, Straßentheater mit Masken und Puppen und Sketche aufgeführt. Die Stücke werden gemeinsam entwickelt und eingeübt. Schwarzlichtheater ist eine mit Musik untermalte, pantomimische Darstellung ohne Text. Besonders das Hineinversetzen in andere Rollen und das Gestalten der Bühnendekoration bereitete den Schülern große Freude. Zum Abschluss des Projekts folgte eine gemeinsame Theateraufführung mit musikalischer Begleitung, die bei den Mitschülern für viel Begeisterung sorgte.

Am Ende der Sommerwerkstatt gab es im Rahmen einer kleinen Abschlussfeier im Haus Nazareth viele tolle Ergebnisse zu bestaunen und alle Schülern erhielten eine Teilnehmerurkunde. Viele von ihnen zeigten sich sichtlich stolz auf ihre Arbeit und waren dankbar für die neuen Erfahrungen während des Projekts. (red)



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