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Vivian Groppe und Luis André siegen in Leipzig

Vivian Groppe auf dem Weg zu ihrem Sieg in 8,24 Sekunden. Foto: nh

Vivian Groppe auf dem Weg zu ihrem Sieg in 8,24 Sekunden. Foto: nh

Leipzig/Melsungen. Das Fazit vorneweg: Die beiden Leistungsträger der Melsunger Leichtathleten, Vivian Groppe und Luis André, trumpften beim internationalen Hallenmeeting in Leipzig mit ihren Siegen im 60m-Sprint der W14 sowie im Kugelstoßen der M13 gewaltig auf. Damit sorgten die beiden U16-Athleten bei diesem hochkarätigen Meeting mit Leichtathleten aus dem gesamten Bundesgebiet sowie mit jungen Sportlern aus einigen Ostblock-Staaten, dass sie bei diesem internationalen Flair für kurze Zeit im Mittelpunkt standen.

Vivian Groppe, die bei den hessischen Hallenmeisterschaften der U16 in Hanau bereits mit der Bronzemedaille beeindruckte, imponierte auch in Leipzig beim 26. internationalen Hallenmeeting in der Arena mit zwei brillanten 60m-Sprints.

Bereits im ersten von drei Vorläufen geizte die Schülerin aus Beiseförth nicht mit ihrer Leistung. Die hoffnungsvolle Nachwuchssprinterin der MT 1861 Melsungen musste gegen die schnelle Joeline Miltschus vom TSV Kitzscher) antreten. Nachdem sie am Start noch einige Probleme hatte, fand sie in der Beschleunigungsphase gut in ihr Rennen und setzte sich mit 8,29 Sekunden knapp vor Miltschuss (8,35) durch.

Drei Stunden später fand das Finale der W14 statt, für das sich die acht schnellsten Sprinterinnen dieser Altersklasse qualifiziert hatten. Obwohl sich Vivian Groppe nach außen hin ihre Nervosität kaum anmerken ließ, war sie doch sehr nervös, denn mit 8,29 Sekunden hatte sie die schnellste Vorlaufzeit aller Sprinterinnen der W14 erzielt und somit bestand für sie die Möglichkeit, dieses Rennen sogar zu gewinnen. Es war erstaunlich, wie gut sie damit fertig wurde, denn manche Endlaufteilnehmerin brachte ihre Aufregung mit in den Startblock. Lea Brandecker aus Wernigerode schnellte wie ein nervöses Rennpferd zu früh aus den Blöcken und musste daraufhin disqualifiziert werden, so dass im Finale nur noch sieben Läuferinnen um den Sieg liefen. Und wie im Vorlauf reagierte Joeline Miltschus auch im Finale am schnellsten und lief sich nach dem ersten Drittel der Strecke einen Vorsprung von einem Meter heraus. Aber Vivian Groppe fegte die letzten 30 Metern herunter und demonstrierte damit, dass sie kämpfen und gewinnen kann. Mit vorzüglichen 8.24 Sekunden verpasste sie ihre persönliche Bestzeit nur um 0,04 Sekunden. „Schade, dass es nur zwei Läufe waren. Vielleicht hätte ich mich noch weiter steigern können“, spekulierte sie nach dem Finale und formulierte ihr Ziel für den Sommer: „Die 100 Meter möchte ich gern unter 13 Sekunden und die 300 Meter unter 45 Sekunden laufen“. Das dürfte sicher im Bereich des Möglichen liegen.

Luis André stieß 13,77 m und siegte damit in der Sportarena in Leipzig. Foto: nh

Luis André stieß 13,77 m und siegte damit in der Sportarena in Leipzig. Foto: nh

Für den zweiten Melsunger Sieg in der Leipziger Sportarena, wo auch die Bundesliga-Handball zu Gast ist, sorgte erwartungsgemäß Luis André im Kugelstoßen der M13. Obwohl der zweifache hessische Schülermeister mit 13,77 Meter fast vier Meter vor dem Zweitplatzierten NN, der mit 9, lag, war er mit der Weite nicht zufrieden. Die Organisatoren hatten die Kugelstoßanlage fast in Höhe des 60m-Zieleinlaufs aufgebaut, so dass der Blick der vielen Zuschauer, die die Sprints verfolgten, auch auf die Kugelstoßer erfolgte. Das war eine gute Idee, weil das Kugelstoßen in den großen Hallen wie Dortmund oder Frankfurt ein Schattendasein außerhalb der 200m-Rundbahn fristen.

Luis André, der Klassenkamerad von Sprintsiegerin Vivian Groppe, bereitet sich zurzeit auf die Landesmeisterschaften im blockspezifischen Wettkampf (Kugel, Diskus, Hammer, Speer) vor, der in zwei Wochen in Frankfurt ausgetragen wird. Bereits beim Einstoßen ging die Kugel zweimal über seine Finger, was ihm einige Schmerzen verursachte. Viel zu vorsichtig begann er mit 12,81 m, ließ im zweiten und dritten Durchgang zwei ungültige Versuche folgen und stieß im letzten Versuch die 3kg-Kugel im auf 13,77 Meter. Damit hatte er mehr als vier Meter Vorsprung vor den beiden Leipziger Schülern Julius Tippold (9,74 m) und Anton Lüttge (9,51 m). Luis André blieb mit seinem Ergebnis weit hinter seinem derzeitigen Leistungsvermögen zurück, weil er die Kugel beim Abstoß nicht traf und viele Stöße über seine Finger gingen. Vielleicht lag es daran, dass er mit der kleinen Eisenkugel in Leipzig nicht zurecht kam. In der Melsunger Stadtsporthalle trainiert der 13-Jährige mit den größeren Gummikugeln, die besser in seiner großen Hand liegen.

Vivian Groppe und Luis André siegten in Leipzig. Foto: nh

Vivian Groppe und Luis André siegten in Leipzig. Foto: nh

„Auch wenn ich mit meiner Kugelstoßleistung unzufrieden war, war dieser Hallenwettkampf in Leipzig ein echtes Highlight für mich. Ich werde in zwei Wochen bei den Landesmehrkampfmeisterschaften wieder über 14 Meter stoßen“, sagte er optimistisch und nahm bei der Siegerehrung die Auszeichnung für seinen Sieg entgegen. (ajw)



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