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MT-Leichtathleten sichern sich sechs Medaillen

Sechs Medaillen und acht Bestleistungen, die erfolgreichen Nachwuchsleichtathleten der MT Melsungen. Foto: nh

Sechs Medaillen und acht Bestleistungen, die erfolgreichen Nachwuchsleichtathleten der MT Melsungen. Foto: nh

Darmstadt/Melsungen. Bei den hessischen Jugendmeisterschaften blieben noch einige Antworten offen, so dass man sich mit Blickrichtung auf die nationalen Titelkämpfe noch ein wenig vertrösten muss. Bei guten Bedingungen, wo allerdings wechselnde Winde beim Sprint und Dreisprung sowie beim Diskuswerfen störten, gab es für die neun hochmotivierten Athleten der MT Melsungen eine Flut von Bestleistungen und sogar drei Silber- und drei Bronzemedaillen.

Für die beste Leistung aus Melsunger Sicht sorgte Vivian Groppe im 100m-Lauf der W14. Die 13-Jährige, die noch vor einem Jahr bei ihrem ersten 100m-Lauf mit 14,6 Sekunden gestoppt wurde, sicherte sich im Finale mit 12,72 Sekunden die Silbermedaille. Von Carolin Schlung (SSC Bad Sooden-Allendorf), die im Vorjahr die 75 m in 9,68 Sekunden lief und über 100 Meter mit 12,46 Deutschlands schnellste Sprinterin vom Jahrgang 2004 war, wurde ihrer Favoritenstellung nicht gerecht. Im ersten von sechs Vorläufen zeigte sie ihre Klasse mit locker herausgelaufenen 12,79 Sekunden. Im zweiten Vorlauf setzte sich Josephine Otto bei noch etwas stärkeren Gegenwind (1,1 m/sec) in 12,94 Sekunden souverän durch. Und im nächsten Vorlauf blies der Wind sogar mit einer Stärke von 2,9 Meter pro Sekunde den Sprinterinnen ins Gesicht. Als Vivian Groppe nach 75 Metern merkte, dass sie allein auf weiter Flur war, nahm sie das Tempo heraus und siegte dennoch klar von Emma Hofmann (Wettenberg, 13,58) und Katharina Ramos (Homberg, 13,84). Im vierten Vorlauf machte Mira Baus auf sich aufmerksam. Die Schülerin aus Schlüchtern, die im Vorjahr bereits an den Landesmeisterschaften teilgenommen und mit 13,32 Sekunden eine starke Zeit erzielt hatte, lief mit 12,77 Sekunden die schnellste Vorlaufzeit.

20 Meter vor dem Ziel lag J. Otto noch vor Vivian Groppe und der Hessenmeisterin M. Baus in Führung. Foto: nh

20 Meter vor dem Ziel lag J. Otto noch vor Vivian Groppe und der Hessenmeisterin M. Baus in Führung. Foto: nh

Aus den drei Zwischenläufen kamen jeweils die beiden Ersten sowie die weiteren zwei Zeitschnellsten in das Finale. Im ersten Zwischenlauf verbesserte sich Mira Baus bei einem leichten Gegenwind als Siegerin auf 12,73 Sekunden. Vivian Groppe blieb mit 12,91 ebenfalls unter 13 Sekunden. Im zweiten Zwischenlauf, der bei leichtem Rückwind ausgetragen wurde, setzte sich Carolin Schlung mit 13,02 vor Alicia Opferkuch (Diedenbergen, 13,30) durch. Im dritten Zwischenlauf demonstrierte Josephine Otto bei 1,6 m/sec Gegenwind ihre verbesserte Sprintschnelligkeit und siegte mit 13,03 vor Nikola Gans (Gießen, 13,53). Und so hatte das gut besetzte 100m-Finale Spannung und auch eine gewisse Klasse. Dieser Eindruck wurde vor allem durch das Ergebnis bestimmt, denn zwischen der Siegerin und der Viertplatzierten lagen nur 0,08 Sekunden. Zwanzig Meter vor dem Ziel sah es noch so aus, als würde Josefine Otto dieses Finale gewinnen. Die Schülerin aus Borken, die dem Jahrgang 2005 angehört, hatte einen Superstart erwischt und lag 80 Meter lang vor der Konkurrenz in Front. Dann legte Vivian Groppe noch „einen Gang“ ein und übernahm fünfzehn Meter vor dem Ziel die Führung. Was man aber kaum noch für möglich gehalten hatte, wurde doch noch Wirklichkeit: Mira Baus fing Vivian Groppe acht Meter vor dem Ziel ab und hatte am Ende mit 12,68 Sekunden 0,04 Sekunden Vorsprung vor der Schülerin aus Melsungen. Josefine Otto sicherte sich mit 12,75 Sekunden die Bronzemedaille. Carolin Schlung, die erst sehr spät in das Rennen fand, spielte in diesem Finale keine Rolle, obwohl im Finish noch bis auf 0,01 Sekunde an Josefine Otto herankam.

Silber im Kugelstoßen und Bronze im Diskuswerfen, aber Luis Andre war damit nicht zufrieden. Foto: nh

Silber im Kugelstoßen und Bronze im Diskuswerfen, aber Luis Andre war damit nicht zufrieden. Foto: nh

Luis André durfte sich über zwei Medaillen freuen. Der 13-Jährige, der so gerne die Goldmedaillen im Kugelstoßen und Diskuswerfen gewonnen hätte, konnte dem enormen Druck nicht standhalten und wurde ein Opfer seiner Nerven. Er begann das Diskuswerfen mit einem Sicherheitswurf, den er bereits viel zu flach ansetzte. Dennoch segelte die Scheibe auf 40,76 Meter. Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim) hatte im ersten Durchgang 41,94 Meter vorgelegt, an denen Luis André bei jedem seiner weiteren fünf weiteren Versuche scheiterte. Mit seinem letzten Wurf verbesserte sich Michel Benedict (Friedberg) auf 42,35 Meter und holte sich den Landestitel. Luis André, der auch 2019 in der M14 starten darf, warf viel zu verkrampft. Bei der Siegerehrung konnte man dem 13-Jährigen auf seinem Gesicht ein gewisses Maß der Enttäuschung ablesen, aber gerade im Diskuswerfen ist ein Baum noch nie auf einem Hieb gefallen. Gut Ding will Weile haben.

Mit seinem letzten Stoß stellte Juan-Sebastian Kleta alles auf den Kopf. Der Schüler aus Gelnhausen, der vorher die 100 Meter in 11,74 Sekunden gewonnen hatte, lag bis dahin mit 12,69 m über 30 Zentimeter hinter Luis André zurück, der sich mit seinem Sicherheitsstoß von 13,02 Meter im ersten Durchgang an die Spitze gesetzt hatte. Leider konnte er auch in diesem Wettbewerb mit Weiten um 12 Meter seine derzeitig gute Form nicht untermauern, denn auch im Kugelstoßen fand er nicht in den Wettkampf. So wurde seine zweitbeste Weite nur mit 12,08 m gemessen. Juan-Sebastian Kleta nutzte die Gunst der Stunde und wuchtete die 4kg-Kugel im letzten Versuch auf 13,30 Meter, so dass Luis André den schon sicher geglaubten Landestitel wieder verlor.

Besser machte es sein Trainingspartner Jan Gille , der vor diesen Meisterschaften im Diskuswerfen nicht unter den TOP-TEN der M15 zu finden war. Bereits beim Kugelstoßen sicherte er sich mit der persönlichen Bestweite von 12,57 Meter überraschend den vierten Platz. Im Diskuswerfen begann er mit dem neuen Hausrekord von 37,00 m und steigerte sich über 38,51 auf 39,92 Meter. Damit bewies er, dass viel Power in seinem rechten Wurfarm steckt. Hinter dem enttäuschenden Marius Karges (Friedrichstein), der mit 44,48 Meter fast 15 Meter hinter seiner Jahrebestleistung zurückblieb, sicherte sich der 15-Jährige überraschend die Silbermedaille vor Lokalmatador Constantin Wittig (37,15 m).

Jan Gille überraschte mit der Silbermedaille im Diskuswerfen der M15. Foto: nh

Jan Gille überraschte mit der Silbermedaille im Diskuswerfen der M15. Foto: nh

Im 400m-Lauf der W20 setzte sich Luise Neumann vom TV Reisen in 58,00 Sekunden vor Pauline Grabiger (Eintracht Frankfurt, 58,70) durch. Aber auf den nächsten beiden Plätzen folgten mit Franziska Ebert (61,25) und Lynn Olson (63,06) zwei Teenager von der MT Melsungen. Die Jugendliche aus Röhrenfurt, die im Vorjahr noch mit der Silbermedaille nach Melsungen zurückkehrte, verbesserte in Darmstadt ihre Jahresbestzeit um 0,78 Sekunden. Bronze gab es auch für Yannick Schleider im Dreisprung. Der 17-Jährige, der bei den Titelkämpfen der U18 in Fulda genau 12,00 Meter sprang, verbesserte sich trotz eines leichten Gegenwindes hinter Nico Hildebrand (LG Alheimer, 13,29) und Leon Schramm (Gelnhausen, 12,97) auf 12,42 Meter. Über 400 Meter stellte Yannick Schleider mit 55,17 Sekunden eine weitere persönliche Bestleistung auf und belegte damit Rang zwölf.

Für eine weitere Überraschung sorgte Sophia Hog im 100m-Lauf der U20. Mit ihrer Meldezeit von 12,70 Sekunden lag sie auf Rang 16 der über 30 gemeldeten Sprinterinnen. Ihr Ziel lautete an diesem Tag: den Vorlauf überstehen und in den Zwischenlauf einzuziehen. Dieses Vorhaben gelang ihr mit Bravour, denn sie belegte im vierten Vorlauf bei einem Gegenwind von 2,1 m/sec hinter Victoria Özicel (Gelnhausen, 12,82), die im Mai 12,38 Sekunden gelaufen war, mit 12,88 Rang zwei und qualifizierte sich souverän für den Zwischenlauf. Dort traf sie auf Anne Schröder (Friedberg, 12,37), Maira Gauges (Frankfurt, 12,46), Helena Brich (Seligenstadt, 12,55), (Carolin von Sommerfeld (Haiger, 12,55), Chiara James (Gießen-Wieseck, 12,57), Carolin Wicke (Bad Schwalbach, 12,67) und die 200m-Spezialistin Anna Marx (Gelnhausen, 26,23). Aber Sophia Hog, die in den zurückliegenden Wochen an Leistungsfähigkeit gewonnen hatte, ließ sich von diesen schnellen Zeiten nicht beeindrucken und sicherte sich hinter Gauges (12,29), von Sommerfeld (12,39) und Schröder (12,44) mit 12,65 den vierten Platz und zog damit in das 100m-Finale der U20 ein. Nach einem glänzenden Start hielt sie in diesem Elitefeld bis zur Hälfte der Strecke sehr gut mit, verlor aber auf den letzten 20 Metern enorm an Boden und belegte mit 12,74 Sekunden am Ende den achten Platz.

Nach der Vizemeisterschaft im Jahr 2018 holte sich Franziska Ebert dieses Jahr die Bronzemedaille über 400 Meter der U20. Foto: nh

Nach der Vizemeisterschaft im Jahr 2018 holte sich Franziska Ebert dieses Jahr die Bronzemedaille über 400 Meter der U20. Foto: nh

Nachdem Sophie Wagner beim Melsunger Abendsportfest in ihrem zweiten 800m-Lauf 2:28 Minuten lief, war sie in der Lage, in Darmstadt die beiden Stadionrunden um 2:26 Minuten zu laufen. Aber die Jugendliche aus Felsberg ließ sich von dem schnellen Anfangstempo der Spitzengruppe mitreißen und lief die erste Runde in 68,5 Sekunden an. Bei der 600m-Zwischenmarke wurde sie mit 1:48 Minuten herausgestoppt. Aber war viel zu schnell. So aber musste sie auf der Zielgeraden dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und kam hinter Tabea Rehbein (Hess. Lichtenau, 2:30,22) als Dreizehnte nach 2:30,90 Minuten ins Ziel.

Eine feine Leistung lieferte dagegen Pia Gille im 800m-Lauf der W14 ab. Die 12-Jährige hatte sich beim Pfingstsportfest in Baunatal mit 2:36,25 Minuten für die Landesmeisterschaften qualifiziert und lief auch in Darmstadt ein mutiges Rennen. Nach 36 Sekunden für die ersten 200 Meter erreichte sie als 600m-Zwischenzeit 1:56 Minuten und verfehlte im Ziel mit 2:36,44 Minuten nur um 0,19 Sekunden ihre Bestzeit. Dass am Ende nur Rang 27 herauskam spielte keine Rolle, denn Pia kann wie Luis André auch im nächsten Jahr noch einmal in dieser Altersklasse starten und hat bei ihrem Auftritt in Darmstadt sicherlich eine Menge an Erfahrung sammeln können. (ajw)



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