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Pinhard: „Der Erfolg hat viele Väter“

Stefan Pinhard. Foto: nh

Stefan Pinhard. Foto: nh

Treysa. „Der Erfolg hat viele Väter“ – Diese Schlagzeile setzte Bürgermeister Stefan Pinhard über seine Stellungnahme, die er heute im Nachgang zur Unterzeichnung der Fördergeldzusage für den barrierefreien Ausbau des Treysaer Bahnhofs bekanntgab. Einleitend schrieb Pinhard: „Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die Modernisierung und den barrierefreien Ausbau der Verkehrsstation Treysa ist unterzeichnet.“ 

Und weiter im Wortlaut: >>Am 10. Juli 2018 unterzeichneten Verkehrsstaatsminister Tarek Al-Wazir, der Konzernbevollmächtigte der DB AG für das Land Hessen, Dr. Klaus Vornhusen, der Geschäftsführer des Nordhessischen Verkehrsverbundes Wolfgang Rausch und die Leiterin des Regionalbereiches Mitte der DB Station&Service AG, Susanne Kosinsky den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag.

„Ich freue mich, dass mit der heutigen Vertragsunterzeichnung eine Odyssee zu Ende geht. Eigentlich ist der Name Odyssee nicht weitgehend genug, denn der Wunsch und die Notwendigkeit nach einem barrierefreien Bahnhof in Treysa sind viel älter als 10 Jahre und gehen bereits auf die 80er und 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück“, so kommentierte Bürgermeister Stefan Pinhard den kurzfristigen Termin.

Baurecht für den Umbau besteht seit dem 9. Juli 2014 durch den Planfeststellungsbeschluss. Die Umsetzung schien aber am Bahnsteighöhenkonzept bzw. an den langfristig eingekauften Fahrzeugtypen zu scheitern.

Vor rund einem Jahr hat dann der Zug derer, die sich für einen barrierefreien Bahnhof Treysa eingesetzt haben, wieder Fahrt aufgenommen. Die Stadt hatte erneut verschiedene Briefe und Resolutionen versandt, Gespräche geführt sowie erneut alle Befürworter und Unterstützer wieder an den gemeinsamen Tisch geführt. So ist unter anderem auf Initiative der Stadt Schwalmstadt ein gemeinsamer Protestbrief entstanden. Insgesamt 11 Kommunen der Region, für die der Bahnhof Treysa einen sehr wichtigen Stellenwert hat, haben sich zusammengeschlossen und sich gemeinsam mit Hephata, dem Sozialverband VdK, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Schwalm-Eder-Kreis an die Entscheidungsträger gewandt. Unterstützt wurde diese Initiative durch den Schwalm-Eder-Kreis, das Regierungspräsidium Kassel sowie durch den Fahrgastverband Pro Bahn e.V. Berlin mit dem Landesverband Hessen e.V. mit Sitz in Frankfurt und dem Regionalverband Nordhessen, Kassel und den Beauftragten auf Bundes-, Landes- und Kreisebene, die sich für Menschen mit Behinderungen einsetzen. In diesem Rahmen wurde auch die Idee geboren, mit einer Delegation der Unterzeichner sowie mit Menschen, die in der Region leben und mit Mobilitätseinschränkungen ihr Leben meistern müssen, eine gemeinsame Bahnfahrt nach Berlin durchzuführen.

Die nun gefundene Lösung ist ein voller Erfolg für die mobilitätseingeschränkten Personen, die Fahrgäste des Fernverkehrs und aller engagierten Partner. Bürgermeister Pinhard dankt deshalb ausdrücklich den Vertragsparteien Bahn, NVV und Land. Darüber hinaus sollen die vielen Akteure nicht vergessen werden, die sich unermüdlich für die Realisierung des Projektes eingesetzt haben:

Bürgermeister a.D. Wilhelm Kröll und der damalige Landrat Frank-Martin Neupärtl machten den Umbau schon vor 10 Jahren zur Chefsache. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert sowie der Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke und auch die Landtagsabgeordnete Regine Müller setzten sich ein.

Hephata hat z.B. den Arbeitskreis „Zum Zug kommen“ ins Leben gerufen, dem als ständige Mitglieder bereits seinerzeit Bürgermeister Wilhelm Kröll, die Ortsvorsteherin Frau Christel Östreich, der Behindertenbeauftragte des Schwalm-Eder-Kreises für den Altkreis Ziegenhain, Helmut Daub, Vertreter der Evangelischen Kirchengemeinde Franz-von-Roques, des Sozialverbandes VdK, des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter Unfallhilfe, der Altenhilfe Schwalmstadt und des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs angehörten.

Ganz herzlich bedanken möchte sich die Stadt Schwalmstadt aber auch bei den Bürgerinnen und Bürgern der gesamten Region, den Eisenbahnfreunden Treysa e.V., Landrat Winfried Becker sowie dem Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke und den unterstützenden Gewerbetreibenden und Firmen. Landrat und Regierungspräsident haben tatkräftig mitgewirkt und die Eisenbahnfreunde hatten sich angeboten, die Zugfahrt nach Berlin zum reinen Unkostenbeitrag durchzuführen und auch zahlreiche Gewerbetreibende und Firmen hatten ihre Unterstützung angeboten. Darüber hinaus hat die Resonanz aus der Bevölkerung der gesamten Region gezeigt, dass der Sonderzug der Eisenbahnfreunde mit 600 Plätzen sehr schnell ausgebucht gewesen wäre.

Das neue Ziel, nachdem nun die Finanzierung des Projektes gesichert wurde, ist eine zeitnahe Umsetzung der Baumaßnahme.

Schwalmstadt, 12. Juli 2018<<



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