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MT bindet dänischen Regisseur bis 2022

Lasse Mikkelsen steht nun bis 2022 bei der MT unter Vertrag. Foto: Alibek Käsler
Lasse Mikkelsen steht nun bis 2022 bei der MT unter Vertrag. Foto: Alibek Käsler

Melsungen. Handball-Bundesligist MT Melsungen hat eine weitere Personalentscheidung getroffen: Der zunächst bis 2020 laufende Vertrag mit Lasse Mikkelsen wird vorzeitig um zwei weitere Jahre verlängert. Der Däne war 2017 vom Erstligisten Skjern Handbold nach Nordhessen gekommen.

Verlässlicher Eckpfeiler im Angriffsspiel

Lasse Mikkelsen kam als gestandener Erstligaspieler mit Europapokalerfahrung und einigen Länderspielen im Gepäck 2017 zur MT Melsungen – seiner ersten Station im Ausland. Seine Umgewöhnung von der dänischen auf die deutsche Art Handball zu spielen, hat zwar einige Zeit in Anspruch genommen, aber er und auch der Verein haben sich nicht beirren lassen. Der Lohn für beide: Lasse Mikkelsen ist inzwischen anerkannter Regisseur – sowohl in der Mannschaft, als auch in der Liga – und die MT hat in ihm inzwischen einen weiteren, verlässlichen Eckpfeiler, der maßgeblich das Angriffsspiel prägt.

„Was liegt da also näher, einen solchen Spieler länger an sich zu binden?“ fragt Axel Geerken rhetorisch. Und der MT-Vorstand ergänzt: „Die Position eines Spielgestalters ist von hoher Komplexität. Da muss man als Verein etwas Geduld haben, bis ein neuer Spieler dort Fuß gefasst hat. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass Lasse nun ein Level erreicht hat, was wir uns von ihm auch erwartet haben.“

Die Konsequenz daraus: Lasse Mikkelsens derzeitiger Vertrag, der bis über die nächste Saison hinaus noch Gültigkeit hat, wurde nun vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2022 verlängert.

„Mehr kann man sich nicht wünschen“

Natürlich freut sich auch der MT-Trainer, dass er bei der Besetzung der Regieposition weiter auf den Dänen bauen und damit insgesamt im Angriff flexibel bleiben kann. „Lasse kann ein Spiel steuern, hat ein gutes Auge für den freien Mann und ist zudem noch torgefährlich. Seine unaufgeregte Art überträgt sich positiv auf unseren Angriff, er steht zudem für eine gewisse Kontinuität. Mehr kann man sich für einen fast universell im Rückraum einsetzbaren Spieler nicht wünschen“, lobt Heiko Grimm den 30-Jährigen.

Apropos Kontinuität: Mikkelsen hat sowohl in der vergangenen als auch in dieser Saison bei keinem einzigen Bundesligaspiel seiner MT gefehlt. Und auch in puncto Torgefahr stellt ihm die Statistik ein gutes Zeugnis aus: Mit einer Trefferquote von über 60 Prozent gehört er zu den Top-Drei unter den Rückraum Mitte-Spielern, im MT-internen Ranking liegt er aktuell mit 84 Treffern hinter Tobias Reichmann sogar auf Platz 2.

Noch einiges mit der MT erreichen

Familie Mikkelsen, die aus Lasse, Ehefrau Carina und den beiden Söhnen Benjamin und Oliver besteht, hat sich inzwischen gut in Nordhessen eingelebt. Was auch nicht selbstverständlich ist, wenn man zum ersten Mal im Ausland seine Zelte aufschlägt. Zuvor hatte der 1,97 Meter große Rechtshänder ausschließlich in Dänemark gespielt, zuletzt sieben Jahre lang beim Top-Klub Skjern Handbold. Mit dem war er übrigens auch im Europapokal erfolgreich und sorgte unter anderem mit seinen sieben Toren dafür, dass die MT in 2015 im EHF-Cup in Skjern kein Bein auf die Erde bekam.

Lasse Mikkelsen sagt: „Ich musste gemeinsam mit meiner Familie nicht lange überlegen, ob ich noch länger in Melsungen bleiben soll. Wir alle fühlen uns hier rundherum sehr wohl. Ja, ich hatte anfangs einige Eingewöhnungsschwierigkeiten. Alles war neu, die Mitspieler, die Spielweise, die Sprache. Das zu bewältigen, hat mich viel Energie gekostet. Aber das ist inzwischen kein Thema mehr. Ich konnte mich irgendwann dann ganz auf den Sport konzentrieren und habe mich auch weiterentwickelt. Sehr gut tut es mir auch, vom Trainer viel Verantwortung übertragen zu bekommen. Ich denke, wenn wir noch besser zusammenspielen, können wir alle noch einiges mit der MT erreichen.“

(red)



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